Enrique Riquelme setzt auf Raúl – und macht Jürgen Klopp zum Trainerkandidaten

Enrique Riquelme präsentiert kurz vor der Präsidentschaftswahl seinen Wunschtrainer: Jürgen Klopp. Die Entscheidung soll von Raúl González Blanco getroffen worden sein. Aus Deutschland folgt jedoch umgehend ein Dementi.

Raúl setzt auf Klopp als Wunschtrainer

Nach den Ankündigungen rund um Erling Haaland, Rodri, Raúl González Blanco und Fernando Hierro hat Enrique Riquelme nun auch seine Trainerlösung vorgestellt.

Der Präsidentschaftskandidat von Real Madrid veröffentlichte am Freitag ein offizielles Kommuniqué, in dem Jürgen Klopp als Wunschkandidat für die Trainerbank genannt wird. Nach Angaben der Kandidatur sei die Entscheidung direkt von Raúl González Blanco getroffen worden, der im Falle eines Wahlsiegs als Sportdirektor fungieren soll.

Im Schreiben wird betont, dass sportliche Entscheidungen künftig von der sportlichen Leitung getroffen werden sollen. Seit seiner Einbindung in das Projekt arbeite Raúl bereits intensiv am Aufbau einer langfristigen sportlichen Struktur für die kommende Dekade.

„Raúl arbeitet bereits mit enormer Intensität am sportlichen Projekt, das die nächste Dekade des Vereins prägen soll. Die Nachwuchsarbeit wird dabei eine der zentralen Säulen sein.“

Laut der Erklärung habe Raúl von Beginn an nur einen einzigen Namen für die Trainerposition genannt.


„Dieser Trainer ist Jürgen Klopp“

Die Kandidatur beschreibt Klopp als die ideale Persönlichkeit, um Real Madrid sportlich und strukturell neu auszurichten.

„Er hat die Champions League gewonnen, Liverpool nach Jahrzehnten wieder an die Spitze Europas und Englands geführt und Borussia Dortmund gegen wirtschaftlich überlegene Konkurrenten zum Meister gemacht.“

Dabei gehe es laut Riquelmes Team nicht nur um Titel.

„Er hat überall, wo er gearbeitet hat, etwas hinterlassen, das noch wichtiger ist als Trophäen: Identität, Charakter, Führung und eine Siegermentalität, die auf kollektiver Arbeit basiert.“

Im weiteren Verlauf des Schreibens wird Klopp als der Trainer beschrieben, der Real Madrid wieder jene Werte zurückbringen könne, die die erfolgreichsten Epochen des Vereins ausgezeichnet hätten.

„Wir sprechen von einem Anführer, der Real Madrid Wettbewerbsintensität, tägliche Leistungsbereitschaft, Professionalität, Meritokratie, Kabinenzusammenhalt und die Kultur harter Arbeit zurückgeben kann.“

Die Botschaft endet eindeutig: „Dieser Trainer ist Jürgen Klopp.“


Raúl soll Klopp persönlich kontaktieren

Riquelmes Kandidatur macht zudem deutlich, wie der nächste Schritt aussehen würde.

Sollte der Unternehmer die Präsidentschaftswahl gewinnen, würde Raúl González Blanco bereits am Montag persönlich den Kontakt zu Klopp aufnehmen.

„Wenn die Mitglieder uns am Sonntag ihr Vertrauen schenken, wird Raúl González Blanco am Montag, den 8. Juni, persönlich mit Jürgen Klopp Kontakt aufnehmen, um ihm unser sportliches Projekt vorzustellen.“

Laut Riquelme entspreche diese Entscheidung auch der Meinung vieler Madridistas, mit denen er während des Wahlkampfs gesprochen habe.


Trotz Absagen glaubt Riquelme an die Strahlkraft von Real Madrid

Die Kandidatur verschweigt nicht, dass Klopp selbst mehrfach erklärt hat, kurzfristig nicht auf die Trainerbank zurückkehren zu wollen.

Genau darin sieht Riquelmes Team jedoch keinen Nachteil.

„Gerade deshalb glauben wir, dass die Herausforderung Real Madrid etwas anderes ist. Es gibt viele große Vereine, aber nur ein Real Madrid.“

Die Verantwortlichen argumentieren, dass kein anderer Klub Tradition, Zukunft, Werte und sportliche Ambitionen in vergleichbarer Weise vereine.


Klopps Berater reagiert mit klarem Dementi

Die Euphorie hielt allerdings nicht lange an.

Kurz nach Veröffentlichung des Kommuniqués reagierten Medien aus Deutschland und holten Stellungnahmen aus dem Umfeld des ehemaligen Liverpool-Trainers ein.

Die Süddeutsche Zeitung kontaktierte Klopps Berater Marc Kosicke, der sich eindeutig äußerte.

„Jürgen Klopp ist glücklich in seiner Rolle bei Red Bull und hat keine Ambitionen, als Trainer bei einem Verein zu arbeiten.“

Auch Sky-Sport-Reporter Florian Plettenberg veröffentlichte eine nahezu identische Aussage des Beraters.

„Es ist nervig. Klopp ist glücklich in seiner Rolle bei Red Bull und hat keine Ambitionen, einen Klub zu trainieren.“

Damit widerspricht Klopps Umfeld den Plänen von Riquelmes Kandidatur deutlich.


Wahlkampf-Duell mit Florentino erreicht neue Dimension

Die Trainerfrage entwickelt sich damit zu einem weiteren zentralen Thema der Präsidentschaftswahl.

Während Florentino Pérez bereits öffentlich José Mourinho als seinen Wunschtrainer angekündigt hat, setzt Enrique Riquelme auf Jürgen Klopp und die sportliche Leitung um Raúl González Blanco und Fernando Hierro.

Ob Klopp tatsächlich für Gespräche bereit wäre, bleibt aktuell offen. Fest steht jedoch, dass Riquelme mit der Veröffentlichung des Namens erneut für große Aufmerksamkeit gesorgt hat – auch wenn aus Deutschland zunächst klare Gegenstimmen zu hören sind.


RMXpress Fazit

Nach Haaland und Rodri hat Enrique Riquelme nun auch seinen Trainerkandidaten präsentiert. Die Botschaft ist eindeutig: Raúl González Blanco soll als Sportdirektor Jürgen Klopp nach Madrid holen. Das Problem dabei ist jedoch offensichtlich. Während die Kandidatur von einer möglichen Zusammenarbeit träumt, erklärt Klopps Berater öffentlich, dass der Deutsche aktuell keinerlei Interesse an einer Rückkehr auf die Trainerbank hat. Damit steht hinter dem wohl größten Trainer-Versprechen des Wahlkampfs bereits vor der Wahl ein großes Fragezeichen.

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