Mbappé nach dem Derby: „Wir müssen arbeiten und mehr machen“

Kylian Mbappé hat sich nach der Niederlage gegen Atlético Madrid selbstkritisch gezeigt. Im Gespräch mit der AS in Zürich sprach der Franzose über den Rückschlag im Derby, die Schiedsrichterdiskussion, den Neustart mit Zinédine Zidane bei Frankreich und die anstehende Ballon-d’Or-Entscheidung.

Derby-Niederlage als Rückschritt

Mbappé machte im Interview mit der AS keinen Versuch, die 1:2-Niederlage im Metropolitano kleinzureden. Für den Angreifer war das Ergebnis ein klarer Rückschlag.

Über die Derby-Pleite: „Ja, es war ein Rückschritt. Ein sehr schwieriger. Wir wollten gewinnen und wussten, welche Art von Spiel uns erwartet. Aber die Mannschaft hat alles gegeben. Jetzt müssen wir weitermachen, denn die Saison ist noch sehr lang und wir müssen auf dem richtigen Weg bleiben.“

Der Franzose stellte sich damit hinter die Mannschaft, ohne die eigene Leistung schönzureden.


Keine öffentliche Schiedsrichter-Kritik

Nach dem Derby wurde intensiv über mehrere Entscheidungen des Schiedsrichters diskutiert. Mbappé wollte sich daran jedoch nicht beteiligen.

Über die Schiedsrichterdiskussion: „Ich war nie ein Spieler, der viel über den Schiedsrichter spricht, und damit werde ich jetzt auch nicht anfangen. Natürlich denke ich mir Dinge, aber die behalte ich für mich. So war ich nie und so werde ich auch nicht werden.“

Gleichzeitig machte er deutlich, dass er Fehler gesehen hat.

Über die Entscheidungen: „Der Schiedsrichter ist ein Mensch und macht Fehler. Es waren Fehler. Aber ich will darauf nicht weiter eingehen.“

Damit wählte Mbappé einen deutlich anderen Ton als José Mourinho, der nach dem Spiel sehr scharf mit der Schiedsrichterleistung ins Gericht gegangen war.

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„Wir müssen mehr machen“

Statt den Fokus auf die Entscheidungen des Schiedsrichters zu legen, sieht Mbappé die Verantwortung vor allem innerhalb der Mannschaft.

Über die Reaktion von Real Madrid: „Wir müssen arbeiten und mehr machen. Die anderen können reden, aber wir müssen mehr tun und weiterarbeiten, damit die Begeisterung bei Real Madrid zurückkommt und wieder Titel gewonnen werden.“

Die Botschaft des Franzosen ist damit klar: Nicht die Diskussionen außerhalb des Platzes sollen die Antwort liefern, sondern die Leistung auf dem Platz.


Neue Ära mit Zinédine Zidane

Für Mbappé beginnt nun auch in der französischen Nationalmannschaft ein neues Kapitel. Zinédine Zidane hat das Amt des Nationaltrainers übernommen.

Über die neue Phase bei Frankreich: „Es ist eine neue Etappe mit einem neuen Trainer. Jetzt kommt die Nations League mit vier Spielen. Wir müssen schauen, wie es läuft. Für uns ist das alles neu, weil wir bisher eigentlich nur Deschamps kannten. Das wird eine Veränderung, aber ich glaube, dass alles sehr gut laufen wird.“

Besonders emotional ist die Verbindung zwischen Mbappé und Zidane. Der heutige Nationaltrainer war schon früh Teil von Mbappés Weg zu Real Madrid.

Mbappé erinnerte an eine Begegnung aus seiner Jugend.

Über seine erste Verbindung zu Zidane: „Das ist viele Jahre her. Er war der Erste, der mich abgeholt und zu Real Madrid, in die Trainingsstadt, gebracht hat. Ich war damals 13 oder 14 Jahre alt.“

Heute ist Zidane sein Nationaltrainer.

Über diese Entwicklung: „Jetzt ist er mein Nationaltrainer. Es ist wie in einem Film. Aber es ist großartig. Es ist Realität. Wir befinden uns mit Frankreich in einem neuen Prozess und haben zwei Jahre Zeit, um uns auf die Europameisterschaft vorzubereiten.“


Ballon d’Or: Mbappé bleibt gelassen

Auch der Ballon d’Or war erneut Thema. Eine Woche vor dem Ende des Abstimmungszeitraums wollte Mbappé jedoch keine neue Debatte eröffnen.

Über den Ballon d’Or: „Ich glaube, ich habe schon alles zu diesem Thema gesagt. Einige Leute waren nicht glücklich darüber, dass ich so viel darüber gesprochen habe. Aber es ist, wie es ist.“

Er selbst sieht die Situation inzwischen entspannt.

Über seine Chancen: „Ich bin ruhig. Ich habe alles getan, was ich tun konnte, und ich glaube, dass ich es gut gemacht habe. Jetzt müssen wir einfach abwarten.“


RMXpress Fazit

Mbappé reagiert auf die Derby-Niederlage mit einer klaren Botschaft. Er erkennt den Rückschritt an, beteiligt sich aber nicht an der großen Schiedsrichterdebatte. Stattdessen fordert er mehr Arbeit und mehr Leistung von Real Madrid.

Gleichzeitig beginnt für ihn mit Zinédine Zidane ein neues Kapitel bei Frankreich, das für Mbappé auch eine persönliche Geschichte hat.

Und beim Ballon d’Or? Da sieht sich der Franzose inzwischen in der Rolle des Wartenden. Er hat seinen Teil getan. Jetzt entscheiden andere.

QuelleAS

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