Aufstellung
Álvaro Arbeloa setzt vor dem Auswärtsspiel gegen Mallorca ein klares Zeichen – und wirbelt seine Startelf ordentlich durcheinander.
Im Vergleich zum Derby nimmt der Trainer gleich fünf Änderungen vor – die größte Rotation seit seinem Amtsantritt. Besonders auffällig: Vinícius Jr. und Thiago Pitarch sitzen zunächst auf der Bank.
Dafür rückt ein neuer Name in den Fokus:
Manuel Ángel, Kapitän der Castilla, steht erstmals in der Startelf der ersten Mannschaft.
In der Offensive kehrt Kylian Mbappé wie erwartet in die Startelf zurück. Nach seinen Kurzeinsätzen zuletzt ist der Franzose nun wieder bereit für mehr – und bildet gemeinsam mit Brahim Díaz das Angriffsduo.
Für Brahim ist es bereits das sechste Spiel in Folge von Beginn an – ein persönlicher Bestwert im Trikot von Real Madrid.
Der Verzicht auf Vinícius ist dabei bewusst gewählt: Arbeloa hatte bereits im Vorfeld auf die enorme Belastung des Brasilianers hingewiesen.
Der Ausfall von Federico Valverde (Sperre) zwingt Arbeloa zu Anpassungen im Mittelfeld.
Aurélien Tchouaméni bleibt gesetzt, dazu kommen Eduardo Camavinga und Arda Güler.
Die größte Überraschung: Manuel Ángel ersetzt Thiago Pitarch, der nach seinen Einsätzen mit der spanischen U19 geschont wird.

Später Nackenschlag auf Mallorca
Real Madrid hat im Titelrennen der LaLiga einen herben Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Álvaro Arbeloa verliert auswärts gegen RCD Mallorca mit 1:2 – und das auf dramatische Weise.
Nach einem späten Ausgleich durch Éder Militão in der Schlussphase sah es kurz nach einem Punktgewinn aus. Doch nur vier Minuten später schlug Vedat Muriqi in der Nachspielzeit zu und ließ Son Moix explodieren.
Ein bitterer Nachmittag für die Königlichen – sportlich wie mental.
Erste Halbzeit: Chancen da – Effizienz fehlt
Real Madrid begann kontrolliert und hatte das Spiel zunächst im Griff. Vor allem Kylian Mbappé kam früh zu mehreren guten Möglichkeiten, ließ jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen.
Mallorca hingegen zeigte sich effizienter: Kurz vor der Pause traf Manu Morlanes zur Führung (41.). Das Mittelfeld rückte nicht konsequent mit nach hinten und der Spieler der Gastgeber war nach einer Flanke von der rechten Seite alleine im Strafraum, konnte den Ball annehmen und Lunin verladen.
Ein klassisches Szenario: Madrid macht das Spiel – Mallorca macht das Tor.
Zweite Halbzeit: Madrid verliert den Faden
Nach dem Seitenwechsel verlor Real Madrid zunehmend die Kontrolle.
Die Einwechslungen von Vinícius Jr. und Jude Bellingham sollten neue Impulse bringen, doch das Spiel blieb zerfahren. Mallorca verteidigte kompakt und setzte immer wieder Nadelstiche.
Madrid wirkte ungewohnt unsicher – sowohl im Aufbau als auch im Defensivverhalten.
Dann die späte Hoffnung: Éder Militão traf in der Schlussphase zum 1:1 und schien Real Madrid zumindest einen Punkt zu retten. Trent schlug eine Ecke von der rechten Seite und der Brasilianer, der heute sein Comeback feierte, traf nach seiner Einwechslung sehenswert per Kopf.
Doch Mallorca hatte die perfekte Antwort: Vedat Muriqi erzielte in der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer – ein Schlag ins Gesicht für die Königlichen.
Titelrennen unter Druck
Die Niederlage beendet nicht nur die Siegesserie von fünf Spielen – sie hat auch massive Auswirkungen auf das Titelrennen.
Real Madrid bleibt hinter dem FC Barcelona zurück und droht weiter an Boden zu verlieren. Im schlimmsten Fall könnte der Rückstand sogar noch auf sieben Punkte anwachsen, wenn die Katalanen heute Abend gegen Atlético Madrid gewinnen.
Blick auf Bayern: Unruhige Vorzeichen
Der Zeitpunkt der Niederlage ist besonders brisant.
Nur wenige Tage vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Bayern München kassiert Real Madrid einen mentalen Dämpfer.
Die Mannschaft wirkte phasenweise weit entfernt von der Form, die sie zuletzt gegen Manchester City gezeigt hatte.
Der FC Bayern München drehte heute Nachmittag nach 0:2-Rückstand beim SC Freiburg die Partie und gewann dank zwei Treffern in der Nachspielzeit mit 3:2 – eine gelungene Generalprobe.
RMXpress-Fazit
Ein Rückschlag zur Unzeit. Die meisten Spielern von Real Madrid hatten heute nicht die Intensität und Anspannung, die man von jemandem erwarten würde, der um die Meisterschaft spielt.
Real Madrid hatte das Spiel im Griff, ließ jedoch die Chancen liegen – und wurde dafür bestraft. Die defensive Anfälligkeit bleibt ein Problem.
Vor dem Bayern-Duell bleiben mehr Fragen als Antworten.
