Aufstellung: Lunin ersetzt Courtois, Bernardo Silva rückt ins Zentrum
Kurz vor dem Clásico musste José Mourinho seine Planung verändern. Thibaut Courtois fiel wegen einer Grippe aus, sodass Andrij Lunin im Camp Nou das Tor von Real Madrid hütete.
Mourinho setzte auf ein dicht besetztes Mittelfeld. Bernardo Silva begann neben Aurélien Tchouaméni, während Arda Güler und Jude Bellingham ebenfalls regelmäßig zentrale Positionen einnahmen. Federico Valverde verteidigte erneut auf der rechten Seite und sollte bei Ballbesitz zusätzliche Präsenz im Mittelfeld schaffen.
Der gesperrte Vinícius Júnior wurde auf dem linken Flügel von Yan Diomande vertreten. Der 19-Jährige unterstützte Cucurella gegen Lamine Yamal und blieb gleichzeitig einer der gefährlichsten Spieler im Umschaltspiel. Im Angriff führte Kylian Mbappé die Königlichen an.
Real Madrid: Lunin; Valverde, Konaté, Huijsen, Cucurella; Tchouaméni, Bernardo Silva; Arda Güler, Bellingham, Yan Diomande; Mbappé.
FC Barcelona: Joan García; Xavi Espart, Cubarsí, Gerard Martín, Cancelo; Pedri, Rodri; Lamine Yamal, Fermín López, Gordon; Raphinha.
Erste Halbzeit: Mourinhos Mittelfeldplan greift
Real Madrid überließ Barcelona zunächst mehr Ballbesitz und positionierte sich kompakt in der eigenen Hälfte. Die zurückhaltende Spielweise war jedoch keine reine Abwehrhaltung. Sobald sich eine Möglichkeit zur Balleroberung ergab, suchten die Königlichen schnell den Weg nach vorn.
Die erste gefährliche Aktion gehörte Arda Güler. Der Türke trieb den Ball aus dem Mittelfeld bis an den Strafraum, setzte seinen Abschluss jedoch über das Tor. Barcelona kontrollierte die Partie zunächst eher in der Breite als in Richtung des Madrider Strafraums. Zwei Distanzversuche von Gordon brachten keine Führung.
Mit zunehmender Spielzeit rückte Real Madrid höher auf. Tchouaméni gewann wichtige Zweikämpfe und stabilisierte das Zentrum, während Bernardo Silva dabei half, Barcelonas erste Pressinglinie mit kontrollierten Pässen zu überspielen. Über die linke Seite sorgte Diomande regelmäßig für Unruhe.
Der Ivorer stellte Xavi Espart vor große Probleme. Barcelonas Rechtsverteidiger musste später offenbar mit einer Verletzung am Sprunggelenk ausgewechselt werden. Auf der anderen Seite hielt Marc Cucurella Lamine Yamal weitgehend aus den gefährlichen Räumen heraus.
Trotz der kontrollierten Herangehensweise erspielte sich Barcelona seine Möglichkeiten. Raphinha ließ zwei gute Chancen ungenutzt, während Lunin einen Versuch von Gordon am kurzen Pfosten abwehrte. Der Ukrainer zeigte bei seinem kurzfristigen Einsatz früh, dass sich Real Madrid auf ihn verlassen konnte.
Auch Mbappé fand zunächst kaum Raum hinter Barcelonas Defensive. Einmal entkam er der hohen Abwehrlinie, setzte seine Direktabnahme jedoch deutlich über das Tor. Joan García antizipierte weitere Tiefenläufe des Franzosen aufmerksam.
Die Führung entstand schließlich aus einem konsequent ausgespielten Angriff über die linke Seite. Real Madrid verlagerte den Ball von rechts nach links, Cucurella schickte Diomande und dessen flache Hereingabe wurde von Gerard Martín nur unzureichend geklärt. Der Ball prallte an Mbappé und von dort ins Tor – ein glücklicher Abschluss einer stark vorbereiteten Aktion.
Barcelona reagierte sofort, doch Lamine Yamal vergab seine beste Gelegenheit vor der Pause. Wenig später traf Diomande auf der Gegenseite nur das Außennetz. Real Madrid ging mit einer knappen, aufgrund seiner taktischen Disziplin aber nicht unverdienten Führung in die Kabine.
Zweite Halbzeit: Barça gleicht aus, doch Madrid steht wieder auf
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Barcelona den Druck. Das aggressivere Pressing brachte Real Madrid häufiger in Schwierigkeiten, öffnete den Gästen zugleich aber Räume für Konter. Vor allem Bellingham bekam zweimal die Gelegenheit, eine Überzahlsituation gemeinsam mit Mbappé auszuspielen. Beide Angriffe scheiterten jedoch an ungenauen Entscheidungen.
Nach rund einer Stunde fand Barcelona den Ausgleich. Ein kurz ausgeführter Eckball überraschte die Madrider Defensive. Pedri nutzte den entstandenen Raum und setzte Raphinha im Strafraum ein. Der Brasilianer traf mit einem platzierten Schuss zum 1:1.
Kurz darauf musste der bereits angeschlagene Valverde ausgewechselt werden. Denzel Dumfries übernahm die rechte Abwehrseite, konnte dem Spiel offensiv wie defensiv jedoch nicht dieselbe Stabilität verleihen wie der Uruguayer.
Barcelona wurde nun schneller, direkter und gefährlicher. Gerard Martín kam nach einer Flanke frei zum Kopfball, doch Lunin reagierte aus kurzer Distanz hervorragend. Es war eine Parade, die Real Madrid in einer zunehmend schwierigen Phase im Spiel hielt.
Auch Lamine Yamal gewann nun größeren Einfluss. Der Flügelspieler löste sich häufiger von Cucurella und näherte sich zweimal dem Führungstreffer. Real Madrid verlor zunehmend an körperlicher Frische und musste mehrere längere Druckphasen der Gastgeber überstehen.
Mourinhos Mannschaft blieb trotzdem gefährlich. Arda Güler fand den eingewechselten Eduardo Camavinga, der sich im Laufduell gegen Cubarsí durchsetzte und anschließend uneigennützig auf Mbappé querlegte. Der Franzose vollendete den Konter und erzielte seinen zweiten Treffer des Abends.
Real Madrid verteidigte den Vorsprung anschließend mit großer Geschlossenheit. Die Königlichen überstanden Barcelonas letzte Angriffe und feierten einen 2:1-Auswärtssieg, der das Titelrennen wieder öffnet. Der Rückstand auf den Tabellenführer beträgt nach dem Clásico nur noch drei Punkte.
RMXpress Fazit
Real Madrid gewann diesen Clásico nicht allein wegen Mbappés Toren. Entscheidend waren Mourinhos Anpassungen: die zusätzliche Präsenz im Mittelfeld, Tchouaménis Arbeit vor der Abwehr, Bernardos Ruhe am Ball und Diomandes Bereitschaft, gleichzeitig offensiv wie defensiv Verantwortung zu übernehmen.
Cucurella nahm Lamine Yamal über weite Strecken aus dem Spiel. Als Barcelona nach der Pause stärker wurde, hielt Lunin seine Mannschaft mit einer entscheidenden Parade im Spiel. Der Ersatzkeeper war bei seinem kurzfristigen Einsatz kein Unsicherheitsfaktor, sondern einer der Garanten des Erfolgs.
Dennoch zeigte die zweite Halbzeit auch, woran Real Madrid weiter arbeiten muss. Nach dem Ausgleich verlor die Mannschaft zeitweise die Kontrolle, körperlich baute sie sichtbar ab. Mehrere vielversprechende Konter wurden nicht sauber ausgespielt. Gegen ein druckvolles Barcelona hätte diese Nachlässigkeit den Sieg kosten können.
Doch genau in der schwierigsten Phase fand Real Madrid noch einmal einen Ausweg. Camavingas Dynamik, Gülers Übersicht und Mbappés Abschlussstärke entschieden ein wechselhaftes, intensives und hochklassiges Duell. Die Liga ist wieder offen – und Real Madrid endgültig im Titelrennen angekommen.
Barcelona gegen Real Madrid
Barcelona
Real Madrid
Halbzeit 0:1
Startelf und Ersatzspieler
Real Madrid
4-2-3-1
Barcelona
4-3-3
Ersatzspieler (12)
José Mourinho
Ersatzspieler (12)
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A. Lunin
#13 · Tor · 90 Minuten
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F. Valverde
#8 · Abwehr · 62 Minuten
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A. Tchouaméni
#14 · Mittelfeld · 90 Minuten
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Bernardo Silva
#20 · Mittelfeld · 80 Minuten
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Kylian Mbappé
#10 · Angriff · 90 Minuten
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I. Konaté
#16 · Abwehr · 90 Minuten
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D. Huijsen
#4 · Abwehr · 90 Minuten
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A. Güler
#15 · Mittelfeld · 90 Minuten
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Y. Diomande
#25 · Mittelfeld · 90 Minuten
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Marc Cucurella
#17 · Abwehr · 90 Minuten
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J. Bellingham
#5 · Mittelfeld · 90 Minuten
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I. Voloshyn
#39 · Tor · Nicht eingesetzt
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T. Alexander-Arnold
#12 · Abwehr · 1 Minuten
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E. Camavinga
#6 · Mittelfeld · 10 Minuten
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A. Rüdiger
#22 · Abwehr · Nicht eingesetzt
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Thiago Pitarch
#27 · Mittelfeld · Nicht eingesetzt
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Sergio Mestre
#26 · Tor · Nicht eingesetzt
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Carlos Espí
#19 · Angriff · 1 Minuten
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Endrick
#9 · Angriff · Nicht eingesetzt
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Éder Militão
#3 · Abwehr · Nicht eingesetzt
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D. Dumfries
#24 · Abwehr · 28 Minuten
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Brahim Díaz
#21 · Mittelfeld · Nicht eingesetzt
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#18 · Abwehr · Nicht eingesetzt
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Kylian Mbappé
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Ereignisse und Wechsel
Teamstatistiken
Barcelona
Real Madrid
Die letzten Duelle
14
Siege
6
Siege
Tabelle
Barcelona
10
+29
27
Atletico Madrid
10
+12
25
Real Madrid
10
+15
24
Real Betis
10
+2
20
Real Sociedad
10
+1
19
Sevilla
9
-2
14
Alaves
10
+3
12
Athletic Club
9
+3
12
Celta Vigo
10
+3
12
Villarreal
10
+1
12
Deportivo La Coruna
10
+0
11
Osasuna
9
-8
11
Racing Santander
10
-11
11
Levante
10
-3
10
Elche
10
-3
10
Rayo Vallecano
9
-8
9
Getafe
10
-10
9
Espanyol
10
-2
8
Valencia
10
-10
6
Malaga
10
-12
5
