Last‑Minute‑Drama im Balaídos: Real Madrid ringt Celta nieder – Valverde entscheidet in der 94. Minute

Real Madrid hat sich in Balaídos einen Sieg erkämpft, der mehr war als nur drei Punkte. Fede Valverdes Treffer in der 94. Minute beendete nicht nur die Serie von zwei Liga‑Niederlagen, sondern rettete auch eine Partie, die Real ebenso gut hätte verlieren können. Celta Vigo spielte mutig, intensiv, strukturiert – und war dem Sieg nahe, als Iago Aspas in der 88. Minute nur den Pfosten traf. Doch am Ende entschied Real ein Spiel, das beide verdient gehabt hätten – und das Madrid spielerisch wie mental einen Schritt zurück zu alter Identität brachte.

Arbeloas Überraschung: Mendy startet – Valverde überall

Vor der Partie erwarteten viele ein Celta mit langen Ballbesitzphasen und ein Real, das auf Konter wartete. Doch Arbeloa stellte diese Prognose schnell auf den Kopf.
Auf der linken Seite startete überraschend Ferland Mendy, der in dieser Liga-Saison bisher erst eine Minute gespielt hatte.

Im Zentrum kam Nachwuchsspieler Thiago Pitarch zurück, Brahim Díaz bekam den Vorzug vor Gonzalo und Fede Valverde spielte gefühlt auf drei Positionen gleichzeitig: mal rechter Wingback, mal Achter, mal falsche Neun.

Sein Arbeitspensum sollte später entscheidend werden.


Madrid geht in Führung – Tchouaméni vollendet Eckball-Variante

Die Madrilenen fanden früh in die Partie. Nach einer starken Verlagerung von Trent Alexander‑Arnold tauchte Vinícius Jr. vor Radu auf, traf aber im Fallen nur den Pfosten – auch, weil er im letzten Moment von Javi Rodríguez bedrängt wurde.

Kurz darauf prüfte Aurélien Tchouaméni den Celta‑Keeper aus der Distanz, bevor die Führung fiel: eine perfekt einstudierte Eckballvariante.

  • Kurz ausgeführt von Trent
  • Drehung und Übersicht von Arda Güler
  • Ablage an die Strafraumkante
  • Tchouaméni schiebt präzise halbhoch ins linke Eck ein – 0:1

Madrid wirkte stabil, Celta jedoch blieb gefährlich.


Celta schlägt zurück – Williot & Borja Iglesias stellen auf 1:1

Celtas erste große Szene gehörte Borja Iglesias, dessen Schuss Courtois stark parierte. Doch in der Folge fanden die Galicier ihren Rhythmus: kompakt gegen den Ball, gefährlich über die Flügel.

Ein langer Ball hinter Trent genügte, um die Abwehr auszuhebeln. Williot Swedberg gewann das Laufduell, tanzte Trent aus, der nur halbherzig im Zweikampf war und legte clever zurück – und Borja Iglesias vollendete sicher zum 1:1.


Offener Schlagabtausch – Courtois hält Real im Spiel

Real übernahm wieder die Kontrolle, ohne Celta dauerhaft zu dominieren. Besonders auffällig: Miguel Román, der im Mittelfeld der Hausherren glänzend dirigierte und immer wieder mutige Lösungen fand.

Kurz vor der Pause hätte Celta das Spiel fast gedreht: ein schnelles Zusammenspiel über rechts, Flanke Carreira, direkter Abschluss Williot – doch Courtois rettete spektakulär.

Madrid zeigte trotz zehn (!) Ausfällen eine deutlich bessere Mentalität als noch vor wenigen Tagen: aggressiver, präsenter, selbstbewusster.


VAR‑Drama: Handspiel, aber kein Elfmeter

Nach dem Seitenwechsel wurde es hitzig.
Nach einem Eckball beging Celta‑Offensivmann Jutglà ein klares Handspiel. Der VAR holte Díaz de Mera zum Monitor – doch der Schiedsrichter entschied NICHT auf Elfmeter, da zuvor Palacios seinen Gegenspieler leicht geschoben hatte.

Das Balaídos atmete auf – und glaubte plötzlich an mehr.


Aspas scheitert am Pfosten – Valverde erlöst Real

Celta witterte seine Chance und der frisch eingewechselte Iago Aspas hätte alles entscheiden können: Younes brach durch, legte quer, Aspas ließ Asencio mit einer Finte ins Leere rutschen und schloss mit links ab – der Ball sprang vom rechten Pfosten zurück ins Feld.

Madrid war gewarnt.
Und Madrid reagierte.

In der Nachspielzeit starteten die Königlichen einen letzten Angriff:

  • Vinícius dribbelt links, findet aber keinen Weg
  • Pass auf Tchouaméni
  • Weiter zu Trent
  • scharfe Hereingabe
  • Abwehr klärt unzureichend
  • Valverde setzt nach und trifft – unhaltbar durch Marcos Alonso abgefälscht – zum 1:2

Die Bank explodiert, das Balaídos verstummt.
Real gewinnt – spät, glücklich, aber mit Charakter.


RMXpress‑Fazit

Real Madrid gewinnt ein Spiel, das ebenso gut verloren gehen konnte.
Celta beeindruckt weiter mit Mut, Energie und erstaunlicher Klarheit.

Doch Madrid?
Madrid zeigte Reife, Intensität und Siegermentalität – Dinge, die zuletzt fehlten. Valverdes Tor bringt die Königlichen wieder auf einen Punkt an Barcelona heran.

Und manchmal braucht es eben genau so einen Sieg, um eine Saison wieder auf Kurs zu bringen.


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