Bellingham sorgt für System-Frage: Wo passt er in Arbeloas Madrid?

Nach der starken Serie ohne ihn muss Arbeloa den Engländer neu integrieren – und steht vor einer der schwierigsten Entscheidungen der Saison.

Luxusproblem für Arbeloa

Jude Bellingham ist zurück – und bringt direkt eine der zentralen Fragen bei Real Madrid auf den Tisch.

Denn während seiner Abwesenheit gewann das Team fünf Spiele in Folge, spielte stabil und überzeugend. Nun muss Álvaro Arbeloa einen Spieler integrieren, der eigentlich unumstritten ist – aber nicht mehr automatisch ins System passt.

Der Trainer brachte es selbst auf den Punkt:

„Das Problem bei Bellingham ist, dass er in so vielen Dingen sehr gut ist.“


Keine klare Position

Genau darin liegt die Schwierigkeit. Bellingham ist kein klassischer Zehner, kein reiner Achter – und auch kein klassischer Offensivspieler.

Arbeloa erklärte die Herausforderung so:

„Er ist sehr gut in Tornähe, aber auch im Spielaufbau. Er kann mit dem Ball viele Linien überspielen. Wenn du in so vielen Dingen gut bist, musst du entscheiden, was das Beste für die Mannschaft ist – und das kann auch vom Spiel abhängen.“

Der Plan des Trainers ist klar:

„Ich muss seinen Platz finden, ihn mit Spielern umgeben, mit denen er eine gute Chemie hat. Es geht darum, das Beste aus seinen Qualitäten herauszuholen.“


Auch England diskutiert

Die Positionsfrage ist kein rein madrilenisches Thema. Auch in der englischen Nationalmannschaft gibt es Diskussionen um die optimale Rolle von Bellingham.

Trainer Thomas Tuchel sieht ihn klar als Zehner. Doch die Konkurrenz ist groß, das System festgelegt – und Bellingham kein automatischer Stammspieler.

In der laufenden Saison kam er bislang nur zu wenigen Einsätzen im Nationalteam und muss sich seinen Platz vor der Weltmeisterschaft erst noch erarbeiten.


Achter, Zehner oder etwas dazwischen?

Auch bei Real Madrid ist die Suche nach der idealen Rolle nichts Neues. Schon unter Xabi Alonso schwankte seine Position zwischen Mittelfeldspieler und offensiver Schaltzentrale.

Ein Systemwechsel hin zu einem 4-2-3-1 sollte ihn näher ans Tor bringen – mit gemischtem Erfolg. Offensiv gefährlicher, aber defensiv anfälliger.

Das Grundproblem bleibt: Bellingham ist kein klar definierter Spieler – sondern ein Hybrid.


Formkurve schwankt

Auch sportlich ist seine Saison bisher nicht konstant.

Mit sechs Toren und vier Assists in 31 Spielen bleibt er deutlich hinter den Zahlen seiner ersten beiden Jahre zurück. Damals war er einer der entscheidenden Offensivspieler – teilweise sogar der torgefährlichste im Team.

Seine stärkste Phase in dieser Saison war kurz, mit Treffern gegen Juventus, Barcelona und Valencia – doch die Konstanz fehlt bislang.


RMXpress-Fazit

Bellingham ist kein Problem – sondern ein Luxusproblem.

Doch genau dieses macht Arbeloas Aufgabe kompliziert. Ein funktionierendes System muss angepasst werden, ohne die Balance zu verlieren.

Die entscheidende Frage bleibt: Baut man das System um Bellingham – oder passt sich Bellingham dem System an?

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