Aufstellung
José Mourinho veränderte seine Startelf im Vergleich zum 4:1 gegen Rayo Vallecano auf mehreren Positionen. Marc Cucurella rückte für Álvaro Carreras in die Mannschaft, Dean Huijsen ersetzte Antonio Rüdiger und Trent Alexander-Arnold begann auf der rechten Abwehrseite anstelle von Denzel Dumfries.
Im Mittelfeld feierte Aurélien Tchouaméni sein Startelfdebüt in dieser Saison und ersetzte Bernardo Silva. Zudem rückte Arda Güler für Jude Bellingham in die Mannschaft. Der Engländer wurde mit Blick auf das anstehende Derby gegen Atlético zunächst geschont.
Damit blieben nur noch drei Feldspieler übrig, die in dieser Saison bislang jedes Pflichtspiel von Beginn an bestritten haben: Vinícius Júnior, Federico Valverde und Kylian Mbappé.
Aufstellung Real Madrid: Courtois – Trent, Konaté, Huijsen, Cucurella – Tchouaméni, Valverde – Diomande, Arda Güler, Vinícius Jr. – Mbappé
Vor dem Spiel: Geste für Ceuta und Ehrung für Cucurella
Beim Einlaufen trugen die Spieler von Real Madrid ein Shirt mit einer Solidaritätsbotschaft für Ceuta. Wir alle sind Caballas“ („Todos somos Caballas“). „Caballas“ ist eine gebräuchliche Bezeichnung für die Einwohner Ceutas. Die Aktion stand im Zusammenhang mit der angespannten Lage in der spanischen Exklave nach den jüngsten Ereignissen. Vinícius, Mbappé und Konaté trugen das Shirt allerdings so, dass die Botschaft „Todos somos Caballas“ auf den Bildern teilweise nicht zu sehen war.
Vor Anpfiff gab es zudem einen besonderen Moment für Marc Cucurella. Elche ehrte den spanischen Nationalspieler für den Gewinn der Weltmeisterschaft.
Auf der überreichten Plakette stand: „In Anerkennung der Weltmeister mit der spanischen Nationalmannschaft – Elche CF – Real Madrid, 15.09.2026.“ („En reconocimiento a los campeones del mundo con la selección española – Elche CF – Real Madrid, 15-09-26.“)
Erste Halbzeit: Arda Güler dirigiert, Real Madrid zieht auf 2:0 davon
Real Madrid begann ordentlich und fand früh über Arda Güler ins Spiel. Der Türke agierte diesmal zentral hinter Mbappé und war praktisch an jeder gefährlichen Aktion beteiligt. Er ließ sich fallen, bot sich zwischen den Linien an und spielte sowohl direkt als auch in die Tiefe. Besonders auffällig war erneut seine Qualität bei ruhenden Bällen. Nach einer Ecke setzte Güler Dean Huijsen perfekt in Szene, dessen Kopfball allerdings zu zentral geriet.
Kurz darauf durfte der 21-Jährige selbst jubeln. Güler trat einen direkten Freistoß in der 25. Minute hart in Richtung Tor. Der Ball sprang an den Pfosten und anschließend an Torhüter Dituro, bevor er die Linie überquerte. Da nicht zweifelsfrei feststand, dass der Ball ohne den Kontakt des Keepers nicht ebenfalls ins Tor gegangen wäre, wurde der Treffer als Eigentor gewertet. 1:0 für Real Madrid.
Die Führung war verdient. Vor allem Vinícius hätte schon früher treffen können. Mehrfach wurde der Brasilianer hervorragend in Szene gesetzt, unter anderem nach einem feinen Pass von Güler. Doch im direkten Duell mit Dituro fehlte ihm gleich mehrfach die Präzision. Auch Mbappé legte ihm eine gute Möglichkeit auf, doch wieder blieb der Abschluss ungenutzt.
Elche versuchte seinerseits, über Morente und Valera Tiefe zu erzeugen und Osorio im Zentrum zu bedienen. Probleme im eigenen Aufbau verhinderten allerdings längere Druckphasen. Eine brisante Szene gab es zudem nach einem Ellbogeneinsatz von Osorio gegen Huijsen. Der VAR griff nicht ein.
Auf der anderen Seite hatte Diomande zuvor bereits Gelb gesehen. Der Ivorer wurde mit zunehmender Spieldauer stärker und zeigte nicht nur Tempo, sondern auch mehr Einbindung in die Kombinationen. Dann bereitete er den zweiten Treffer vor. Diomande setzte sich über rechts durch und brachte den Ball scharf ins Zentrum, wo Mbappé vollendete. 2:0 in der 33. Minute.
Für den Franzosen war es bereits der siebte Saisontreffer. Beim Tor blieb Mbappé nach einem Zusammenprall mit Dituro zunächst liegen, konnte aber weiterspielen. Mit der klaren Führung ging Real Madrid in die Pause.
Zweite Halbzeit: Real Madrid schaltet ab – Elche kommt zurück
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Spiel grundlegend. Real Madrid verlor Tempo, Intensität und Struktur. Die Mannschaft zog sich deutlich weiter zurück und wartete zunehmend auf Konter, die kaum noch entstanden. Elche bekam dadurch mehr Ballbesitz und immer mehr Möglichkeiten, sich in der gegnerischen Hälfte festzusetzen. Diomande arbeitete zwar weiterhin engagiert nach hinten, doch insgesamt wirkte Real Madrid zunehmend geteilt. Mourinho ließ seine Ersatzspieler bereits aufwärmen, wartete mit Veränderungen aber lange.
Elche-Trainer Martín Anselmi reagierte früher und brachte frische Kräfte ins Mittelfeld. Der Druck nahm zu. Mourinho wechselte schließlich Jude Bellingham und Brahim Díaz für den erschöpften Güler und den glücklosen Vinícius ein. Diomande wechselte anschließend auf die linke Seite. Doch kurz darauf fiel der Anschlusstreffer.
Cepeda setzte sich links durch und brachte eine präzise Flanke in den Strafraum. Osorio stieg hoch und köpfte den Ball in der 71. Minute stark nach unten ins Tor. 2:1.
Real Madrid fand auch danach nicht zurück in die Partie. Statt Ruhe in den eigenen Ballbesitz zu bringen, häuften sich einfache Ballverluste. Dann folgte der Ausgleich nur zwölf Minuten später. Cucurella verlor im Spielaufbau den Ball, Elche spielte die Situation anschließend über die rechte Seite sauber aus und Fer Niño traf aus dem Strafraum zum 2:2. Das Martínez Valero explodierte.
Mourinho reagierte nun maximal offensiv. Mit Carlos Espí und Endrick brachte er weitere Angreifer und ging in den letzten Minuten volles Risiko.
Espí wird erneut zum Retter
Espí machte sofort deutlich, warum er in solchen Spielphasen wertvoll ist. Noch vor der 90. Minute kam er nach einer Drehung zum Abschluss und deutete seine Gefahr im Strafraum an. In der Nachspielzeit folgte schließlich die entscheidende Aktion. Bellingham startete über die linke Seite und brachte, nach einer überragenden Einzelaktion, Mbappé in Position. Der Franzose hätte selbst abschließen können, sah jedoch Espí im Zentrum. Der 21-Jährige stand genau dort, wo ein Strafraumstürmer stehen muss, und vollendete zum 3:2. Wie bereits beim Saisonauftakt gegen Espanyol wurde Espí damit in der Schlussphase zum Matchwinner. Real Madrid rettete einen Sieg, den die Mannschaft nach einer starken ersten Halbzeit längst sicher geglaubt hatte.
Carlos Espí
Angriff
5Spiele
2Tore
0Assists
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RMXpress Fazit
Real Madrid gewinnt in Elche – aber die Art und Weise dürfte Mourinho erneut beschäftigen. Die erste Halbzeit war überzeugend. Arda Güler dirigierte das Spiel, Diomande steigerte sich und bereitete einen Treffer vor, Tchouaméni sammelte wichtige Minuten und Mbappé traf erneut.
Doch nach der Pause fiel die Mannschaft wieder in ein bekanntes Muster. Das Tempo verschwand, das Pressing ließ nach und Real Madrid überließ einem bereits zurückliegenden Gegner zunehmend die Kontrolle. Aus einem komfortablen 2:0 wurde ein 2:2.
Dass am Ende trotzdem drei Punkte stehen, ist vor allem Carlos Espí zu verdanken. Der Angreifer beweist erneut, dass er in engen Schlussphasen ein Profil mitbringt, das Real Madrid sonst nur selten besitzt. Der Sieg ist wichtig. Die Warnung vor dem Derby gegen Atlético aber mindestens genauso deutlich.
Elche gegen Real Madrid
Halbzeit 0:2
Startelf und Ersatzspieler
Ersatzspieler (12)
José Mário dos Santos Mourinho Félix
Ersatzspieler (12)
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Thibaut Courtois
#1 · Tor · 90 Minuten
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Dean Huijsen
#4 · Abwehr · 90 Minuten
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#12 · Abwehr · 87 Minuten
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Ibrahima Konaté
#16 · Abwehr · 90 Minuten
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Marc Cucurella
#17 · Abwehr · 90 Minuten
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Vinícius Júnior
#7 · Mittelfeld · 68 Minuten
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Federico Valverde
#8 · Mittelfeld · 90 Minuten
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Aurélien Tchouaméni
#14 · Mittelfeld · 86 Minuten
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Arda Güler
#15 · Mittelfeld · 68 Minuten
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Yan Diomande
#25 · Mittelfeld · 90 Minuten
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Kylian Mbappé
#10 · Angriff · 90 Minuten
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Andriy Lunin
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Raúl Asencio
#2 · Abwehr · Nicht eingesetzt
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Álvaro Carreras
#18 · Abwehr · Nicht eingesetzt
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Antonio Rüdiger
#22 · Abwehr · Nicht eingesetzt
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Denzel Dumfries
#24 · Abwehr · 1 Minuten
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Jude Bellingham
#5 · Mittelfeld · 22 Minuten
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Eduardo Camavinga
#6 · Mittelfeld · Nicht eingesetzt
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Bernardo Silva
#20 · Mittelfeld · Nicht eingesetzt
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Brahim Díaz
#21 · Mittelfeld · 22 Minuten
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Thiago Pitarch
#27 · Mittelfeld · Nicht eingesetzt
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Endrick
#9 · Angriff · 4 Minuten
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Carlos Espí
#19 · Angriff · 3 Minuten
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