Real Madrid gegen Rayo: Mourinho bekommt Optionen im Mittelfeld zurück

Real Madrid will nach der Niederlage bei Betis auch in LaLiga wieder auf die Siegerstraße zurückkehren. Vor dem Heimspiel gegen Rayo Vallecano kehren mehrere Spieler zurück, während José Mourinho vor allem im Mittelfeld neue Möglichkeiten bekommt.

Ausgangslage

Für Real Madrid beginnt der nächste intensive Abschnitt der Saison. Am Samstag, 12. September, um 21:00 Uhr empfängt die Mannschaft von José Mourinho Rayo Vallecano im Santiago Bernabéu.

Die Königlichen gehen mit Rückenwind aus der Champions League in die Partie. Unter der Woche setzte sich Real Madrid mit 2:1 gegen Inter Mailand durch und feierte damit einen erfolgreichen Start in die Ligaphase.

In LaLiga sieht die Situation allerdings etwas anders aus. Nach der 0:1-Niederlage bei Real Betis steht Real Madrid aktuell drei Punkte hinter Tabellenführer Barcelona. Ein weiterer Punktverlust soll deshalb möglichst vermieden werden.

Hinzu kommt der volle Kalender. Das Rayo-Spiel ist der Auftakt zu drei Ligapartien innerhalb von neun Tagen:

  • Samstag: Rayo Vallecano
  • Dienstag: Auswärts bei Elche
  • Sonntag: Derby gegen Atlético Madrid

Mourinho muss deshalb zwischen Belastungssteuerung und dem unmittelbaren Druck, Punkte zu holen, die richtige Balance finden. Rayo reist derweil als klarer Außenseiter ins Bernabéu, will aber genau dort für die Überraschung sorgen.


Personal- & Kader-News

Mourinho bekommt rechtzeitig vor dem fünften Spieltag mehrere wichtige Optionen zurück. Aurélien Tchouaméni sammelte gegen Inter bereits wieder erste Minuten und steht nun erneut zur Verfügung.

Auch Raúl Asencio ist zurück. Der Innenverteidiger trainierte zuletzt wieder mit der Mannschaft und hat seine verletzungsbedingte Pause damit weitgehend überwunden.

Dazu kommt Thiago Pitarch, der ebenfalls wieder im Mannschaftstraining steht und damit die personellen Möglichkeiten im Zentrum erweitert.

Gerade dort war die Situation gegen Inter extrem angespannt. Arda Güler, Eduardo Camavinga und Bernardo Silva fehlten allesamt gesperrt. Mourinho musste deshalb improvisieren und setzte Trent Alexander-Arnold neben Federico Valverde im zentralen Mittelfeld ein. Gegen Rayo stehen die drei wieder zur Verfügung.

Weiterhin im Aufbau befinden sich dagegen Ferland Mendy, Éder Militão und Rodrygo.


Voraussichtliche Aufstellungen

Die größte offene Frage betrifft das zentrale Mittelfeld. Bernardo Silva dürfte gute Chancen auf einen Startelfeinsatz haben. Der Portugiese begann die ersten beiden Ligaspiele von Anfang an, kam anschließend gegen Málaga und Betis von der Bank. Insgesamt absolvierte er bislang 205 von 360 möglichen LaLiga-Minuten. Neben ihm könnte Mourinho zwischen Federico Valverde und Eduardo Camavinga wählen. Valverde wurde in den bisherigen Wochen stark beansprucht und stand praktisch immer auf dem Platz. Von den vier Ligaspielen und dem Champions-League-Auftakt verpasste er nur wenige Minuten. Genau deshalb wäre eine Pause zumindest denkbar. Camavinga dagegen kehrt nach seiner Sperre frisch zurück und könnte gemeinsam mit Bernardo beginnen.

Auch Arda Güler wird nach seiner Champions-League-Sperre wieder erwartet. Der Türke, der seinen Vertrag verlängert haben soll, ist stark in die Saison gestartet und gehört inzwischen klar zum erweiterten Stammkreis. Die Konkurrenz bleibt allerdings groß.

Mbappé, Vinícius und Bellingham sind aktuell praktisch gesetzt. Für Güler geht es deshalb darum, seine Rolle weiter zu festigen und die nächsten Chancen konsequent zu nutzen.

In der Defensive dürfte Mourinho zunächst auf Kontinuität setzen.

Thibaut Courtois steht im Tor.

Davor spricht vieles für die Viererkette, die bereits gegen Inter begann: Dumfries – Konaté – Huijsen – Cucurella

Gerade Cucurella etabliert sich zunehmend auf der linken Seite.

Mögliche Aufstellung Real Madrid: Courtois – Dumfries, Konaté, Huijsen, Cucurella – Bernardo Silva, Valverde/Camavinga – Arda Güler, Bellingham, Vinícius Jr. – Mbappé

Die zentrale Frage bleibt also: Valverde oder Camavinga neben Bernardo?


Stimmen zum Spiel

José Mourinho machte vor der Partie deutlich, dass er nicht zwingend von Rotation sprechen möchte, aber durchaus frische Energie ins Team bringen will: „Ich werde nicht sagen, wer spielt. Ich denke nicht an die drei kommenden Spiele, sondern nur an morgen. Ich will gewinnen. Aber es gibt Raum für neue Energie. Vielleicht ist es keine klassische Rotation, aber wir können Spieler mit sehr viel Benzin in den Beinen bringen. Gegen Inter haben wir unglaublich viel gearbeitet. Jetzt bekommen wir Camavinga, Bernardo und Arda zurück. Wir haben eine starke Gruppe und können Spielern mit frischen Beinen Chancen geben, während andere etwas Ruhe bekommen.“

Auch vor Rayo warnte Mourinho davor, den Gegner zu unterschätzen: „Sie kommen nach einem Sieg zu uns und haben ihre Qualität gezeigt. Wir müssen morgen sehr konzentriert sein.“

Beñat San José (Trainer Rayo Vallecano): „An unserer Herangehensweise ändert sich nichts. Wir beginnen die Woche mit dem Fokus auf Rayo, darauf, was wir verbessern und weiter ausbauen müssen. Danach folgt die Analyse des Gegners. Wir werden versuchen, mit unserer eigenen Spielweise zu überzeugen. Natürlich ist Real Madrid eine Mannschaft, die man sowohl in ihrer Spielweise als auch in Bezug auf die einzelnen Spieler genau kennen muss, denn diese sind auf hohem Niveau und machen jederzeit den Unterschied aus. Wir sind eine sehr ausgewogene Mannschaft, und genau diese Seite muss am Samstag zum Vorschein kommen.“


Statistik & Wissenswertes

Real Madrid geht nach vier Ligaspielen mit neun Punkten in die Partie. Damit stehen die Königlichen bei zehn erzielten Toren und drei Gegentreffern.

Kylian Mbappé führt die interne Torjägerliste weiter an und kommt nach vier Ligaspielen auf vier Treffer.

Jude Bellingham und Arda Güler gehören ebenfalls zu den prägenden Spielern des Saisonstarts.

Ein weiterer interessanter Punkt ist die Belastung von Federico Valverde. Der Uruguayer hat bislang nahezu jede mögliche Minute absolviert und könnte gerade deshalb gegen Rayo erstmals stärker geschont werden.

Für Mourinho bietet die Partie zudem die Möglichkeit, nach dem improvisierten Mittelfeld gegen Inter wieder auf deutlich natürlichere Rollen zurückzugreifen.

Die kommenden Tage werden für die Belastungssteuerung entscheidend. Nach Rayo folgen unmittelbar Elche und Atlético Madrid. Gerade deshalb dürfte Mourinho seinen breiten Kader nun stärker nutzen. Die Rückkehr von Camavinga, Bernardo, Güler, Tchouaméni, Asencio und Thiago kommt dafür zum richtigen Zeitpunkt.


RMXpress Fazit

Real Madrid geht als klarer Favorit in das Stadtduell, darf Rayo aber nicht unterschätzen. Nach der Niederlage bei Betis und dem erfolgreichen Champions-League-Auftakt gegen Inter geht es nun darum, auch in LaLiga wieder Stabilität aufzubauen. Gleichzeitig beginnt mit drei Ligaspielen innerhalb von neun Tagen eine Phase, in der Mourinho die Breite seines Kaders nutzen muss.

Die Rückkehr von Camavinga, Bernardo, Güler, Tchouaméni, Asencio und Thiago verschafft ihm dafür deutlich mehr Möglichkeiten. Besonders spannend wird die Besetzung des Mittelfelds. Valverde hat bislang enorme Belastung gesammelt, während Camavinga und Bernardo mit frischen Beinen zurückkehren.

Das Ziel ist dennoch eindeutig: Im Bernabéu dürfen gegen Rayo keine weiteren Punkte liegen bleiben.

RMXPRESS STATS

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