Bellingham überragt, Espí schreibt Geschichte: So lief die Länderspielpause der Real-Madrid-Stars

Die lange Länderspielphase ist beendet – und zahlreiche Profis von Real Madrid kehren mit starken Leistungen nach Valdebebas zurück. Jude Bellingham glänzte mit einem Tor und vier Assists, Carlos Espí schrieb mit fünf Treffern Geschichte und auch Vinícius, Brahim und Mbappé trafen. Gleichzeitig musste Real Madrid während der Pause mehrere Verletzungssorgen verkraften.

Nations League: Bellingham wird zum großen Gewinner der Pause

Jude Bellingham gehörte zu den auffälligsten Real-Madrid-Spielern während der internationalen Wochen.

Bereits zum Auftakt gegen Spanien stand der Mittelfeldspieler über 90 Minuten auf dem Platz und bereitete beim 2:3 in Wembley den ersten englischen Treffer durch Anthony Gordon vor. Beim anschließenden 2:0 gegen Tschechien wurde er in der 71. Minute eingewechselt.

Seinen großen Auftritt hatte Bellingham anschließend beim 7:0 gegen Kroatien. Der Real-Star erzielte selbst einen Treffer und bereitete drei weitere Tore vor. Beim abschließenden 3:0 gegen Tschechien stand er erneut in der Startelf und spielte 73 Minuten. Damit beendete er die Pause mit einem Tor und vier Assists.

Zusätzlich erhielt Bellingham eine persönliche Auszeichnung: Die englischen Fans wählten ihn zum besten Spieler der Nationalmannschaft der Saison 2025/26 – zum zweiten Mal in Folge. In der vergangenen Spielzeit hatte er zwölf Länderspiele bestritten und sieben Tore erzielt, sämtlich bei der Weltmeisterschaft.


Cucurella mit drei kompletten Spielen – Huijsen einmal über 90 Minuten

Auch für Marc Cucurella war die Länderspielphase intensiv.

Der Linksverteidiger absolvierte gegen England beim 3:2-Sieg in Wembley die kompletten 90 Minuten. Anschließend spielte er ebenfalls über die volle Distanz beim 4:1 gegen Kroatien und beim 2:1-Auswärtserfolg in Split.

Beim 3:1 gegen Tschechien kam dagegen kein Real-Madrid-Spieler zum Einsatz.

Cucurella kommt damit auf 270 Minuten und drei vollständige Partien.

Dean Huijsen stand beim 4:1 gegen Kroatien ebenfalls 90 Minuten auf dem Platz. Für ihn blieb es bei diesem einen Einsatz. Spanien sicherte sich mit dem abschließenden Sieg in Kroatien vorzeitig das Ticket für das Viertelfinale der Nations League.


Dumfries mit vier Starts und 350 Minuten

Denzel Dumfries gehörte bei den Niederlanden zu den Dauerbrennern.

Beim 1:1 gegen Deutschland spielte der Rechtsverteidiger durch. Es folgten 80 Minuten beim 2:1-Sieg in Serbien sowie erneut jeweils 90 Minuten beim 2:2 gegen Griechenland und beim abschließenden 2:1 gegen Serbien.

Besonders auffällig war sein Auftritt gegen Griechenland. Dumfries erzielte in der zweiten Halbzeit sogar zwei Tore, die jedoch beide aberkannt wurden.

Beim letzten Spiel gegen Serbien war er außerdem an der Entstehung des entscheidenden 2:1 beteiligt. Nach seiner Flanke entwickelte sich die Aktion, die Zirkzee zum Siegtreffer abschloss.

Mit 350 Minuten war Dumfries der am stärksten belastete Madridista dieser Länderspielphase.


Güler überzeugt trotz drei türkischer Niederlagen

Für Arda Güler verlief die Länderspielpause mannschaftlich enttäuschend, individuell zeigte der 21-Jährige aber mehrfach seine Klasse.

Gegen Frankreich spielte er beim 0:1 über die gesamten 90 Minuten. Auch beim 1:4 gegen Italien stand er durchgehend auf dem Platz und gehörte zu den stärksten türkischen Spielern. Dabei kam er unter anderem auf 100 Ballkontakte, 62 erfolgreiche Pässe bei 70 Versuchen, vier erfolgreiche Dribblings und elf gewonnene Duelle.

Beim anschließenden 0:3 gegen Belgien spielte Güler ebenfalls über die komplette Distanz. Er gab vier Schüsse aufs Tor ab, kreierte fünf Chancen und gewann erneut elf Duelle.

Eine weitere Gelbe Karte bedeutete allerdings, dass seine Länderspielphase anschließend vorzeitig beendet war. Für das letzte Duell gegen Italien war er gesperrt.

Insgesamt stehen 270 Minuten für Güler.


Mbappé trifft – und muss anschließend verletzt abreisen

Kylian Mbappé eröffnete die neue Ära unter Zinédine Zidane mit einem Tor. Beim 1:0 gegen die Türkei erzielte Frankreichs Kapitän in der 54. Minute den entscheidenden Treffer. Nur wenige Minuten später musste er allerdings wegen Problemen am linken Knie ausgewechselt werden.

Nach 59 Minuten war sein Spiel beendet. Die französische Föderation diagnostizierte anschließend eine Sehnenverletzung am Knie und schickte Mbappé vorzeitig zurück nach Madrid. Damit blieb es für ihn bei 59 Einsatzminuten und einem Tor während der Länderspielpause.


Camavinga übernimmt nach Mbappés und Konatés Ausfällen

Eduardo Camavinga blieb dagegen bis zum Ende bei der französischen Auswahl. Gegen die Türkei kam er für 13 Minuten zum Einsatz. Beim anschließenden 1:0 in Belgien stand er in der Startelf und absolvierte die kompletten 90 Minuten.

Beim 1:1 gegen Italien kam Camavinga in der 76. Minute auf den Platz. Zum Abschluss gegen Belgien gehörte er wieder zur Startelf und spielte beim 4:1-Erfolg 88 Minuten.

Damit gehörte der Mittelfeldspieler zu den am stärksten eingesetzten französischen Spielern von Real Madrid. Ibrahima Konaté war ursprünglich ebenfalls für Frankreich nominiert, musste den Lehrgang allerdings wegen einer leichten Verstauchung im rechten Knie vorzeitig verlassen.


Vinícius trifft, Endrick legt auf

Brasilien absolvierte während der Pause drei Freundschaftsspiele. Beim ersten 1:1 gegen Australien standen Vinícius Júnior und Endrick gemeinsam in der Startelf und spielten jeweils 64 Minuten.

Im zweiten Duell mit Australien folgte ein deutlich spektakuläreres 4:2. Vinícius spielte 82 Minuten und erzielte den vierten brasilianischen Treffer per Elfmeter. Endrick kam zur zweiten Halbzeit und bereitete das zwischenzeitliche 3:2 durch Bruno Guimarães vor.

Beim abschließenden 4:0 gegen Indien spielte Vinícius die komplette erste Hälfte. Endrick wurde in der 60. Minute eingewechselt.

Damit beendet Vinícius die Länderspielphase mit einem Tor, Endrick mit einer Vorlage.


Espí schreibt mit fünf Toren Geschichte

Die spektakulärste individuelle Leistung eines Madridistas lieferte Carlos Espí. Zunächst kam der Angreifer bei der 1:2-Niederlage der spanischen U21 in Finnland für 16 Minuten zum Einsatz.

Dann folgte das historische 13:0 gegen San Marino. Espí stand in der Startelf, absolvierte die kompletten 90 Minuten und erzielte unglaubliche fünf Tore. Dazu bereitete er zwei weitere Treffer vor. Damit wurde er zum ersten Spieler in der Geschichte der spanischen U21-Nationalmannschaft, der fünf Tore in einem Spiel erzielt hat.

Seine Leistung wurde unmittelbar belohnt. Luis de la Fuente holte den 21-Jährigen anschließend als Ersatz für den verletzten Ferran Torres erstmals zur spanischen A-Nationalmannschaft. Dadurch verließ Espí die U21 vorzeitig und verpasste das eigentlich vorgesehene letzte Qualifikationsspiel gegen Rumänien. Bei den beiden Nations-League-Spielen der A-Auswahl kam er anschließend allerdings nicht zum Einsatz.

Damit lautet seine Bilanz: 106 Minuten, fünf Tore und zwei Assists.


Brahim trifft in der Afrika-Cup-Qualifikation

Brahim Díaz absolvierte mit Marokko zunächst zwei Partien in der Qualifikation für den Afrika-Cup 2027.

Beim 2:0 gegen Gabun blieb er ohne Einsatz. Gegen Lesotho stand der Real-Profi dagegen in der Startelf und erzielte kurz vor der Pause das 1:0. In der 69. Minute wurde er ausgewechselt, Marokko gewann schließlich mit 2:0.

Zum Abschluss folgte ein Freundschaftsspiel gegen Mali in Tanger. Brahim wurde in der 64. Minute eingewechselt und absolvierte die letzten 26 Minuten des 1:1.

Damit nahm der Offensivspieler ein Tor mit zurück nach Madrid.


Diomandé mit viel Spielzeit für die Elfenbeinküste

Yan Diomandé war ebenfalls regelmäßig gefordert. Beim 2:0 gegen Ghana in der Qualifikation für den Afrika-Cup 2027 stand er in der Startelf und absolvierte die komplette Begegnung.

Auch beim 2:0-Auswärtssieg gegen Somalia spielte der Real-Profi die vollen 90 Minuten. Die Partie blieb lange torlos, ehe die Elfenbeinküste durch zwei späte Treffer gewann.

Zum Abschluss folgte das Freundschaftsspiel gegen Kamerun. Bei der 0:1-Niederlage wurde Diomandé in der 60. Minute eingewechselt.

Damit sammelte der 19-Jährige erneut umfangreiche internationale Spielpraxis.


Bernardo Silva nur mit Kurzeinsätzen

Deutlich weniger belastet wurde Bernardo Silva. Beim 1:0 Portugals gegen Wales kam der Mittelfeldspieler nicht zum Einsatz.

Beim anschließenden 2:1 in Norwegen wurde er in der 88. Minute für Pedro Neto eingewechselt. Beim 4:2 gegen Dänemark blieb Bernardo erneut auf der Bank.

Zum Abschluss gegen Norwegen kam er in der 86. Minute ins Spiel. Portugal gewann mit 2:1 und beendete die Phase mit zwölf Punkten als alleiniger Tabellenführer der Gruppe.

Für Mourinho bedeutet das: Bernardo kehrt im Vergleich zu vielen seiner Teamkollegen mit sehr geringer Spielbelastung nach Madrid zurück.


Trent mit Assist

Neben Bellingham konnte auch Trent Alexander-Arnold Akzente setzen. Beim 2:0 in Tschechien stand er in der Startelf und bereitete unmittelbar nach der Pause mit einer präzisen Flanke Gordons Führungstreffer vor. 

Beim 7:0 in Kroatien kam Trent nicht zum Einsatz. Im abschließenden 3:0 gegen Tschechien spielte er dagegen wieder die kompletten 90 Minuten und verpasste früh nur knapp einen sehenswerten Freistoßtreffer.

Damit kommt Trent in dieser Länderspielphase auf 180 Minuten und einen Assist.


Thiago Pitarch trifft für Spaniens U20

Neben den Profis war auch Thiago Pitarch international erfolgreich.

Der Mittelfeldspieler stand im Freundschaftsspiel der spanischen U20 gegen Mexiko in der Startelf und brachte seine Mannschaft bereits in der 16. Minute mit einem starken Distanzschuss in Führung.

Zur Pause wurde er ausgewechselt, Spanien gewann schließlich mit 2:0.

Damit setzte auch ein weiterer Spieler aus dem erweiterten Real-Madrid-Kader während der Länderspielphase ein Ausrufezeichen.


Zwischen Top-Leistungen und Verletzungssorgen

Sportlich fällt die Bilanz aus Real-Madrid-Sicht insgesamt stark aus. Bellingham war mit einem Tor und vier Vorlagen der produktivste Spieler. Espí lieferte mit seinem historischen Fünferpack die außergewöhnlichste Einzelleistung. Vinícius, Brahim und Mbappé trafen ebenfalls, während Endrick und Trent Assists beisteuerten. Dumfries sammelte mit Abstand die größte Belastung und stand viermal in der Startelf.

Gleichzeitig hinterließ die Pause auch Spuren. Mbappé musste verletzt abreisen, ebenso Konaté. Für Mourinho war deshalb neben den sportlichen Leistungen immer auch entscheidend, in welchem Zustand seine Spieler nach Madrid zurückkehren.


RMXpress Fazit

Die zusammengelegte Länderspielphase war aus Sicht Real Madrids außergewöhnlich intensiv. Einige Spieler absolvierten innerhalb weniger Tage vier Partien, andere reisten über mehrere Kontinente. Trotzdem gab es zahlreiche sportliche Höhepunkte.

Jude Bellingham kehrt nach einer überragenden Vorstellung gegen Kroatien mit einem Tor und vier Assists zurück. Carlos Espí schrieb mit fünf Treffern gegen San Marino spanische U21-Geschichte und wurde anschließend erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert. Vinícius, Brahim und Mbappé trafen ebenfalls.

Auf der anderen Seite stehen die Verletzungen von Mbappé und Konaté sowie enorme Belastungen bei Spielern wie Dumfries, Cucurella, Güler und Bellingham.

Für Mourinho beginnt deshalb jetzt die nächste entscheidende Phase: Er muss aus zahlreichen unterschiedlichen Belastungsprofilen möglichst schnell wieder eine gemeinsame Real-Madrid-Mannschaft formen.

Mit dem Ende der Länderspielpause richtet sich der Blick nun wieder vollständig auf den Klubfußball – und auf das nächste Spiel im Santiago Bernabéu.

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