Arbeloa fordert Endspurt: „Wir müssen alle sieben Spiele gewinnen“

Álvaro Arbeloa spricht vor dem Spiel gegen Deportivo Alavés über Titel-Druck, seine Zukunft, die gute Beziehung zu Arda Güler und Kritik an Mbappé nach dem Spiel in München.

Álvaro Arbeloa über…

die Herangehensweise an den 33. LaLiga-Spieltag gegen Alavés: „Mit dem gleichen Ehrgeiz, den sie haben. Es ist unser Ehrgeiz, zu gewinnen und vor unseren Fans ein gutes Spiel zu zeigen.“

„Wir müssen alle sieben Spiele gewinnen.“

die aktuelle Situation: „Zwei Saisons ohne Titel… Real Madrid ist der Klub, bei dem die Dinge am häufigsten gut laufen. Es gibt Phasen, in denen es nicht läuft, aber die Mentalität dieses Klubs ist immer, nach vorne zu schauen. Hier reicht es nicht, zu verlieren – aber auch nicht, zu gewinnen. Die Ansprüche sind immer maximal. Wir müssen die sieben verbleibenden Spiele gewinnen.“

seine Zukunft: „Diese Entscheidung liegt nicht in meiner Hand. Meine Zukunft bereitet mir keinerlei Sorgen. Mich beschäftigen diese sieben Spiele und insbesondere das morgige.“

mögliche Kontinuität: „Das sind Entscheidungen des Klubs. Ich habe jede Woche direkten Kontakt mit dem Klub und eine sehr gute Beziehung, aber mein Fokus liegt nur auf morgen. Diese sieben Spiele sind wichtiger, als es scheint.“

„Manchmal ist es leichter, die Champions League zu gewinnen als die Liga.“

eine mögliche Erklärung warum in den letzten 20 Jahren die Liga fast so oft wie die Champions League gewonnen wurde: „Man könnte Erklärungen finden, und viele sind offensichtlich. Wir haben in der Liga definitiv Verbesserungspotenzial. Ich glaube, dass wir in den letzten Monaten bei den großen Spielen besser abgeschnitten haben als gegen Gegner mit weniger Profil. Wenn wir über diese drei Monate sprechen, haben wir noch viel Spielraum. Aber wir haben auch Situationen erlebt, wie zum Beispiel gegen Girona, die dazu führen, dass es für Madrid einfacher ist, die Champions League zu gewinnen als die Liga.“

Führungsspieler in einem möglichen Umbruch: „Wir haben Führungsspieler. Es ist eine sehr junge Mannschaft im Vergleich zu früheren Champions-League-Siegern. Wir verlangen von vielen Spielern vielleicht zu früh zu viel. Aber wir haben viele Leader: Carvajal, Alaba, Militão, Valverde, Bellingham, Mbappé, Vinícius… Gleichzeitig ist es kein einfacher Klub für junge Spieler.“

„Das Gefühl ist: Man hat uns das Halbfinale genommen.“

die Tage nach München: „Gut, wirklich gut. Ich danke euch für das Interesse. Ich bin eine Person mit viel Energie. Ich habe den Stolz des Madridismo gespürt nach dem Spiel. Ich erwarte morgen ein Bernabéu, das vereint und stolz ist. Auf der Straße herrscht das Gefühl, dass uns der Einzug ins Halbfinale vorenthalten wurde. Das ist es, was ich spüren konnte.“

Kritik und Selbstwahrnehmung: „Ich habe in jedem Moment das getan, was ich für richtig hielt, und habe mich nie über den Verein oder die Spieler gestellt. Dem Verein kann ich nur für seine Unterstützung und das Vertrauen danken, das er mir entgegengebracht hat. Alles, was ich gesagt habe, kam aus tiefstem Herzen.“

Camavinga: „Er ist verletzt, wie alle anderen auch. Das war ganz klar ein schwerwiegender Fehler des Schiedsrichters. Es ist offensichtlich, dass er nicht wusste, dass er keine Gelbe Karte hatte; ich halte das für einen sehr schweren Fehler. Und selbst wenn man keine Gelbe Karte hat, beeinflusst das einen Spieler in einem solchen Spiel sehr stark. Camavinga ist enttäuscht, weil er weiß, wie wichtig die Champions League für Real Madrid ist. Er hat mein Vertrauen und das des Vereins, die Zuneigung der Fans, und hoffentlich kann er noch viele Jahre hier bleiben.“

das Verhältnis zur Mannschaft: „Ich habe nicht das Gefühl, dass es eine Art Kumpel-Beziehung ist. Ich glaube, ich habe ein gutes Verhältnis. Ich verstehe Fußball nicht anders. Und das bedeutet nicht, dass man nicht anspruchsvoll ist, dass man sie nicht unter Druck setzen kann… Es ist ein Verhältnis, das man akzeptieren muss, wenn man Spieler ist. Selbst in schwierigen Momenten herrschte in der Kabine immer eine gute Stimmung. Für mich ist das ein Glücksfall und genau so, wie eine Mannschaft sein sollte.“

mögliche Pfiffe: „Das macht mir keine Sorgen, denn ich habe auf der Straße gespürt, dass die Madrid-Fans hinter der Mannschaft stehen. Wir müssen morgen ein gutes Spiel machen, gut spielen und uns den Applaus im Bernabéu verdienen. Wir müssen von Beginn an auf Sieg spielen und das zeigen, sobald der Ball rollt.“

„Arda Güler ist dazu bestimmt Großes zu leisten“

Arda Güler: „Es waren drei sehr intensive Monate. Wir haben eine großartige Beziehung aufgebaut. Als ich hierherkam, hieß es, er sei nicht in der Lage, wichtige Spiele zu bestreiten – und schau dir nur mal seine Leistungen in den K.o.-Spielen gegen Bayern und City an. Ich habe schon immer sein Talent erkannt, seinen Ehrgeiz und die Opferbereitschaft, die ein Spieler wie er mitbringt. Das ist sein Verdienst, denn er hat es verstanden, aus den Fehlern zu lernen, die er auf seinem Weg gemacht hat. Die Saison, die Arda Güler gerade spielt, ist eine große Belohnung. Er ist ein Spieler, der nicht nur dazu bestimmt ist, in der Zukunft Großes zu leisten, sondern dies auch bereits in der Gegenwart tut.“

seine Situation als Trainer, der erst in der Mitte der Saison angefangen hat: „Es ist natürlich nicht dasselbe, erst zur Saisonmitte dazuzukommen, vor allem unter Umständen wie Verletzungen. Aber etwas, das für mich offensichtlich ist, verdient keine weiteren Überlegungen. Wir haben einen großartigen Kader. Ich glaube nicht, dass es einer Revolution bedarf, um um Titel kämpfen zu können. Wir werden wieder um den Sieg kämpfen.“

seine Meinung, dass die meisten Fragen sieben Spiele vor Saisonende seine Zukunft betreffen: „Die Fragen stellt ihr, nicht ich, und es steht euch frei, sie zu stellen. Mich beschäftigen diese sieben Spiele, angefangen mit dem morgigen.“

die Kritik an Mbappé nach dem Spiel in München bezüglich einer Szene, bei der er den Ball nicht auf Vinícius spielte und ob er verärgert war, dass Mbappé nicht gepresst hat, bevor Luis Díaz traf: „Ich kann mich über keine Aktion von Mbappé ärgern. Er hat eine großartige K.o.-Runde gespielt. Er hat in der Verteidigung große Opfer gebracht. Wir schauen uns die Spiele nach dem Ende mehrmals an, und ich bin zufrieden mit der K.o.-Runde, die Mbappé gespielt hat. Er war eine ständige Gefahr für Bayern – und genau das ist der Mbappé, den wir jeden Tag sehen wollen.“

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