Alles oder nichts in München
Bei Real Madrid gibt es aktuell nur noch ein Thema: die Champions League. Nach dem 1:1 gegen den Girona FC und dem Sieg des FC Barcelona ist der Rückstand in LaLiga auf neun Punkte angewachsen – bei nur noch sieben verbleibenden Spielen. Intern gilt die Meisterschaft damit faktisch als verloren.
Das bedeutet: Alles hängt am Rückspiel im Viertelfinale gegen den FC Bayern München. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel steht das Team von Álvaro Arbeloa vor einer extrem schwierigen Aufgabe.
Trotz der Ausfälle von Thibaut Courtois, Rodrygo Goes und dem gesperrten Aurélien Tchouaméni herrscht innerhalb des Trainerteams Zuversicht. Nach intensiven Analysen ist man überzeugt, dass ein Weiterkommen möglich ist – entscheidend wird jedoch die Leistung der Spieler selbst sein.
Gleichzeitig ist allen im Klub bewusst: Ein Ausscheiden könnte eine titellose Saison bedeuten – und damit weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen, sowohl sportlich als auch strukturell.
Endrick bleibt – Gonzalo García vor Abschied
Während sportlich alles auf der Kippe steht, laufen im Hintergrund bereits wichtige Planungen für die Zukunft. Eine zentrale Entscheidung betrifft den Sturm.
Gonzalo García wird demnach keine Rolle mehr in den langfristigen Planungen spielen. Trotz eines Vertrags bis 2030 und solider Leistungen – unter anderem ein Hattrick gegen Betis – soll der 22-Jährige den Klub verlassen. Ziel ist es, ihm bei einem anderen Verein mehr Spielzeit zu ermöglichen. Ein Modell mit Rückkaufoption, wie es bereits bei Talenten wie Nico Paz oder Jacobo Ramón angewendet wurde, gilt als wahrscheinlich.
Im Gegenzug soll Endrick fest in den Profikader integriert werden. Der Klub hat intern klargemacht, dass der Brasilianer unverkäuflich ist und eine wichtige Rolle in der kommenden Saison einnehmen soll. Auch der Spieler selbst hat Überlegungen zu einem möglichen Wechsel inzwischen verworfen.
Mbappé im Fokus – sportlich und emotional
Der Druck rund um Kylian Mbappé wächst weiter. Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Girona wurde der Franzose – wie auch Vinícius Júnior – von Teilen des Publikums ausgepfiffen.
Für zusätzliche Brisanz sorgte eine strittige Szene in der Schlussphase: Nach einem Ellenbogenschlag von Vitor Reis blieb ein klarer Elfmeterpfiff aus. Arbeloa fand deutliche Worte und sprach von einer Entscheidung, die „hier und auf dem Mond ein Elfmeter“ sei.
Mbappé selbst trug eine Platzwunde davon, die mit drei Stichen genäht werden musste. Sein Einsatz gegen Bayern scheint dennoch wahrscheinlich.
Mittelfeld-Frage: Camavinga oder Pitarch?
Ein zentrales Thema vor dem Rückspiel ist die Besetzung im Mittelfeld. Durch die Sperre von Tchouaméni wird ein Platz im Zentrum frei.
Naheliegend wäre ein Einsatz von Eduardo Camavinga auf der Sechserposition – eine Rolle, in der er sich laut Trainerteam besonders wohlfühlt. Arbeloa testete diese Variante bereits gegen Girona.
Doch auch andere Optionen werden intern diskutiert. Talent Thiago Pitarch könnte überraschend den Vorzug erhalten, während Spieler wie Jude Bellingham, Federico Valverde und Arda Güler gesetzt sind.
RMXpress-Fazit
Real Madrid steht an einem Wendepunkt der Saison. Die Liga ist praktisch verloren, die Champions League wird zur alles entscheidenden Bühne. Gleichzeitig trifft der Klub bereits richtungsweisende Entscheidungen für die Zukunft.
Das Duell in München wird damit mehr als nur ein Spiel – es könnte die gesamte Bewertung dieser Saison und die nächsten Schritte des Vereins maßgeblich prägen.
