Letzte Einheit vor dem Trofeo Teresa Herrera
Real Madrid hat in der Ciudad Real Madrid das Abschlusstraining vor dem dritten Testspiel der Saisonvorbereitung absolviert. Am Mittwochabend trifft die Mannschaft von José Mourinho im Estadio Riazor auf Deportivo La Coruña. Anstoß bei der 81. Ausgabe des Trofeo Teresa Herrera ist um 21:00 Uhr. Die Partie wird bei Realmadrid TV und RM Play übertragen.
Die Madrilenen begannen die letzte Einheit mit Aktivierungsübungen, Läufen und Rondos auf dem Rasen. Anschließend verlagerte Mourinho den Schwerpunkt auf Pressing- und Ballbesitzübungen, die jeweils mit Torabschlüssen verbunden wurden. Zum Abschluss standen mehrere Spiele auf verkleinertem Feld auf dem Programm.
Tchouaméni arbeitet im Innenbereich
Aurélien Tchouaméni nahm nicht am regulären Mannschaftstraining auf dem Rasen teil und arbeitete stattdessen innerhalb der Trainingsanlagen. Raúl Asencio, Ferland Mendy, Éder Militão und Rodrygo setzen weiterhin ihre jeweiligen Rehabilitationsprogramme fort.
Damit fehlen Mourinho weiterhin mehrere Spieler, während sich der übrige Kader Schritt für Schritt dem vollständigen Trainingsbetrieb nähert.
Mourinho nimmt 21 Spieler mit nach A Coruña
Nach der Einheit veröffentlichte Real Madrid den Kader für die Partie gegen Deportivo.
Torhüter:
Andrij Lunin, Sergio Mestre
Abwehr:
Dean Huijsen, Trent Alexander-Arnold, Álvaro Carreras, Antonio Rüdiger, Denzel Dumfries, Joan Martínez, Lamini, Mario Rivas
Mittelfeld:
Eduardo Camavinga, Federico Valverde, Arda Güler, Bernardo Silva, Cestero, Lacosta, Alexis Ciria
Angriff:
Vinícius Júnior, Endrick, Carlos Espí, Brahim Díaz, Daniel Yáñez
Nicht im Aufgebot stehen damit unter anderem die zuletzt ins Training eingestiegenen Kylian Mbappé, Marc Cucurella, Ibrahima Konaté, Aurélien Tchouaméni, Thibaut Courtois und Yan Diomande. Real Madrid machte in der Kaderbekanntgabe keine näheren Angaben zu den Gründen der einzelnen Nicht-Nominierungen.
Für Real Madrid ist die Begegnung gegen Deportivo das dritte offizielle Testspiel dieses Sommers. Zum Auftakt trennten sich die Königlichen 2:2 von der Fiorentina. Anschließend folgte in Budapest ein 2:1-Erfolg gegen Ferencváros. Mourinho erhält in Riazor nun die nächste Möglichkeit, die taktischen Abläufe seiner Mannschaft zu verfeinern und weitere Spielminuten an die zuletzt zurückgekehrten Profis zu verteilen.
Real Madrid kehrt nach 13 Jahren zur Teresa Herrera zurück
Der Trofeo Teresa Herrera besitzt eine lange Tradition. Real Madrid nahm zuletzt 2013 an dem Turnier teil. Insgesamt konnten die Königlichen die Trophäe bislang neunmal gewinnen: 1949, 1953, 1966, 1976, 1978, 1979, 1980, 1994 und 2013.
Mit einem zehnten Erfolg könnte Mourinho die Vorbereitung um einen weiteren Sieg ergänzen.
Diomande: „Es ist ein Traum, hier zu sein“
Yan Diomande gehört zwar noch nicht zum Kader gegen Deportivo, hat mittlerweile aber seine ersten Trainingseinheiten als Spieler von Real Madrid absolviert.
Anschließend sprach der 19-Jährige bei Realmadrid TV ausführlich über seine ersten Eindrücke.
„Ich bin stolz und glücklich, weil das mein Traum war. Als Kind wollte ich für die größten Vereine der Welt spielen. Ich bin dankbar, hier zu sein, sehr glücklich und stolz. Ich möchte, dass meine Familie stolz auf mich ist.“
Für Diomande gibt es keinen Zweifel an der besonderen Bedeutung seines neuen Klubs.
„Das ist der größte Verein der Welt und jeder möchte hierherkommen. Ich möchte meine Freude mit allen teilen und Teil der Erfolge dieser Mannschaft sein.“
Eine wichtige Rolle bei seinem Transfer spielte offenbar José Mourinho. Diomande bestätigte, dass er bereits vor seinem Wechsel mit dem portugiesischen Trainer gesprochen hatte.
„Ich möchte dem Trainer danken, weil wir vorher ein Gespräch hatten und ich auch wegen ihm – und natürlich wegen des Vereins – hier bin. Ich bin glücklich. Danke für diesen Transfer und danke dem Verein und dem Trainer dafür, dass sie an mich glauben.“
Damit bestätigt der Ivorer, dass Mourinho persönlich an seiner Verpflichtung beteiligt war.
„Früher habe ich sie im Fernsehen gesehen“
Die ersten Tage mit seinen neuen Mannschaftskollegen hinterlassen bei Diomande ebenfalls Eindruck.
„Es ist immer gut, großartige Spieler in der Kabine zu haben. Man lernt von ihnen. Früher habe ich sie im Fernsehen gesehen und heute teilen wir dieselbe Kabine. Das ist unglaublich.“
Für einen 19-Jährigen, der erst vor kurzer Zeit den Durchbruch im europäischen Spitzenfußball geschafft hat, bedeutet der Wechsel nach Madrid damit auch eine erhebliche Umstellung. Diomande bemerkt bereits nach seinen ersten Einheiten, dass bei den Königlichen andere Maßstäbe gelten.
„Es ist anders. Hier ist es härter. Das ist normal, weil es der größte Verein ist. Man muss härter arbeiten als bei anderen Vereinen, wenn man der Beste der Welt sein möchte. Und genau das versuche ich.“
Die Intensität in Valdebebas hatte zuletzt bereits Vinícius Júnior und Brahim Díaz hervorgehoben. Auch Diomandes erste Eindrücke passen damit zu Mourinhos anspruchsvoller Vorbereitung. Abseits des Platzes beschreibt sich der Flügelspieler als eher zurückhaltend.
„Ich bin ein bisschen schüchtern, wenn ich spreche. Ich möchte zunächst die Abläufe innerhalb der Mannschaft kennenlernen, um anschließend dabei zu helfen, gemeinsam viele Erfolge zu feiern.“
Sportlich dürfte genau diese Integration in den kommenden Tagen im Mittelpunkt stehen. Diomande arbeitete nach seinem Medizincheck zunächst individuell, ehe er später erstmals gemeinsam mit der Mannschaft trainierte.
„Wenn Real Madrid anruft, kannst du nicht Nein sagen“
Auf die Frage, warum er sich für Real Madrid entschieden habe, benötigte Diomande keine lange Erklärung.
„Weil es der beste Verein der Welt ist. Wenn Real Madrid dich anruft, kannst du nicht Nein sagen. So einfach ist das.“
Seine Erwartungen für die kommenden Jahre sind entsprechend hoch.
„Ich möchte mit dem Verein viele Erfolge feiern und der Mannschaft helfen, alles zu gewinnen. Ich bin sehr glücklich, hier zu sein, und hoffe, mit diesem Team sehr erfolgreich zu sein. Hala Madrid!“
Während seine Mannschaftskollegen nun zur Trofeo Teresa Herrera reisen, dürfte für Diomande in Valdebebas zunächst die weitere körperliche und taktische Vorbereitung auf seinen ersten Einsatz im weißen Trikot im Mittelpunkt stehen.
