Real Madrid bleibt unangefochten der Klub mit der größten finanziellen Schlagkraft in LaLiga. Die spanische Liga hat ihre aktualisierten Lohn- und Ausgabenlimits für die Klubs der Primera und Segunda División veröffentlicht – und die Zahlen zeigen erneut die enorme Stabilität der Königlichen.
Während Madrid weiterhin über eine Ausgabenkapazität von 761 Millionen Euro verfügt, steigt der FC Barcelona immerhin auf 432 Millionen Euro – ein Plus von 81,52 Millionen, aber weiterhin deutlich unter dem Wert des Rivalen.
Barcelona auf dem Weg zur Erholung – aber weiter über dem Limit
Der FC Barcelona tastet sich Schritt für Schritt zurück in Richtung finanzieller Normalität. Die Rückkehr ins Camp Nou sorgt für spürbar höhere Einnahmeerwartungen in den kommenden Transferperioden. Das spiegelt sich bereits im neuen Lohnlimit wider:
- September 2025: 351 Mio. €
- März 2026: 432 Mio. €
Doch trotz des Anstiegs bleibt ein Problem bestehen: Barcelona überschreitet sein Limit weiterhin deutlich. Die Gehaltskosten liegen über 500 Millionen Euro – also weit über dem von LaLiga genehmigten Rahmen.
Das bedeutet: Barça muss weiterhin unter den restriktiven 1:4- bzw. 1:2-Regeln operieren, bis das Camp Nou wieder vollständig ausgelastet ist und die Einnahmen den Druck mindern.
Trotzdem: Der Trend zeigt nach oben – langsam, aber stabil.
Real Madrid weit voraus – Atlético stabil auf Platz drei
Die 81,5 Mio. € Anstieg des FC Barcelona wirken beachtlich, doch der Abstand bleibt gigantisch:
329 Millionen Euro trennen Barcelona weiterhin von Real Madrid.
Die Madrilenen halten ihr Ausgabenlimit unverändert bei 761 Mio. € – ein Zeichen ökonomischer Gesundheit, das sich seit Jahren durch die Bilanz zieht.
Auf Rang drei folgt Atlético de Madrid. Die Rojiblancos steigern ihr Limit auf 336 Mio. €, knapp zehn Millionen mehr als im Herbst – auch dank eines aktiven Wintermarkts, unter anderem mit der Verpflichtung von Lookman.
Das Gesamtbild der Liga: Steigende Limits, aber auch klare Unterschiede
Die LaLiga-Klubs der Primera División steigern ihr gemeinsames Ausgabenlimit von
2.704,68 Mio. € (September) auf
2.779,73 Mio. € (März).
Elf Klubs verbessern ihr Limit, darunter:
- Barcelona: 432,80 Mio. €
- Athletic: 132,05 Mio. €
- Espanyol: 57,08 Mio. €
- Atlético: 336,26 Mio. €
- Girona: 76,95 Mio. €
- Valencia: 95,66 Mio. €
- Mallorca, Osasuna, Alavés, Rayo, Oviedo ebenfalls mit Anstiegen
Unverändert bleiben
- Sevilla (22,13 Mio. €)
- Real Sociedad (128,25 Mio. €)
- Villarreal (173,08 Mio. €)
- Celta (91,12 Mio. €)
Rückgänge verzeichnen
- Betis (122,14 Mio. €)
- Levante (17,44 Mio. €)
- Elche (36,86 Mio. €)
- Getafe (34,81 Mio. €)
Wie berechnet LaLiga das Lohnlimit?
Der Límite de Coste de Plantilla Deportiva (LCPD) definiert die maximale Summe, die ein Klub für:
- Gehälter der Profis
- Trainerteam
- amortisierte Ablösesummen
- Sozialabgaben
- Abfindungen
- kollektive Prämien
- Kosten des Reserveteams und der Jugendakademie
ausgeben darf.
Die Formel:
Einnahmen des Klubs minus strukturelle Kosten & geplante Schuldentilgungen
Der Klub schlägt LaLiga sein eigenes Limit vor – das Validierungsgremium genehmigt oder korrigiert es.
Liegt ein Klub über dem Limit, muss er sparen und darf Transfers nur unter restriktiven Bedingungen anmelden.
