Mbappé schwärmt von Real Madrid: „Der größte Klub der Welt“ – und erklärt den Unterschied zu Barcelona

Kylian Mbappé spricht in einem ausführlichen Interview über Real Madrid, Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, seine größten Spiele und seinen Traum, Fußballgeschichte im weißen Trikot zu schreiben.

Mbappé: „Real Madrid ist der größte Klub der Welt“

Kylian Mbappé hat in einem Interview mit der Plattform Sorare offen über seine Karriere, Real Madrid und seine persönlichen Ziele gesprochen. Besonders deutlich wurde der französische Superstar, als er über seinen aktuellen Verein sprach.

„Für viele Menschen – außer vielleicht für Barça-Fans – ist Real Madrid der größte Klub der Welt.“

Der Stürmer erklärte, dass seine Vorstellungen vom Verein vollständig bestätigt worden seien.

„Es ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Real Madrid steht für Größe und Exzellenz.“

Dabei zog er auch einen interessanten Vergleich zum FC Barcelona.

„Barcelona hat die Geschichte des Fußballs auf die eine oder andere Weise geprägt. Aber Real Madrid ist weltweit der bevorzugte Klub.“

Für Mbappé ist genau das einer der Gründe, warum er sich seinen Traum erfüllen wollte.

„Ich bin stolz und glücklich, für diesen Verein zu spielen. Wenn man die Geschichte des größten Klubs der Welt prägt, hat man automatisch seinen Platz in der Geschichte des Fußballs.“


Sein großes Ziel: Geschichte schreiben

Trotz zahlreicher Titel und individueller Auszeichnungen sieht Mbappé seine Karriere noch lange nicht als vollständig an.

„Diese Frage stelle ich mir ständig: Was fehlt mir noch?“

Die Antwort falle jedoch nicht so einfach aus.

„Die einfache Antwort wäre, alle Titel zu gewinnen. Aber es gibt Menschen, die sogar mehr erreicht haben als das.“

Der Franzose betonte, dass Fußball niemals Stillstand bedeute.

„Es gibt immer etwas zu erreichen. Wenn du es nicht tust, wird jemand anderes deinen Platz einnehmen.“


Sein bestes Spiel für Real Madrid

Auf seine bislang stärkste Leistung im Trikot der Königlichen angesprochen, musste Mbappé nicht lange überlegen.

„Der Hattrick gegen Manchester.“

Dabei erinnerte er sich an den besonderen Rahmen des Spiels.

„Champions League, K.o.-Phase, ein Dreierpack im Bernabéu – das war ein unglaubliches Gefühl.“

Den besten Auftritt seiner gesamten Karriere sieht er allerdings an anderer Stelle.

„Der Hattrick gegen Barcelona mit Paris Saint-Germain war mein bestes Spiel überhaupt.“


Monaco, Falcao und die Anfänge seiner Karriere

Auch auf seine Zeit beim AS Monaco blickte Mbappé zurück.

„Was mir aus dieser Zeit fehlt, ist die Anonymität.“

Besonders die familiäre Atmosphäre des Vereins habe ihn geprägt.

„Monaco war und ist ein sehr familiärer Klub.“

Den entscheidenden Wendepunkt seiner Karriere sieht er im Champions-League-Duell gegen Manchester City.

„Das war meine erste große Leistung auf europäischer Bühne. Danach wurde ich Stammspieler, Nationalspieler – und alles ging sehr schnell.“

Als wichtigsten Mentor nannte er Radamel Falcao.

„Er hat mich sofort integriert und mir Raum gegeben. Für einen jungen Stürmer war das unglaublich wertvoll.“


Frankreich, Zidane und die Kapitänsbinde

Auch über die französische Nationalmannschaft sprach Mbappé ausführlich.

Als Spieler denkt er beim Thema Kapitän zuerst an Hugo Lloris.

„Er war der einzige Kapitän, den ich in der Nationalmannschaft hatte.“

Als Kind hingegen habe ihn vor allem Zinedine Zidane geprägt.

„Wenn ich an einen Kapitän denke, denke ich als Kind an Zidane und die Weltmeisterschaft 2006.“

Die Verantwortung als aktueller Kapitän empfindet er als große Ehre.

„Es ist ein Privileg, die Kapitänsbinde meines Landes tragen zu dürfen.“

Sein Lieblingsspiel mit Frankreich sei die WM-Halbfinalpartie 2018 gegen Belgien gewesen.

„Ich habe kein Tor geschossen und keine Vorlage gegeben, aber ich glaube, ich hätte an diesem Tag drei oder vier Vorlagen verbuchen können. So etwas kommt vor, manchmal gibt es solche Spiele, aber es war mein Lieblingsspiel des Turniers.“


Cristiano Ronaldo oder Messi?

Natürlich durfte auch die ewige Diskussion um Lionel Messi und Cristiano Ronaldo nicht fehlen.

Mbappé kennt beide Perspektiven wie kaum ein anderer Spieler. Er spielte mit Messi zusammen und trat gleichzeitig mehrfach gegen Cristiano Ronaldo an.

„Cristiano war mein Idol.“

Gleichzeitig würdigte er auch seinen ehemaligen PSG-Teamkollegen.

„Ich habe mit Messi gespielt und gegen Ronaldo gespielt. Beide sind komplett unterschiedlich.“

Für ihn sei die berühmte Rivalität ein Gewinn für den Fußball gewesen.

„Wenn jemand sagt, Ronaldo habe kein Talent oder Messi habe nicht hart gearbeitet, dann hat diese Person noch nie selbst täglich trainiert.“


Van Dijk, Neymar und Cristiano

Gefragt nach seinem schwierigsten Gegenspieler, entschied sich Mbappé für Virgil van Dijk.

„Vor drei oder vier Jahren galt er als der beste Verteidiger der Welt – und das zurecht. Er war ein Monster.“

Mit Blick auf die kommende Weltmeisterschaft äußerte er zudem einen besonderen Wunsch.

„Ich würde gerne gegen Cristiano spielen, weil es wahrscheinlich sein letztes Turnier sein wird. Oder gegen Neymar. Einer von beiden.“


Kritik an der Schnelllebigkeit des Fußballs

Zum Abschluss sprach Mbappé über die Wahrnehmung von Erfolgen im modernen Fußball.

„Die Menschen leiden unter Amnesie.“

Er erklärte, wie schnell selbst große Leistungen vergessen würden.

„Du kannst alles gewonnen haben und am nächsten Tag erinnert sich niemand mehr daran.“

Gerade deshalb müsse man sich ständig neu beweisen.

„Es gibt immer etwas zu zeigen – sogar für Spieler, die bereits alles gewonnen haben.“

QuelleSorare

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