Der neuer Trainer will seinen künftigen Kapitän zurück zu alter Stärke führen
Federico Valverde hat eine schwierige Saison hinter sich. Sportliche Schwankungen, Diskussionen um seine Rolle unter Xabi Alonso, der öffentliche Streit mit Aurélien Tchouaméni sowie die Turbulenzen rund um die uruguayische Nationalmannschaft sorgten dafür, dass der Mittelfeldspieler in den vergangenen Monaten immer wieder im Mittelpunkt stand.
Nun soll José Mourinho persönlich dafür sorgen, dass Valverde wieder zur Ruhe findet. Wie aus Spanien berichtet wird, plant der neue Trainer ein ausführliches Gespräch mit dem Uruguayer, sobald dieser Ende Juli nach seinem Urlaub nach Valdebebas zurückkehrt.
Für Mourinho steht fest: Valverde bleibt eine zentrale Figur seines Projekts.
Keine Zweifel an Valverde
Intern soll es keinerlei Überlegungen geben, Valverde die Kapitänsbinde abzunehmen oder ihn sogar zum Verkauf freizugeben. Im Gegenteil: Der 27-Jährige wird als zukünftiger erster Kapitän und als einer der wichtigsten Spieler der Mannschaft angesehen.
Mourinho soll großes Vertrauen in den Mittelfeldspieler haben und ihn als unverzichtbaren Bestandteil seines Teams betrachten. Nach den zahlreichen Diskussionen der vergangenen Monate möchte der Portugiese seinem Führungsspieler nun dabei helfen, den Fokus wieder vollständig auf den Fußball zu richten.
Die Botschaft ist klar: Valverde soll eine der tragenden Säulen des neuen Real Madrid werden.
Eine Saison voller Nebengeräusche
Bereits unter Xabi Alonso geriet Valverde mehrfach in die Schlagzeilen. Besonders seine Aussagen über seine Rolle als Rechtsverteidiger sorgten damals für Diskussionen.
Nach einer Partie erklärte der Uruguayer öffentlich, dass er nicht als Außenverteidiger ausgebildet worden sei und diese Position lediglich aus einer Notsituation heraus gespielt habe. Kurz darauf folgten Spekulationen über ein angespanntes Verhältnis zum Trainerteam.
Valverde sah sich damals sogar zu einem öffentlichen Statement gezwungen und betonte, dass er jederzeit bereit sei, für Real Madrid auf jeder Position zu spielen.
Der Konflikt mit Tchouaméni
Für zusätzlichen Wirbel sorgte wenige Wochen vor Saisonende der öffentlich gewordene Streit mit Aurélien Tchouaméni.
Die Auseinandersetzung zwischen den beiden Mittelfeldspielern entwickelte sich zu einem der großen Themen rund um den Verein und überschattete die letzten Wochen der Spielzeit. Auch damals meldete sich Valverde mit einer persönlichen Erklärung zu Wort und entschuldigte sich für die Situation.
Mittlerweile scheint das Thema allerdings weitgehend abgeschlossen zu sein. Erst heute Nacht wurde bekannt, dass Tchouaméni seinen Vertrag bei Real Madrid bis 2031 verlängern wird. Die Verlängerung gilt als weiteres Zeichen dafür, dass Mourinho sowohl auf den Franzosen als auch auf Valverde langfristig setzt.
Nach Informationen aus dem Umfeld des Vereins möchte der neue Trainer beide Spieler unbedingt halten und sieht sie gemeinsam mit Jude Bellingham und Bernardo Silva als Fundament seines zukünftigen Mittelfelds.
Auch im Nationalteam unter Druck
Die Hoffnung, bei der Weltmeisterschaft Abstand von den Diskussionen rund um Real Madrid zu gewinnen, erfüllte sich für Valverde nicht.
Nach dem überraschenden Vorrunden-Aus Uruguays geriet der Mittelfeldspieler erneut in den Fokus. Berichte über Spannungen innerhalb der Mannschaft und Kritik an den Methoden von Nationaltrainer Marcelo Bielsa sorgten für neue Schlagzeilen.
Auch hier übernahm Valverde Verantwortung und erklärte öffentlich, dass er sich für das enttäuschende Abschneiden verantwortlich fühle.
Mourinho will den Neustart
Nach dem frühen WM-Aus befindet sich Valverde aktuell im Urlaub. In Madrid hofft man, dass die Pause dabei hilft, die vergangenen Monate endgültig hinter sich zu lassen.
Genau hier möchte Mourinho ansetzen. Der Portugiese plant einen persönlichen Neustart mit seinem künftigen Kapitän und will ihn wieder auf sein bestes Niveau bringen.
Für den Trainer gibt es dabei keinen Zweifel: Federico Valverde bleibt eine Schlüsselfigur bei Real Madrid – und soll gemeinsam mit Aurélien Tchouaméni eine tragende Rolle im neuen Projekt übernehmen.
