Aufstellung
José Mourinho setzte bei seinem ersten Pflichtspiel nach der Rückkehr auf drei Sommer-Neuzugänge von Beginn an.
Real Madrid startete mit:
Courtois – Dumfries, Konaté, Huijsen, Carreras – Valverde, Bernardo Silva – Arda Güler, Bellingham, Vinícius Jr. – Mbappé
Damit erhielt Denzel Dumfries den Vorzug vor Trent Alexander-Arnold auf der rechten Abwehrseite. Ibrahima Konaté begann neben Dean Huijsen in der Innenverteidigung, während Álvaro Carreras zunächst vor Marc Cucurella links verteidigte. Bernardo Silva bildete gemeinsam mit Federico Valverde die Doppelsechs. Davor agierte Jude Bellingham zentral, Arda Güler über rechts und Vinícius Júnior auf der linken Seite. Kylian Mbappé führte den Angriff an. Yan Diomande, Marc Cucurella und Carlos Espí begannen zunächst auf der Bank.
Espanyol setzte dagegen auf dieselbe Startelf wie beim 3:0-Erfolg gegen Levante:
Dmitrović – El Hilali, Unai Núñez, Riedel, Hinojo – Urko González, Edu Expósito – Javi Hernández, Dolan, Calatrava – Roberto
Starker Beginn und frühe Führung durch Bellingham
Real Madrid begann mit genau jener Intensität, die Mourinho während der gesamten Vorbereitung eingefordert hatte. Bereits nach wenigen Sekunden gewann Arda Güler den Ball unmittelbar vor dem gegnerischen Strafraum. Espanyol wurde früh unter Druck gesetzt und hatte zunächst große Schwierigkeiten, kontrolliert aus der eigenen Hälfte herauszuspielen.
Die Belohnung folgte bereits nach zehn Minuten. Nach einem Foul an Vinícius brachte Güler einen Freistoß präzise in den Strafraum. Jude Bellingham löste sich von seinem Gegenspieler und köpfte den Ball an Marko Dmitrović vorbei zum 1:0. Der Engländer brauchte damit nach seiner kurzen Vorbereitung kaum Anlaufzeit, um direkt wieder entscheidend zu werden.
Auch danach blieb Real Madrid zunächst gefährlich. Güler zog regelmäßig von der rechten Seite ins Zentrum und öffnete damit den Raum für Dumfries. Der Niederländer schaltete sich offensiv immer wieder ein und kam selbst zu einer guten Gelegenheit, scheiterte jedoch am stark reagierenden Dmitrović. Mourinhos Plan funktionierte in dieser Phase: aggressives Pressing, frühe Ballgewinne und schnelle Angriffe über die Außen.
Doch die Intensität hielt nicht dauerhaft. Espanyol fand zunehmend besser in die Begegnung. Riedel prüfte Courtois, Roberto setzte einen weiteren Versuch über das Tor. Dann folgte der Ausgleich. Javi Hernández setzte sich mit einer starken Einzelaktion im Strafraum durch, verschaffte sich Platz und legte für Álex Calatrava auf. Der Offensivspieler nutzte die Gelegenheit und stellte auf 1:1.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Real Madrid deutlich an Kontrolle verloren. Das anfänglich aggressive Pressing wurde seltener, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen größer. Auch die Partie wurde zunehmend hitziger. Vinícius und Calatrava sahen bereits in der ersten Halbzeit Gelb und bewegten sich anschließend bei weiteren Zweikämpfen auf dünnem Eis. Mbappé versuchte noch vor der Pause, die Führung zurückzuholen. Mit seinem Tempo kam er zweimal gefährlich vor Dmitrović, doch der Espanyol-Keeper rettete jeweils stark. So ging es mit dem Remis in die Kabinen.
Real Madrid drückt – Espí entscheidet das Spiel in der 90. Minute
Nach dem Seitenwechsel sorgte erneut Güler für die erste große Chance. Der Türke brachte einen weiteren präzisen Ball in den Strafraum, Bellingham kam erneut per Kopf zum Abschluss, doch Dmitrović verhinderte mit einer starken Parade den zweiten Treffer des Engländers. Real Madrid hatte nun mehr Ballbesitz, fand gegen das kompakte Espanyol aber nur selten klare Lösungen aus dem Spiel heraus. Mourinho reagierte und brachte mit Yan Diomande und Marc Cucurella frische Kräfte für beide Außenbahnen.
Diomande versuchte immer wieder, über Eins-gegen-eins-Situationen Gefahr zu erzeugen. Espanyol reagierte jedoch aufmerksam und unterstützte Hinojo regelmäßig mit zusätzlicher Absicherung durch Dolan. Auf der anderen Seite suchte Vinícius mehrfach den Weg ins Zentrum, wurde von El Hilali aber häufig nach außen gedrängt. Je länger die Partie dauerte, desto mehr verlagerte sich das Spiel in die Hälfte der Gastgeber. Klare Chancen blieben trotzdem Mangelware. Die beste Möglichkeit dieser Phase hatte Federico Valverde. Sein flacher Abschluss traf lediglich den Fuß des Pfostens.
Mourinho setzte schließlich auf Carlos Espí. Der Neuzugang war genau für solche Situationen verpflichtet worden: Präsenz im Strafraum, körperliche Stärke und die Fähigkeit, aus wenigen Kontakten eine gefährliche Aktion zu erzeugen. In der 90. Minute zahlte sich diese Entscheidung aus. Espí setzte einem Ball nach, den Mbappé bereits verloren geglaubt hatte. Der 21-Jährige behauptete sich, legte sich den Ball zunächst mit zwei Kontakten auf dem linken Fuß zurecht und schuf sich damit den Raum für den Abschluss mit rechts. Dann traf er. 2:1 für Real Madrid. Der Stürmer entschied damit unmittelbar vor Schluss eine Partie, die den Königlichen längst zu entgleiten drohte. Nach seinen starken Auftritten in der Vorbereitung setzte Espí damit auch im ersten Ligaspiel direkt ein Ausrufezeichen.
RMXpress Fazit
Real Madrid gewinnt zum Auftakt – aber der Sieg zeigt gleichzeitig, wie viel Arbeit noch vor José Mourinho liegt. Der Beginn war stark. Pressing, Intensität und schnelle Kombinationen funktionierten, Güler und Bellingham harmonierten hervorragend und die frühe Führung war verdient. Danach verlor Real Madrid jedoch zunehmend die Struktur. Espanyol nutzte die nachlassende Intensität, glich aus und zwang die Königlichen über lange Phasen in ein zähes Spiel.
Dass am Ende trotzdem drei Punkte stehen, liegt vor allem an Carlos Espí. Der Neuzugang bestätigt damit schon im ersten Pflichtspiel, warum Real Madrid ihn verpflichtet hat. Er muss nicht zwingend von Beginn an spielen, um wichtig zu sein. Seine Präsenz, sein Instinkt und seine Fähigkeit, in entscheidenden Momenten im Strafraum aufzutauchen, geben Mourinho eine Option, die dieser Mannschaft zuletzt gefehlt hat.
Der Liga-Auftakt war nicht überzeugend über 90 Minuten. Aber Real Madrid gewinnt. Und nach zwei Jahren ohne Meistertitel sind genau diese drei Punkte zunächst das Wichtigste.
Statistiken
Halbzeit 1:1 Die Abstimmung ist beendet.
Espanyol gegen Real Madrid
Espanyol
Real Madrid
Startelf und Ersatzspieler
Real Madrid
4-2-3-1
Espanyol
4-4-2
Ersatzspieler (12)
José Mourinho
Ersatzspieler (12)
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Thibaut Courtois
#1 · Tor · 90 Minuten
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Dean Huijsen
#4 · Abwehr · 90 Minuten
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Ibrahima Konaté
#16 · Abwehr · 90 Minuten
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#18 · Abwehr · 64 Minuten
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#24 · Abwehr · 80 Minuten
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#5 · Mittelfeld · 80 Minuten
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Vini Jr.
#7 · Mittelfeld · 90 Minuten
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Federico Valverde
#8 · Mittelfeld · 90 Minuten
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Arda Güler
#15 · Mittelfeld · 64 Minuten
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Bernardo Silva
#20 · Mittelfeld · 80 Minuten
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Kylian Mbappé
#10 · Angriff · 90 Minuten
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Andriy Lunin
#13 · Tor · Nicht eingesetzt
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#17 · Abwehr · 26 Minuten
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Antonio Rüdiger
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Eduardo Camavinga
#6 · Mittelfeld · 10 Minuten
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Brahim Díaz
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Jorge Cestero
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Alexis Ciria
#36 · Mittelfeld · Nicht eingesetzt
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Carlos Espí
#19 · Angriff · 10 Minuten
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#25 · Angriff · 26 Minuten
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1
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