Cucurella gewinnt mit Spanien den WM-Titel
Marc Cucurella hat seine herausragende Weltmeisterschaft mit dem größten Erfolg seiner Karriere gekrönt. Spanien besiegte Titelverteidiger Argentinien im Finale nach Verlängerung mit 1:0 und gewann zum zweiten Mal nach 2010 die Weltmeisterschaft.
Den entscheidenden Treffer erzielte Ferran Torres in der 106. Minute, nachdem Nico Williams den Ball per Kopf quergelegt hatte.
Spanien dominierte das Endspiel über weite Strecken. Die Mannschaft von Luis de la Fuente verzeichnete 65 Prozent Ballbesitz, 20 Torschüsse und zwölf Abschlüsse auf das Tor. Argentinien kam lediglich auf zwei Schüsse und brachte keinen einzigen Versuch auf das spanische Tor.
Cucurella absolvierte die komplette Partie und überzeugte erneut sowohl defensiv als auch offensiv. Während des gesamten Turniers kassierte Spanien lediglich ein Gegentor – die Viererkette um Cucurella bildete das Fundament des WM-Triumphs.
„Ein einzigartiger Sommer“
Für Cucurella endet damit ein außergewöhnlicher Sommer.
„Der Gewinn der Weltmeisterschaft und der Wechsel zu Real Madrid? Es ist ein einzigartiger Sommer. Ich werde mich mein Leben lang daran erinnern.“
Auch sein angekündigtes Versprechen will der neue Real-Madrid-Verteidiger einlösen.
„Ja, ich werde mir das Gesicht von Luis de la Fuente tätowieren lassen. Ich werde es an einer Stelle machen, an der man es sehen kann.“
Der spanische Nationaltrainer reagierte mit Humor.
„Ich habe meinen Spielern gesagt, dass es ein Fehler war, das zu versprechen, denn sie halten ihr Wort und werden es tatsächlich tun. So hässlich bin ich aber auch wieder nicht.“
Real Madrid gratuliert offiziell
Unmittelbar nach dem Finale veröffentlichte Real Madrid eine offizielle Stellungnahme. Der Verein, Präsident Florentino Pérez und der Vorstand gratulierten der spanischen Nationalmannschaft zum Gewinn der Weltmeisterschaft sowie Marc Cucurella zu seinem Titelgewinn.
„Real Madrid CF, Präsident Florentino Pérez und der Vorstand gratulieren der spanischen Nationalmannschaft zum Gewinn der Weltmeisterschaft 2026 – dem zweiten WM-Titel in der Geschichte Spaniens. Der Verein gratuliert außerdem dem spanischen Fußballverband zu diesem historischen Erfolg für den spanischen Fußball, der uns mit Freude und Stolz erfüllt. Glückwünsche gehen an den Trainer und die gesamte Mannschaft, an unseren Spieler Marc Cucurella, an alle Mitglieder der Nationalmannschaft und insbesondere an die spanischen Fans. Herzlichen Glückwunsch an ganz Spanien.“
Bellingham schießt England zur Bronzemedaille
Im Spiel um Platz drei setzte sich England am Samstag in einem spektakulären Duell mit 6:4 gegen Frankreich durch.
Nach einer 4:0-Halbzeitführung kämpfte sich Frankreich um Kylian Mbappé eindrucksvoll zurück. Doch in der Nachspielzeit sorgte Jude Bellingham mit einem Solo über das halbe Spielfeld für die endgültige Entscheidung.
Der Mittelfeldspieler erzielte damit seinen siebten Treffer des Turniers und stellte einen neuen englischen Rekord für die meisten Tore eines Spielers bei einer einzigen Weltmeisterschaft auf.
Kein englischer Spieler erzielte zudem in der Geschichte der Weltmeisterschaft mehr Tore aus dem Spiel heraus als Bellingham.
England sicherte sich damit die Bronzemedaille, während Frankreich das Turnier auf Rang vier beendete.
Mbappé schreibt erneut WM-Geschichte
Trotz der Niederlage gegen England sorgte Kylian Mbappé erneut für historische Zahlen.
Der Stürmer von Real Madrid traf zweimal und erhöhte seine Bilanz auf 22 Tore in 22 Weltmeisterschaftsspielen. Damit ist Mbappé nun alleiniger Rekordtorschütze der WM-Geschichte.
Seine zehn Treffer bei der WM 2026 reichten außerdem zur erfolgreichen Titelverteidigung im Rennen um den Goldenen Schuh.
Michael Olise spielte bei beiden Treffern erneut eine wichtige Rolle und beendete das Turnier mit sieben Vorlagen. Damit übertraf der französische Flügelspieler den bisherigen WM-Rekord von Pelé aus dem Jahr 1970. Fünf seiner sieben Assists gingen an Mbappé – ebenfalls ein neuer Rekord für die meisten Vorlagen eines Spielers auf denselben Mitspieler bei einer Weltmeisterschaft.
Nach dem Spiel zeigte sich Mbappé selbstkritisch.
„Es waren zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten Halbzeit kann ich verstehen, dass einige entsetzt waren, weil wir unserem Trainer nicht die Ehre erwiesen haben, die er verdient. Das dürfen wir uns nicht erlauben.“
FIFA zeichnet Mbappé und Rodri aus
Bei der Siegerehrung erhielt Rodri den Goldenen Ball als bester Spieler des Turniers. Lionel Messi wurde mit dem Silbernen Ball ausgezeichnet, während Kylian Mbappé den Bronzenen Ball als drittbester Spieler der Weltmeisterschaft erhielt. Der Franzose gewann zusätzlich erneut den Goldenen Schuh mit zehn Treffern. Jude Bellingham belegte mit sieben Toren und einer Vorlage Rang drei der Torjägerliste.
Die FIFA zeichnete außerdem:
- Rodri als besten defensiven Spieler
- Michael Olise als kreativsten Spieler
- Kylian Mbappé als besten Offensivspieler
des Turniers aus.
Real Madrid stellt neuen WM-Rekord auf
Auch für Real Madrid endete das Turnier mit einem historischen Meilenstein.
Die Spieler der Königlichen erzielten insgesamt 22 Tore bei der Weltmeisterschaft 2026. Damit stellte Real Madrid einen neuen Vereinsrekord bei einer Weltmeisterschaft auf und übertraf den bisherigen Bestwert von 18 Treffern.
Zudem setzte sich eine außergewöhnliche Serie fort. Seit der Weltmeisterschaft 1998 stand bei jedem WM-Finale mindestens ein Spieler von Real Madrid auf dem Platz. Diese beeindruckende Reihe wurde 2026 durch Marc Cucurella fortgeführt.
Die WM ist beendet – die neue Saison rückt näher
Mit dem WM-Finale endet nun auch das letzte große Turnier vor der Saison 2026/27.
Während Marc Cucurella als Weltmeister nach Madrid zurückkehrt, reisen auch Mbappé, Bellingham, Tchouaméni und Konaté in den in den Urlaub bevor es zurück nach Valdebebas geht.
Dort richtet sich der volle Fokus nun auf José Mourinhos erste Saison als Trainer der Königlichen.
Bereits Ende September wartet allerdings die nächste Länderspielpause. Vom 21. September bis 9. Oktober ruht der Vereinsfußball für insgesamt 19 Tage. In diesem Zeitraum werden die Nationalmannschaften jeweils vier Partien absolvieren.
