RFEF bestätigt Istanbul als Austragungsort
Die Supercopa de España 2027 wird in der Türkei ausgetragen. Der spanische Fußballverband RFEF hat Istanbul offiziell als Gastgeber der kommenden Ausgabe bestätigt.
Gespielt wird zwischen dem 2. und 7. Februar 2027 im traditionsreichen Atatürk-Olympiastadion.
Für den Titel qualifiziert sind Real Madrid, der FC Barcelona, Atlético Madrid und Real Sociedad. Damit treffen in der türkischen Metropole vier der größten Mannschaften des spanischen Fußballs aufeinander.
Für Real Madrid bedeutet die Entscheidung zugleich eine weitere internationale Reise während der laufenden Saison 2026/27.
Istanbul setzt sich gegen sieben Angebote durch
Die Vergabe an Istanbul war das Ergebnis eines umfangreichen Auswahlverfahrens.
Nach Angaben des RFEF wurden sieben Angebote aus verschiedenen Teilen der Welt geprüft, bevor sich der Verband für die türkische Metropole entschied.
Unterstützt wurde die RFEF bei den Verhandlungen von SELA. Das Unternehmen arbeitet bereits seit der Verlegung der Supercopa nach Saudi-Arabien mit dem spanischen Fußballverband bei der Organisation und Weiterentwicklung des Wettbewerbs zusammen.
Istanbul erhielt schließlich den Zuschlag für die Ausgabe 2027.
Supercopa erstmals in der Türkei
Mit der Entscheidung verlässt die Supercopa zumindest vorübergehend ihren gewohnten Austragungsort in Saudi-Arabien.
Das Turnier hat sich in den vergangenen Jahren zu einem international vermarkteten Wettbewerb entwickelt und wird laut RFEF inzwischen in mehr als 150 Ländern übertragen.
Die Ausgabe 2026 gewann der FC Barcelona. Im Februar 2027 erhält Real Madrid nun die nächste Gelegenheit, sich die Trophäe zu sichern.
Das Atatürk-Olympiastadion bietet dafür eine prominente Bühne. Für die Königlichen dürfte insbesondere ein mögliches Aufeinandertreffen mit Barcelona oder Atlético Madrid zusätzliche Brisanz versprechen.
Warum Saudi-Arabien 2027 aussetzt
Der Wechsel nach Istanbul bedeutet allerdings keinen dauerhaften Abschied von Saudi-Arabien.
Der Grund für die Suche nach einem alternativen Austragungsort liegt im internationalen Fußballkalender. Saudi-Arabien richtet im gleichen Zeitraum den Asien-Cup aus, wodurch sich die Termine mit der Supercopa überschneiden.
Die RFEF benötigte deshalb für 2027 einen neuen Gastgeber und entschied sich nach dem internationalen Bewerbungsverfahren für die Türkei. Bereits 2028 soll die Supercopa wieder nach Saudi-Arabien zurückkehren.
Einnahmen sollen dem spanischen Fußball zugutekommen
Neben dem sportlichen Aspekt spielt für die RFEF weiterhin die wirtschaftliche Bedeutung des Wettbewerbs eine wichtige Rolle. Mit dem Vertrag für die Austragung in der Türkei sollen die Einnahmen aus der Supercopa auch während der einjährigen Unterbrechung der Saudi-Arabien-Phase gesichert werden. Nach Angaben des Verbandes profitieren von diesen Erlösen fast 1.000 spanische Vereine aus unterschiedlichen Spielklassen im Männer- und Frauenfußball. Die internationale Vermarktung der Supercopa bleibt damit ein wichtiger Bestandteil der Finanzierungsstrategie des spanischen Verbandes.
Für Real Madrid wird die Reise nach Istanbul Anfang Februar einen besonderen Platz im ohnehin dicht gefüllten Saisonkalender einnehmen. Die Supercopa wird mitten während der laufenden Spielzeit ausgetragen und verlangt den vier Teilnehmern innerhalb weniger Tage zusätzliche hochklassige Begegnungen ab. Für José Mourinho und seine Mannschaft geht es dabei nicht nur um die erste nationale Trophäe des Jahres 2027, sondern möglicherweise auch um direkte Duelle mit den größten nationalen Konkurrenten. Mit Barcelona, Atlético Madrid und Real Sociedad ist das Teilnehmerfeld hochkarätig besetzt.
RMXpress Fazit
Die Verlegung der Supercopa nach Istanbul bringt 2027 eine außergewöhnliche Ausgabe des Wettbewerbs. Statt Saudi-Arabien wird eines der bekanntesten Stadien der Türkei für wenige Tage zum Zentrum des spanischen Spitzenfußballs.
Für Real Madrid eröffnet sich vom 2. bis 7. Februar die Chance auf einen weiteren Titel – und möglicherweise auf ein erneutes Duell mit dem FC Barcelona oder dem Stadtrivalen Atlético Madrid.
Dass die Supercopa bereits 2028 wieder nach Saudi-Arabien zurückkehrt, macht deutlich, dass Istanbul keine grundsätzliche Neuausrichtung darstellt. Die Türkei übernimmt vielmehr für eine Ausgabe, weil die Austragung des Asien-Cups eine Durchführung in Saudi-Arabien 2027 verhindert.
