Wahlkommission von Real Madrid widerspricht Riquelme deutlich

Fünf Tage vor der Präsidentschaftswahl bei Real Madrid weist die Wahlkommission die Vorwürfe von Enrique Riquelme entschieden zurück. Besonders bei Briefwahl und Mitgliederverzeichnis reagiert der Klub nun offiziell.

Neue Eskalation im Wahlkampf bei Real Madrid

Der Wahlkampf bei Real Madrid wird immer hitziger. Nur wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl am 7. Juni hat sich nun die Wahlkommission des Klubs offiziell zu Wort gemeldet — und dabei direkt auf die Vorwürfe von Herausforderer Enrique Riquelme reagiert. Dieser hatte zuletzt öffentlich Zweifel am Umgang mit dem Mitgliederverzeichnis sowie an der Sicherheit der Briefwahl geäußert. Jetzt folgt die klare Antwort des Vereins.

In einem offiziellen Kommuniqué stellt die Wahlkommission unmissverständlich klar: „Die Wahlkommission hat keiner der Kandidaturen das Mitgliederverzeichnis des Vereins zur Verfügung gestellt.“

Damit widerspricht der Klub direkt Riquelmes Aussagen, wonach eine Kandidatur möglicherweise bevorzugten Zugriff auf das Verzeichnis erhalten habe. Gleichzeitig betont die Wahlkommission, dass beide Kandidaturen identisch über sämtliche Abläufe informiert worden seien.


Beide Kandidaturen hätten dieselben Möglichkeiten erhalten

Laut Erklärung wurden sowohl Florentino Pérez als auch Enrique Riquelme schriftlich darüber informiert, wie Wahlmaterial, Informationen und Kampagnenunterlagen an die Mitglieder verschickt werden können.

Die Wahlkommission erklärt: „Die Kandidaten müssen die Informationen und Unterlagen selbst bereitstellen. Der Verein übernimmt anschließend lediglich den Versand.“

Außerdem hebt das Gremium hervor, dass Enrique Riquelme bereits bei der offiziellen Einreichung seiner Kandidatur persönlich über dieses Verfahren informiert worden sei.


Große Sorge wegen Aussagen zur Briefwahl

Besonders deutlich wird die Wahlkommission beim Thema Briefwahl. Denn Riquelme hatte zuletzt öffentlich Zweifel an der Sicherheit und Verwahrung der abgegebenen Stimmen geäußert. Darauf reagiert der Klub nun ungewöhnlich scharf.

Die Wahlkommission zeigt sich laut eigener Aussage „sehr besorgt“ über diese Äußerungen.

Der Verein erklärt außerdem, dass beiden Kandidaturen ausdrücklich angeboten worden sei, eigene Wahlbeobachter zur Überwachung des Bereichs zu entsenden, in dem die Briefwahlunterlagen aufbewahrt werden. Zusätzlich verweist die Kommission darauf, dass der Bereich permanent überwacht werde und unter Videoüberwachung stehe.

Im offiziellen Schreiben heißt es dazu: „Die Anwesenheit der Wahlbeobachter erfolgt in einem Bereich, der den Sicherheits- und Überwachungssystemen der Klubanlagen unterliegt.“

Zum Abschluss unterstreicht die Wahlkommission nochmals ausdrücklich, dass sämtliche Prozesse streng nach den offiziellen Regularien durchgeführt würden. Das Gremium fordert deshalb öffentlich Respekt für seine Arbeit.

Die Botschaft wirkt dabei eindeutig: Real Madrid möchte kurz vor der historischen Wahl jede Diskussion über mögliche Unregelmäßigkeiten frühzeitig unter Kontrolle bringen.


Historische Wahl am 7. Juni

Die Präsidentschaftswahl am kommenden Sonntag wird die erste echte Wahl bei Real Madrid seit 2006 sein. Damals verlor Florentino Pérez wenige Monate später erstmals sein Amt. Seit seiner Rückkehr 2009 wurde Pérez anschließend mehrfach ohne Gegenkandidat bestätigt. Nun tritt mit Enrique Riquelme erstmals wieder ein ernsthafter Herausforderer gegen ihn an.

Die Antwort der Wahlkommission zeigt gleichzeitig, wie angespannt das Klima inzwischen geworden ist. Während Riquelme zuletzt mehrfach Transparenz und einen offeneren Wahlprozess forderte, stellt sich der Klub nun demonstrativ hinter die bestehenden Abläufe. Damit verschärft sich der Konflikt zwischen beiden Lagern kurz vor dem Wahltag weiter.


Erklärung der Wahlkommission von Real Madrid im Wortlaut

Angesichts der Äußerungen des Kandidaten Enrique Riquelme, wonach nur eine der Kandidaturen Zugriff auf das Mitgliederverzeichnis des Vereins habe, sowie angesichts der geäußerten Zweifel und des Misstrauens hinsichtlich der Aufbewahrung und Verwahrung der Briefwahlstimmen erklärt die Wahlkommission Folgendes:

  1. Der Wahlausschuss hat das Wählerverzeichnis keiner der Kandidaturen, die bei den Wahlen am kommenden 7. Juni antreten, zur Verfügung gestellt.
  2. Der Wahlausschuss hat beiden Kandidaturen schriftlich das Verfahren mitgeteilt, nach dem sie Informationen, Unterlagen und Material an die Mitglieder versenden können. Darüber hinaus wurde der Kandidat Enrique Riquelme am Tag der Einreichung seiner Kandidatur persönlich über diesen Punkt informiert.
  3. Dieses Verfahren ist in den zu diesem Zweck veröffentlichten Vorschriften für den Wahlprozess (Punkt 2 des Abschnitts über das Wählerverzeichnis) festgelegt. In den Vorschriften wird erläutert, dass die Kandidaten dem Wahlausschuss die Informationen, Unterlagen und Materialien zur Verfügung stellen müssen, die sie an die Mitglieder versenden möchten, und dass der Verein den Versand übernimmt.
  4. Die Wahlkommission legte Montag, den 1. Juni, um 18:00 Uhr als Frist für den Eingang der Informationen, Unterlagen und Materialien fest, die die einzelnen Kandidaten an die Mitglieder versenden wollten.
  5. Die Wahlkommission zeigt sich sehr besorgt über die Äußerungen von Enrique Riquelme, in denen die Aufbewahrung und Sicherheit der Briefwahl in Frage gestellt wird, da die Wahlkommission auf eine Anfrage dieser Kandidatur zu diesem Thema schriftlich geantwortet hat, aus der wir folgenden Auszug wiedergeben:

„Um die Transparenz und das Vertrauen in die Integrität des Verfahrens zur Verwahrung der Briefwahlstimmen zu stärken, können die Kandidaturen, die dies beantragen, einen der ordnungsgemäß akkreditierten Wahlbeobachter benennen, der sich ununterbrochen in der Nähe des Zugangs zu dem für die Verwahrung der Stimmen eingerichteten Raum aufhält.

Die Anwesenheit der Wahlbeobachter in diesem Bereich gilt als in einem Raum erfolgt, der den in den Clubanlagen vorhandenen Überwachungs- und Sicherheitssystemen unterliegt, und unterliegt den geltenden Vorschriften zur Videoüberwachung sowie der Verarbeitung der Bilder, die gegebenenfalls gemäß den geltenden Vorschriften erforderlich ist.“

  1. Daher wurden alle Informationen, Unterlagen oder Materialien, die den Mitgliedern einer Kandidatur vom Verein zugestellt wurden, unter Einhaltung der geltenden Verfahren und Vorschriften bearbeitet.
  2. Der Wahlausschuss befolgt während des gesamten Wahlprozesses strikt und genau die geltenden Vorschriften und bittet daher um Respekt.

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