Güler nach Traumtor aus knapp 70 Metern: „Ich habe gesehen, dass der Torwart nicht richtig steht“

Der türkische Offensivspieler krönt den Sieg gegen Elche mit einem historischen Treffer und überzeugt auch statistisch in nur 32 Minuten Einsatzzeit.

Traumtor krönt starken Auftritt

Arda Güler war der große Protagonist beim Sieg von Real Madrid gegen Elche im Santiago Bernabéu.

Der türkische Spielmacher setzte mit einem spektakulären Treffer aus 68 Metern den Schlusspunkt unter den Erfolg der Königlichen – ein Tor, über das im Bernabéu noch lange gesprochen werden dürfte.

Mit diesem Treffer stellte er zugleich den Rekord für das weiteste Tor der LaLiga-Geschichte ein. Damit zieht er mit Antonio José gleich, der 2004 für CD Numancia gegen Sevilla FC aus einer ähnlichen Distanz traf.

Für Real Madrid war ein Treffer aus der eigenen Hälfte zuletzt vor fast drei Jahrzehnten gelungen: 1995 traf Mikel Lasa aus rund 58 Metern – ebenfalls gegen Sevilla.

Im Interview mit Realmadrid TV erklärte Güler nach dem Spiel die Szene, während er sich die Wiederholung ansah:

„Ich bin sehr glücklich, es war ein unglaubliches Tor. Hier schaue ich zum Torwart und sehe, dass er nicht richtig steht. Also versuche ich es – und dann ist es ein Traumtor.“



Wichtiger Sieg nach dem City-Spiel

Nach der intensiven Partie gegen Manchester City war der Sieg für Real Madrid besonders wichtig. Güler betonte, dass die Mannschaft trotz Müdigkeit unbedingt drei Punkte holen wollte.

„Wir waren ein bisschen müde, aber wir wussten, dass wir dieses Spiel gewinnen mussten. Deshalb war es wichtig, auf alle jungen Spieler zählen zu können, denn mit der Unterstützung der Canteranos konnten wir ein gutes Spiel machen und einen klaren Sieg einfahren.“


Klare Vorgaben von Arbeloa

Auch über Trainer Álvaro Arbeloa sprach der Offensivspieler. Der Coach hatte nach dem Spiel über den Treffer gesagt, allein für dieses Tor habe sich der Kauf einer Eintrittskarte gelohnt. Güler erklärte anschließend auch, welche Rolle Arbeloa von ihm im System erwartet.

„Wir verstehen uns sehr gut mit dem Trainer. Wir stehen sowohl in guten als auch in schwierigen Momenten zusammen. Nach meinem Tor bin ich zu ihm gelaufen und habe mit ihm und der Mannschaft gefeiert. Er verlangt unterschiedliche Dinge von mir – je nachdem, wo ich spiele. Wenn ich tiefer bin, soll ich mehr am Spielaufbau teilnehmen. Wenn ich weiter vorne bin, soll ich zwischen den Linien spielen und für Tiefe sorgen.“


Blick nach Manchester

Der Fokus richtet sich nun bereits auf das nächste große Spiel. Im Rückspiel der Champions League gegen Manchester City will Real Madrid von Beginn an offensiv auftreten.

„Wir müssen von Anfang an auf Sieg spielen. Wenn wir so auftreten, können wir auch weitere Tore erzielen.“


Starke Zahlen in kurzer Einsatzzeit

Neben seinem spektakulären Treffer lieferte Güler auch statistisch eine überzeugende Leistung ab – und das in nur 32 Minuten auf dem Platz.

Arda Güler gegen Elche:

  • 32 Minuten gespielt
  • 1 Tor
  • 1 von 2 Schüssen aufs Tor
  • 38 Ballkontakte
  • 24 von 25 Pässen angekommen (96 %)
  • 2 Key Pässe
  • 4 von 4 langen Pässen erfolgreich
  • 4 von 6 Tackles gewonnen
  • 6 von 8 Zweikämpfen gewonnen
  • 3 Balleroberungen

Eine Leistung, die zeigt, dass der junge Spielmacher nicht nur mit spektakulären Momenten glänzt, sondern auch im Gesamtspiel – besonders defensiv – immer mehr Einfluss gewinnt.

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