Real Madrid patzt erneut – Titelkampf wohl entschieden, Fokus jetzt auf Bayern

Die Königlichen kommen im Bernabéu nicht über ein Remis hinaus und verlieren weiter Boden in LaLiga. Der Fokus liegt nun endgültig auf dem Rückspiel gegen Bayern München – die Liga scheint entschieden.

Aufstellung

Trainer Álvaro Arbeloa hatte bereits auf der Pressekonferenz klare Hinweise gegeben – und setzt diese nun konsequent um. Mit Éder Militão, Jude Bellingham und Eduardo Camavinga stehen gleich mehrere Schlüsselspieler in der Startelf, die mit Blick auf das Rückspiel gegen Bayern München dringend Spielpraxis benötigen.

Im Tor bleibt Andriy Lunin gesetzt. In der Defensive setzt Arbeloa auf Rotation: Dani Carvajal und Fran García besetzen die Außenbahnen, während Militão im Zentrum von Raúl Asencio unterstützt wird – eine bemerkenswerte Entscheidung nach den zuletzt turbulenten Wochen des Canteranos.

Im Mittelfeld kehrt Struktur ein: Neben Federico Valverde übernehmen Camavinga und Bellingham zentrale Rollen. Brahim Díaz agiert dabei flexibel zwischen Mittelfeld und Offensive und ersetzt unter anderem die fehlende Präsenz von Aurélien Tchouaméni, der für das Rückspiel gegen Bayern gesperrt ist.

In der Offensive setzt Arbeloa wie erwartet auf seine Topstars: Kylian Mbappé und Vinícius Júnior bilden die Doppelspitze.

Real Madrid: Lunin; Carvajal, Militao, Asencio, Fran García; Valverde, Bellingham, Camavinga; Brahim, Mbappé, Vinicius.

Mit dieser Mischung aus Stammspielern und gezielter Rotation setzt Arbeloa ein klares Zeichen: Der Fokus liegt bereits auf dem entscheidenden Champions-League-Abend in München – doch ein Ausrutscher in der Liga soll unbedingt vermieden werden.

Girona: Gazzaniga; Arnau Martínez, Francés, Vitor Reis, Álex Moreno; Iván Martín, Witsel, Lemar; Tsygankov, Echeverri, Ounahi


Retro LaLiga Spieltag

In der La Liga ist Retro-Woche.

Die La Liga verwendet alte Logos und Grafiken, Girona und das Schiedsrichtergespann tragen alte Trikots.

Real Madrid hat sich nicht bereit erklärt, an dieser Aktion teilzunehmen, daher trägt der Verein die Trikots der aktuellen Saison.


Dominanz ohne Durchschlagskraft

Real Madrid startete mit viel Energie in die Partie und übernahm früh die Kontrolle gegen Girona FC. Die Anfangsphase gehörte klar den Hausherren, die mit hohem Tempo und viel Bewegung in der Offensive versuchten, den Gegner früh unter Druck zu setzen.

Vor allem Kylian Mbappé sorgte mehrfach für Gefahr, doch entweder fehlte die Präzision im Abschluss oder Gironas Defensive war im letzten Moment zur Stelle. Auch Jude Bellingham zeigte sich verbessert und brachte Dynamik aus dem Mittelfeld, während Dani Carvajal auf der rechten Seite immer wieder Akzente setzte.

Trotz dieser Überlegenheit blieb der Ertrag aus. Real spielte gefällig, aber nicht zwingend genug – ein Muster, das sich in dieser Saison immer wieder zeigt. Girona hingegen verteidigte diszipliniert, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und fand nach und nach besser ins Spiel.


Führung, Bruch und der schnelle Ausgleich

Nach der Pause schien sich das Spiel endlich zugunsten der Madrilenen zu drehen. Federico Valverde brach mit einem Distanzschuss den Bann und brachte sein Team verdient in Führung. Der Treffer wirkte wie ein Befreiungsschlag – das Bernabéu war kurzzeitig wieder da.

Doch die Freude hielt nicht lange. Girona reagierte mutig, schob weiter nach vorne und nutzte die zunehmende Unordnung im Spiel der Gastgeber. Der Ausgleich durch Lemar war technisch stark, aber auch symptomatisch für die Probleme der Madrilenen: zu passiv, zu wenig Zugriff, zu wenig Kontrolle im Mittelfeld.

In dieser Phase verlor Real komplett den Rhythmus. Die Ordnung ging verloren, die Aktionen wirkten überhastet – und Girona gewann zunehmend die Oberhand.


Pfiffe und ein bitterer Abend

Die letzten Minuten spiegelten die aktuelle Lage wider. Das Publikum im Bernabéu reagierte zunehmend ungeduldig, Pfiffe waren unüberhörbar. Zu wenig kam von den Stars, insbesondere von Vinícius Júnior und Mbappé, die beide nicht ihren besten Tag erwischten.

Für zusätzlichen Frust sorgte eine umstrittene Szene, als ein möglicher Elfmeter an Mbappé nicht gegeben wurde. Eine Entscheidung, die für Diskussionen sorgen wird – aber nicht über die grundsätzlichen Probleme hinwegtäuschen kann.

Am Ende steht ein weiterer Punktverlust, der im Titelrennen schwer wiegt. Der Abstand auf den FC Barcelona könnte weiter anwachsen – und damit auch die Erkenntnis, dass die Liga kaum noch realistisch ist.


RMXpress-Fazit

Real Madrid hat erneut zwei Gesichter gezeigt: ein dominantes, spielfreudiges Team – und eines, das nach Rückschlägen auseinanderfällt. Genau diese Inkonstanz zieht sich durch die gesamte Saison.

Die Liga scheint nach diesem Abend endgültig außer Reichweite. Umso mehr richtet sich jetzt alles auf die Champions League. In München braucht es nicht nur mehr Effizienz, sondern vor allem mehr Stabilität und Mentalität.

Denn eines ist klar: Mit dieser Leistung wird es kein Wunder geben.


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