Real Madrid erneut wertvollste Fußballmarke der Welt

Real Madrid führt das Brand-Finance-Ranking der wertvollsten Fußballmarken zum dritten Mal in Folge an. Der Markenwert steigt auf einen Rekord von 2,4 Milliarden Euro, während die Königlichen zugleich zum fünften Mal nacheinander als stärkste Fußballmarke der Welt eingestuft werden.

Real Madrid verteidigt Platz eins im Markenranking

Real Madrid bleibt nach Angaben von Brand Finance die wertvollste Fußballmarke der Welt. Im aktuellen Bericht „Football 50-2026“ belegt der spanische Rekordmeister zum dritten Jahr in Folge den ersten Platz. Der Markenwert des Klubs stieg dabei um 25 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 2,4 Milliarden Euro. Damit baut Real Madrid seine Stellung im internationalen Fußballgeschäft weiter aus.


Erster Fußballklub über der Zwei-Milliarden-Marke

Brand Finance hebt besonders hervor, dass Real Madrid im mehr als 20-jährigen Bestehen des Rankings als erster Fußballverein einen Markenwert von mehr als zwei Milliarden Euro erreicht hat. Die Entwicklung steht in direktem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Stärke des Klubs.

Real Madrid erzielte im Geschäftsjahr 2025/26 erneut Rekordeinnahmen von 1,221 Milliarden Euro. Damit stellte der Verein nach Angaben von Brand Finance bereits zum dritten Mal in Folge einen neuen weltweiten Umsatzrekord im Fußball auf. Auch im weltweiten Vergleich der Topklubs setzt sich damit eine Entwicklung fort, die den Fußball immer stärker zu einem globalen Wirtschaftsfaktor macht.


Top 50 inzwischen 23,9 Milliarden Euro wert

Der Bericht zeigt, wie stark der Markenwert des internationalen Klubfußballs in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Die 50 wertvollsten Fußballmarken der Welt kommen 2026 gemeinsam auf einen Markenwert von 23,9 Milliarden Euro. Seit 2012 entspricht das einem Wachstum von 220 Prozent.

Besonders stark konzentriert sich dieser Wert an der Spitze. Allein die Top 10 kommen zusammen auf 14,9 Milliarden Euro und stehen damit für mehr als die Hälfte des gesamten Markenwerts der 50 führenden Klubs. Seit 2012 ist der Markenwert dieser zehn Vereine sogar um 250 Prozent gestiegen und damit schneller als der Wert der gesamten Top 50.

Zusätzlich beziffert Brand Finance den kombinierten Unternehmenswert der 50 größten Klubs auf 79,7 Milliarden Euro. Die Zahlen unterstreichen, dass die führenden Fußballvereine längst nicht mehr nur Sportinstitutionen sind. Ihre Marken gehören inzwischen zu den bedeutendsten kommerziellen Vermögenswerten im globalen Sport und können mit großen Franchises anderer Sportarten konkurrieren.


Bernabéu wird zum wichtigen Wachstumstreiber

Eine zentrale Rolle bei Real Madrids Entwicklung spielt das modernisierte Santiago Bernabéu. Brand Finance verweist darauf, dass die Saison 2025/26 das erste vollständige Geschäftsjahr war, in dem das umgebaute Stadion nahezu mit voller Kapazität betrieben werden konnte. Das hatte direkte Auswirkungen auf verschiedene Einnahmebereiche. Besonders die Erlöse aus Spieltagen, Hospitality-Angeboten, dem Museum und dem Tourismus rund um das Stadion legten deutlich zu.

Damit entwickelt sich das Bernabéu immer stärker von einer klassischen Fußballarena zu einem zentralen wirtschaftlichen Baustein des gesamten Vereins.


Die Plätze zwei bis fünf

Auf Platz zwei folgt weiterhin der FC Barcelona. Der Markenwert der Katalanen stieg laut Brand Finance um 15 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro. Dabei profitiert Barcelona sowohl von sportlichen Erfolgen als auch von der schrittweisen Rückkehr ins Spotify Camp Nou nach mehr als zwei Jahren außerhalb des eigenen Stadions. Während der temporären Ausweichphase soll Barcelona jährlich rund 100 Millionen Euro an entsprechenden Einnahmen verloren haben.

Eine der größten Überraschungen des Rankings ist der Aufstieg des FC Arsenal. Die Londoner verbessern sich um fünf Positionen und erreichen mit Rang drei ihre bislang beste Platzierung im Football-50-Ranking. Der Markenwert stieg um 28 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Entscheidend war vor allem der sportliche Erfolg. Arsenal gewann erstmals seit 22 Jahren wieder die Premier League und erreichte zusätzlich das Finale der Champions League.

Auch der FC Bayern München verbessert sich deutlich. Der deutsche Rekordmeister klettert um zwei Plätze und liegt nun auf Rang vier. Brand Finance verweist dabei auf ein weiteres Rekordgeschäftsjahr mit Wachstum bei TV-Einnahmen, kommerziellen Erlösen und Spieltagseinnahmen. Sportlich untermauerte Bayern diese Entwicklung mit einem nationalen Triple aus Bundesliga, DFB-Pokal und deutschem Supercup.

Paris Saint-Germain komplettiert die Top fünf und gehört zu nur zwei Vereinen in den Top 10, die ihre Platzierung aus dem Vorjahr halten konnten. Der Markenwert des französischen Hauptstadtklubs stieg um zehn Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Sportlich verlief die Saison außergewöhnlich erfolgreich. PSG gewann die Champions League, Ligue 1, den UEFA-Supercup, den FIFA Intercontinental Cup sowie die Trophée des Champions. Trotz dieser Titelfülle reichte es im Markenranking nicht zu einem Sprung nach vorne. Der Klub bleibt auf Rang fünf.



Real Madrid bleibt auch stärkste Fußballmarke der Welt

Neben dem reinen Markenwert bewertet Brand Finance zusätzlich die sogenannte Markenstärke. Dabei werden unter anderem Investitionen in Marketing, die Wahrnehmung bei relevanten Interessengruppen sowie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt. Auch in dieser Kategorie bleibt Real Madrid an der Spitze. Die Königlichen erreichen 95,8 von 100 möglichen Punkten und erhalten damit die höchste Bewertung.

Besonders bemerkenswert ist die Konstanz. Real Madrid wird von Brand Finance bereits zum fünften Jahr in Folge als stärkste Fußballmarke der Welt eingestuft. Damit bestätigt der Klub nicht nur seine wirtschaftliche Größe, sondern auch die außergewöhnliche Stabilität seiner internationalen Wahrnehmung. Während der Markenwert stärker von wirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst wird, misst die Markenstärke zusätzlich, wie tief ein Verein bei Fans, Partnern und im globalen Markt verankert ist.


RMXpress Fazit

Real Madrids Spitzenposition im Brand-Finance-Ranking ist mehr als nur ein Marketingtitel. Der Markenwert von 2,4 Milliarden Euro, ein Wachstum von 25 Prozent und die Bewertung von 95,8 Punkten zeigen, wie eng sportliche Strahlkraft, wirtschaftliche Entwicklung und globale Reichweite inzwischen miteinander verbunden sind. Besonders das neue Bernabéu zahlt zunehmend auf diese Entwicklung ein. Gleichzeitig zeigt der Blick auf Barcelona, Arsenal, Bayern und PSG, wie stark sich der wirtschaftliche Wettbewerb zwischen Europas Topklubs verschärft.

Dass die 50 größten Fußballmarken inzwischen gemeinsam 23,9 Milliarden Euro wert sind und allein die Top 10 mehr als die Hälfte davon auf sich vereinen, verdeutlicht zugleich die enorme Konzentration an der Spitze. Real Madrid bleibt dabei weiterhin der Maßstab.

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