RMXpress Radar: Mbappé sorgt intern für Ärger – Mourinho-Gespräche werden konkreter

Bei Real Madrid nehmen die Spannungen rund um Kylian Mbappé weiter zu. Gleichzeitig laufen die Gespräche mit José Mourinho im Hintergrund offenbar intensiver denn je.

Mbappé und Arbeloa: Die nächsten Spannungen

Nach dem 2:0-Sieg gegen Real Oviedo rückte sportlich kaum etwas in den Mittelpunkt. Stattdessen sorgte erneut die Situation rund um Kylian Mbappé für Diskussionen.

Der Franzose stand nicht in der Startelf und wurde erst in der 69. Minute eingewechselt. Nach Abpfiff sprach Mbappé ungewöhnlich offen mit Journalisten – und seine Aussagen schlugen intern hohe Wellen.

„Der Trainer sieht mich aktuell als vierten Stürmer hinter Mastantuono, Vinicius und Gonzalo“, erklärte Mbappé öffentlich. Gleichzeitig betonte er zwar, dass er die Entscheidung akzeptiere, doch intern wurden die Aussagen alles andere als positiv aufgenommen.

Kurz darauf musste sich Álvaro Arbeloa auf der Pressekonferenz fast ausschließlich zu den Aussagen seines Superstars äußern. Der Trainer stellte klar, dass er Mbappé nie als „vierte Wahl“ bezeichnet habe und verwies darauf, dass der Franzose wenige Tage zuvor noch nicht einmal fit genug für den Kader im Clásico gewesen sei.


Frust über Mbappés Verhalten wächst

Die Spannungen zwischen Trainerteam und Spieler sollen bereits vor dem Oviedo-Spiel Thema gewesen sein. Laut mehreren Berichten führten Arbeloa und Mbappé noch vor der Partie ein direktes Gespräch.

Dabei soll Mbappé seinen Unmut über die Reservistenrolle deutlich gemacht haben. Arbeloa wiederum soll intern mehrfach klargestellt haben, dass er mit einigen Entscheidungen und Verhaltensweisen des Franzosen in den vergangenen Wochen unzufrieden gewesen sei.

Besonders kritisch gesehen wurde innerhalb des Vereins weiterhin Mbappés Kurztrip nach Italien während seiner Verletzungspause. Zwar betonte der Spieler erneut öffentlich, dass die Reise vom Klub genehmigt worden sei und das auch andere Spieler verreist sind, doch intern bleibt das Thema ein Reizpunkt.

Auch die Situation rund um den Clásico gegen den FC Barcelona sorgt weiterhin für Diskussionen. Innerhalb des Vereins herrschte offenbar lange Unsicherheit darüber, ob Mbappé überhaupt einsatzfähig sei. Letztlich stand er beim 0:2 im Camp Nou nicht einmal im Kader. Quellen zufolge galt Mbappé bis zum Tag vor dem Spiel als nicht trainingsfähig. Nachdem der Franzose in die Gruppe der Einwechselspieler eingeteilt wurde, brach er die Trainingseinheit wegen Beschwerden ab. Mbappés Umfeld wollte dazu keinen Kommentar abgeben.


Bernabéu-Stimmung erreicht neuen Tiefpunkt

Die Atmosphäre im Santiago Bernabéu gegen Oviedo spiegelte die aktuelle Lage des Vereins deutlich wider. Mit nur etwas mehr als 62.000 Zuschauern wurde die zweitschlechteste Heimkulisse der Saison registriert.

Pfiffe gegen mehrere Spieler waren während der Partie immer wieder zu hören. Besonders laut wurde es bei der Einwechslung von Mbappé. Auch Präsident Florentino Pérez geriet erneut ins Visier der Fans.

Mehrere Banner gegen Pérez wurden von Sicherheitskräften innerhalb weniger Minuten entfernt. Offiziell geschah dies aufgrund fehlender Sicherheitszertifikate hinsichtlich des Brandschutzes für das Material der Transparente.

Die Stimmung rund um den Klub bleibt damit explosiv. Nach dem Clásico-Debakel, den internen Konflikten und den Diskussionen um die Präsidentschaftswahlen wirkt das Umfeld zunehmend angespannt.


Mourinho rückt näher an Real Madrid

Parallel dazu laufen hinter den Kulissen die Gespräche mit José Mourinho weiter. Der Portugiese gilt weiterhin als Wunschlösung von Florentino Pérez für die kommende Saison.

Nach Informationen aus Spanien und England wurden die Kontakte zwischen Real Madrid und Mourinhos Umfeld zuletzt intensiviert. Über seinen Berater Jorge Mendes soll Mourinho bereits erste Vorstellungen für ein mögliches neues Projekt in Madrid präsentiert haben.

Demnach fordert der Portugiese unter anderem defensive Verstärkungen sowie die Möglichkeit, mehrere Mitglieder seines eigenen Trainerstabs mitzubringen.

Bei Benfica hofft man zwar weiterhin auf einen Verbleib des Trainers, doch Mourinhos Ausstiegsklausel macht einen Wechsel weiterhin realistisch. Diese kann wenige Tage nach Saisonende aktiviert werden.

Innerhalb des Vereins gibt es allerdings nicht nur Zustimmung zu einer möglichen Rückkehr des früheren Trainers. Während Florentino Pérez offenbar klar hinter Mourinho steht, sehen andere Stimmen im Klub die Personalie deutlich kritischer.


Vinicius-Verlängerung stockt

Ein weiteres großes Thema bleibt die Zukunft von Vinícius Júnior. Laut mehreren Berichten kommen die Gespräche über eine Vertragsverlängerung aktuell kaum voran.

Florentino Pérez bestätigte zuletzt indirekt, dass es derzeit keine Einigung gibt. Intern wird die Situation aufmerksam beobachtet, auch wenn aus dem Umfeld des Brasilianers betont wird, dass Mourinhos mögliche Rückkehr kein Problem darstellen würde.


RMXpress-Fazit

Bei Real Madrid entsteht zunehmend der Eindruck eines Vereins, der sportlich, emotional und strukturell gleichzeitig unter Druck geraten ist. Die Diskussionen rund um Mbappé zeigen, wie sensibel die Stimmung inzwischen geworden ist. Aussagen, die normalerweise schnell vergessen wären, entwickeln sich aktuell sofort zu einem größeren Thema.

Gleichzeitig arbeitet der Klub bereits intensiv an der Zukunft. Die Mourinho-Gespräche sind längst mehr als ein loses Gedankenspiel, während parallel wichtige Personalfragen – von Vinícius bis zur Trainerposition – offen bleiben.

Die letzten Wochen der Saison wirken deshalb weniger wie ein normaler Saisonabschluss, sondern vielmehr wie der Beginn eines möglichen Umbruchs. Entscheidend wird sein, ob Real Madrid es schafft, die sportliche Qualität des Kaders wieder mit Ruhe, Stabilität und klaren Hierarchien zu verbinden.

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