Arbeloa stabilisiert seine Position
Bei Real Madrid hat sich die Lage innerhalb weniger Tage spürbar verändert. Nach zwei Niederlagen in der LaLiga gegen CA Osasuna und Getafe CF stand Trainer Álvaro Arbeloa Anfang des Monats noch unter erheblichem Druck.
Die Antwort der Mannschaft fiel jedoch deutlich aus. Siege gegen Celta Vigo, Manchester City und zuletzt Elche CF haben die Situation komplett verändert.
Vor allem das 3:0 im Champions-League-Hinspiel gegen Manchester City gilt intern als Wendepunkt. Arbeloa, der im Januar nach der Entlassung von Xabi Alonso aus der Akademie zum Cheftrainer befördert wurde, hat damit einen wichtigen sportlichen Beweis geliefert.
Neben den Ergebnissen kommt ein weiterer Faktor gut an: sein Vertrauen in Spieler aus der eigenen Jugend.
Unterstützung aus der Klubführung
Wie The Athletic berichtet, gab es nach der 0:1-Heimniederlage gegen Getafe Anfang März auch eine wichtige Reaktion innerhalb des Vereins.
Real Madrids Generaldirektor José Ángel Sánchez besuchte demnach das Trainingsgelände in Valdebebas und wandte sich direkt an Trainerteam und Spieler.
Die Botschaft: Die Klubführung steht hinter der Mannschaft und dem Trainer. Gleichzeitig rief Sánchez zur Geschlossenheit auf und betonte, dass der Verein weiterhin überzeugt sei, in dieser Saison um Titel kämpfen zu können.
Zu diesem Zeitpunkt lag Real Madrid nach zwei Liga-Niederlagen bereits vier Punkte hinter Tabellenführer FC Barcelona.
Verletzungen bleiben ein Problem
Trotz der positiven Ergebnisse bleibt die Personalsituation angespannt. Für das Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester City fehlen weiterhin mehrere Spieler.
Nicht zur Verfügung stehen derzeit Éder Militão, Raúl Asencio, Ferland Mendy, Dani Ceballos und Rodrygo.
Jude Bellingham und David Alaba sind zwar mit nach Manchester gereist, gelten jedoch noch nicht als vollständig fit. Auch ein Einsatz von Álvaro Carreras ist noch nicht sicher.
Ein möglicher Faktor könnte dagegen Kylian Mbappé werden. Der Angreifer steht nach seiner Knieverletzung wieder im Kader und könnte – je nach Fitnesszustand – Minuten bekommen.
Castilla sorgt für neue Dynamik
Der 4:1-Sieg gegen Elche brachte nicht nur spektakuläre Tore durch Federico Valverde und Arda Güler, sondern auch ein starkes Signal aus der Nachwuchsabteilung.
Mit fünf Spielern aus der Castilla stand zeitweise ein halbes Jugendteam auf dem Platz.
Besonders Thiago Pitarch überzeugte erneut im Mittelfeld bei seinem vierten Startelfeinsatz in Folge. In der zweiten Halbzeit kamen außerdem Dani Yáñez, Diego Aguado, César Palacios und Manuel Ángel ins Spiel.
Yáñez machte sofort auf sich aufmerksam: Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung bereitete er das Tor von Dean Huijsen vor. Aguado wiederum verhinderte mit einer starken Defensivaktion einen möglichen Treffer des Gegners.
Für Arbeloa war dieser Moment besonders emotional. Der Trainer hatte mehrere dieser Spieler selbst in der Jugend trainiert.
Güler wichtig für die Spielstruktur
Auch Arda Güler bleibt ein zentrales Thema innerhalb der Mannschaft.
Nach seinem spektakulären Tor aus 68 Metern gegen Elche umarmte er demonstrativ seinen Trainer und räumte damit indirekt Spekulationen über ein angespanntes Verhältnis aus.
Tatsächlich gehört Güler zu den meist eingesetzten Spielern unter Arbeloa. Mit über 1.100 Spielminuten liegt er nur hinter Vinícius Júnior, Thibaut Courtois und Valverde.
Intern sieht die sportliche Leitung in ihm einen Spieler, der Struktur und Kreativität in ein sehr physisches Team bringen kann. Besonders seine Kombination mit Mbappé gilt als spannendes Projekt für die Zukunft.
Nico Paz im Sommer zurück?
Abseits des Spielfelds sorgte zuletzt auch ein Foto in den sozialen Netzwerken für Gesprächsstoff.
Darauf zu sehen waren Nico Paz, sein Vater Pablo Paz sowie Javier Zanetti, der heute Vizepräsident von Inter Mailand ist.
Während Inter den ehemaligen Madrid-Spieler weiterhin beobachtet, handelt es sich laut Umfeld lediglich um ein privates Treffen.
Der Plan des spanischen Rekordmeisters bleibt unverändert: Real Madrid möchte Nico Paz im Sommer zurückholen. Der Klub besitzt eine Rückkaufoption über rund neun Millionen Euro.
Interesse an Pitarch wächst
Parallel dazu steigt auch das Interesse an einem anderen Talent aus der Akademie: Thiago Pitarch.
Seit seinem Durchbruch in der ersten Mannschaft versuchen mehrere Agenturen, den 18-jährigen Mittelfeldspieler unter Vertrag zu nehmen. Aktuell wird er von der Agentur N29 Football Solution vertreten, die vom ehemaligen Bundesliga-Profi Naldo gegründet wurde.
Zu den Agenturen, die ebenfalls Interesse zeigen, gehören unter anderem YouFirst sowie The Team (früher Wasserman).
RMXpress-Fazit
Die vergangene Woche hat gezeigt, wie schnell sich die Dynamik bei Real Madrid verändern kann. Arbeloa hat sportlich geliefert, die Castilla bringt frische Energie in den Kader – und intern wächst wieder das Vertrauen in die Mannschaft. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte der März für die Königlichen zu einem entscheidenden Wendepunkt der Saison werden.
