Wenig Rotation – Thiago startet erneut
Álvaro Arbeloa nimmt drei Änderungen im Vergleich zur Champions-League-Elf vor. Zwei davon betreffen die Außenverteidiger mit Dani Carvajal und Fran García. Im Mittelfeld rückt Eduardo Camavinga in die Startelf. Thiago Pitarch bleibt erneut gesetzt.
Thibaut Courtois;
Carvajal, Antonio Rüdiger, Dean Huijsen, Fran García;
Federico Valverde, Thiago Pitarch, Aurélien Tchouaméni, Camavinga;
Brahim Díaz und Vinícius Júnior.

Real Madrid erledigt Pflichtaufgabe
Real Madrid hat seine Pflichtaufgabe am 28. Spieltag der LaLiga erfüllt und Elche im Santiago Bernabéu mit 4:1 besiegt.
Der Abend gehörte gleich mehreren Protagonisten: Ein historisches Tor von Arda Güler aus nahezu 70 Metern, eine dominante Vorstellung von Federico Valverde und eine große Bühne für zahlreiche Nachwuchsspieler aus der Akademie.
Mit dem Sieg rückt Real Madrid zudem wieder bis auf einen Punkt an FC Barcelona heran und bleibt im Titelrennen.
Zähes Spiel vor der Pause
Die erste Halbzeit entwickelte sich lange zu einer zähen Angelegenheit. Elche setzte auf viel Ballbesitz, ohne jedoch echte Gefahr auszustrahlen.
Real Madrid wiederum wirkte phasenweise wie ein typisches „Liga-Madrid“ dieser Saison: kontrolliert, aber wenig dynamisch im Angriffsspiel.
Erst kurz vor der Pause fiel der erste Treffer. Nach einem Distanzschuss von Valverde landete der Abpraller im Strafraum, wo Antonio Rüdiger mit einer wuchtigen Volleyabnahme zur Führung traf.
Valverde dominiert erneut
In der 44. Minute – 5 Minuten nach dem 1:0 – übernahm Valverde endgültig die Kontrolle über das Spiel. Der Uruguayer war überall auf dem Platz präsent, kurbelte das Spiel an und belohnte sich schließlich selbst.
Nach einer Kombination mit Fran García setzte er sich an der Strafraumkante durch und traf mit einem präzisen Schlenzer ins rechte Eck zum 2:0.
Der Mittelfeldspieler bestätigte damit seine überragende Form der letzten Tage – mit fünf Toren in den letzten drei Spielen.
Große Bühne für die Nachwuchsspieler
Trainer Álvaro Arbeloa musste aufgrund zahlreicher Ausfälle erneut stark rotieren. Insgesamt standen nur 14 fitte Profis zur Verfügung.
Dafür bekamen heute mehrere Spieler aus der Akademie ihre Chance. Ab der 64. Minute standen sieben Spieler aus der Akademie von Real Madrid auf dem Platz.
Heute standen aus der Castilla Thiago Pitarch, Manuel Ángel, Diego Aguado, Daniel Yáñez und Palacios auf dem Platz.
Yáñez bereitete sogar in der 66. Minute ein Tor vor: Seine Flanke nutzte Dean Huijsen per Kopf zum zwischenzeitlichen 3:0.
Mit 18 Jahren und 351 Tagen ist Daniel Yáñez der zweitjüngste spanische Spieler im 21. Jahrhundert, der für Real Madrid in LaLiga eine Torvorlage geliefert hat.
Elche gelang in der 85. Minute durch ein Eigentor von Manuel Ángel das 3:1. Nach einem Fehler von Eduardo Camavinga resultierte eine flache Hereingabe von rechts. Manuel Ángel will den Ball ins Toraus grätschen, doch er drückt den Ball unglücklich ins eigene Tor.
Güler mit einem Tor für die Geschichte
Der spektakulärste Moment des Abends folgte jedoch durch Güler, der in der 89. Minute zum 4:1 Endstand traf.
Der türkische Offensivspieler bemerkte den weit vor seinem Tor stehenden Keeper und zog aus rund 70 Metern ab. Der Ball segelte über das gesamte Feld und schlug im Tor ein – ein Treffer, der im Bernabéu sofort für Staunen sorgte.
Mit 68 Metern stellt der Türke damit den Rekord für das weiteste Tor in der Geschichte der LaLiga ein. Damit zieht er mit Antonio José gleich, der 2004 für CD Numancia gegen Sevilla FC aus einer ähnlichen Distanz traf. Ein Spieler von Real Madrid hatte zuletzt 1995 aus der eigenen Hälfte getroffen: Mikel Lasa – damals aus 58 Metern ebenfalls gegen Sevilla.
Fokus richtet sich nun auf Manchester
Für Real Madrid war es ein wichtiger Sieg – sportlich wie mental. Die Mannschaft konnte Kräfte sparen und gleichzeitig Selbstvertrauen sammeln.
Denn bereits am Dienstag wartet die nächste große Herausforderung: das Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester City.
Mit der aktuellen Form von Valverde und dem Selbstvertrauen eines Abends voller spektakulärer Momente reist Madrid jedenfalls mit Rückenwind nach Manchester.
RMXpress-Fazit
Der Sieg gegen Elche war mehr als nur ein Pflichtdreier. Real Madrid hielt im Titelrennen den Druck aufrecht, verteilte Spielminuten klug und präsentierte gleichzeitig die Zukunft des Vereins. Während Valverde derzeit das Gesicht der Mannschaft ist, zeigte der Abend mit Talenten aus der Castilla einmal mehr, wie stark die nächste Generation bereits anklopft. Genau diese Mischung aus Gegenwart und Zukunft könnte für die entscheidenden Wochen der Saison noch zum entscheidenden Faktor werden.
