Riquelme kündigt Rodri-Transfer an: „Wenn ich Präsident werde, spielt er bei Real Madrid“

Enrique Riquelme kündigt Rodri als Wunschtransfer an, kritisiert den Wahlprozess und greift erneut die Bernabéu-Reform von Florentino Pérez an.

Der Wahlkampf bei Real Madrid nimmt weiter Fahrt auf

Enrique Riquelme sorgt im Rennen um die Präsidentschaft von Real Madrid erneut für Schlagzeilen. Der Gegenkandidat von Florentino Pérez hat in der Radiosendung Tiempo de Juego eines seiner bislang größten Wahlversprechen öffentlich gemacht: Rodri soll im Falle eines Wahlsiegs zu Real Madrid wechseln.

Der amtierende Ballon-d’Or-Gewinner und Mittelfeldspieler der spanischen Nationalmannschaft gilt laut Riquelme als zentraler Baustein seines geplanten sportlichen Neuanfangs beim Klub.

„Wenn ich Präsident von Real Madrid werde, dann wird ein Spieler wie Rodri bei Real Madrid spielen.“

Mit dieser Aussage setzte der Unternehmer bewusst ein sportliches Ausrufezeichen im laufenden Wahlkampf — und spielte gleichzeitig auf die aktuelle Situation der spanischen Nationalmannschaft an.


Kritik an der fehlenden Madrid-Präsenz in Spaniens Nationalteam

Riquelme machte deutlich, dass ihn die aktuelle Zusammensetzung der spanischen Nationalmannschaft stört. Besonders die Tatsache, dass derzeit kaum spanische Schlüsselspieler von Real Madrid eine tragende Rolle bei „La Roja“ spielen, sieht er kritisch.

„Es ist schmerzhaft und fast peinlich, dass aktuell kein Spieler von Real Madrid eine wichtige Rolle in der spanischen Nationalmannschaft spielt.“

Der Kandidat betonte mehrfach, dass er den „Madridismo“ stärker zurück in die Mannschaft bringen wolle — sowohl sportlich als auch identitätsmäßig.


Weitere „Galáctico“-Transfers angekündigt

Der mögliche Rodri-Transfer soll laut Riquelme jedoch nur ein Teil seines Plans sein. Der Unternehmer kündigte an, bereits konkrete Einigungen mit weiteren Stars erzielt zu haben.

Dabei erklärte er erneut, dass am kommenden Mittwoch ein internationaler Superstar offiziell präsentiert werden soll. Laut Riquelme handelt es sich dabei um einen ausländischen Spieler.

„Die Namen werden veröffentlicht. Es sind Spieler, die bei Real Madrid spielen müssen, wenn ich Präsident werde.“

Außerdem bestätigte er noch einmal, dass er bereits mit einem Trainer eine Einigung erzielt habe, der aktuell noch bei einem anderen Verein unter Vertrag steht.


Beschwerden über den Wahlprozess

Neben sportlichen Themen sprach Riquelme auch erneut über den laufenden Wahlprozess und äußerte Kritik an organisatorischen Abläufen. Nach eigenen Aussagen hätten sich zahlreiche Mitglieder bei seiner Kampagne gemeldet, weil Wahlunterlagen nicht angekommen seien oder nur einzelne Umschläge verschickt wurden. Besonders aus Málaga und anderen Regionen Spaniens habe es Beschwerden gegeben.

„Viele Socios sagen uns, dass sie seit Tagen versuchen, den Klub zu kontaktieren und niemand antwortet ihnen.“

Zudem bezeichnete er es als „seltsam“, dass manche Mitglieder angeblich nur Unterlagen der Kandidatur von Florentino Pérez erhalten hätten.


Kostenlose Busse und Kritik an Bernabéu-Reform

Da rund um den Wahltag in Madrid wegen des Papst-Besuchs sowie weiterer Veranstaltungen mit Verkehrsproblemen gerechnet wird, kündigte Riquelme zusätzliche Maßnahmen an. Seine Kampagne werde kostenlose Busse für Mitglieder organisieren, damit möglichst viele Socios problemlos abstimmen können. Nach eigenen Angaben sollen nicht nur Fans aus Madrid profitieren, sondern auch Mitglieder aus anderen Teilen Spaniens.

Auch die Renovierung des Santiago Bernabéu war Thema im Interview. Riquelme zeigte sich dabei deutlich unzufrieden mit mehreren Aspekten des modernisierten Stadions. Vor allem die Sitzplatzsituation kritisierte er offen.

„Die Sitze sind praktisch dieselben geblieben — man hat sie einfach enger zusammengerückt.“

Trotz der enormen Investitionen sei das Erlebnis für Mitglieder und Touristen laut seiner Ansicht noch weit davon entfernt, „das beste Stadionerlebnis der Welt“ zu bieten.


Wahlkampf wird immer aggressiver

Mit Aussagen über Rodri, angekündigten Superstar-Transfers und Kritik am Wahlprozess verschärft Enrique Riquelme den Ton im Präsidentschaftsrennen gegen Florentino Pérez weiter.

Während Pérez vor allem auf seine historische Erfolgsbilanz setzt, versucht Riquelme zunehmend mit sportlichen Visionen, Transparenz und konkreten Veränderungen zu punkten.

Die kommenden Tage dürften den wohl intensivsten Wahlkampf bei Real Madrid seit fast zwei Jahrzehnten endgültig eskalieren lassen.

QuelleCOPE

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