Real Madrid sondiert Hincapié – weitere Transfers hängen von Verkäufen ab

Trotz der Verpflichtung von Ibrahima Konaté prüft Real Madrid weitere Optionen für die Innenverteidigung. José Mourinho wünscht sich offenbar noch einen vielseitigen Linksfuß für die Defensive.

Real Madrid arbeitet weiterhin an einer Verstärkung für die Defensive. Obwohl mit Ibrahima Konaté bereits ein neuer Innenverteidiger verpflichtet wurde, halten die Verantwortlichen Ausschau nach weiteren Optionen für die Abwehr. Ein Name, der dabei aktuell auf der Liste stehen soll, ist Piero Hincapié vom Arsenal FC.

Wie mehrere Quellen gegenüber ESPN berichten, hat sich der spanische Rekordmeister nach dem ecuadorianischen Nationalspieler erkundigt. Konkrete Verhandlungen gibt es derzeit zwar nicht, doch das Interesse des Klubs soll vorhanden sein.


Mourinho fordert weiteren Defensivspieler

José Mourinho möchte den Kader für seine zweite Amtszeit in Madrid weiter verstärken. Trotz der Verpflichtung von Konaté soll der Portugiese den Wunsch geäußert haben, einen weiteren linksfüßigen Verteidiger zu verpflichten, der sowohl im Abwehrzentrum als auch auf der linken Seite eingesetzt werden kann.

Mit Éder Militão, Antonio Rüdiger, Dean Huijsen, Raúl Asencio und Neuzugang Konaté verfügt Real Madrid aktuell bereits über fünf Innenverteidiger. Dennoch sieht Mourinho offenbar Bedarf für zusätzliche Qualität und Flexibilität.

Allerdings hängt jeder weitere Transfer von möglichen Abgängen ab. Nach den Verpflichtungen von Konaté, Marc Cucurella, Bernardo Silva und Denzel Dumfries, dessen offizieller Wechsel nur noch Formsache sein soll, muss Real Madrid zunächst Platz im Kader schaffen.


Asencio könnte den Weg freimachen

Besonders Raúl Asencio gilt derzeit als möglicher Verkaufskandidat und Real Madrid hört sich Angebote für den Innenverteidiger an.

Sollte Asencio den Verein verlassen, könnte dies die Tür für einen weiteren Defensivtransfer öffnen. Genau in diesem Zusammenhang taucht nun der Name Piero Hincapié auf.

Der 24-Jährige bringt genau das Profil mit, das Mourinho sucht. Hincapié ist Linksfuß, kann sowohl als Innenverteidiger als auch als Linksverteidiger eingesetzt werden und verfügt bereits über große internationale Erfahrung mit der ecuadorianischen Nationalmannschaft.


Arsenal macht einen Transfer kompliziert

Ein möglicher Wechsel dürfte allerdings alles andere als einfach werden. Arsenal verpflichtete Hincapié erst im vergangenen Sommer von Bayer Leverkusen. Die Londoner sicherten sich den Verteidiger zunächst per Leihe mit anschließender Kaufpflicht, die inzwischen aktiviert wurde. Insgesamt investierten die Gunners dabei mehr als 50 Millionen Euro.

Auch wenn Hincapié unter Mikel Arteta nicht immer gesetzt war, spielte er in der vergangenen Saison eine wichtige Rolle. Arsenal gewann die Premier League und erreichte zudem das Finale der Champions League, wobei der Ecuadorianer sowohl im Zentrum als auch auf der linken Seite regelmäßig zum Einsatz kam.

Ein Verkauf wäre daher nur gegen eine hohe Ablösesumme denkbar.


Ruben Dias bleibt eine Alternative

Neben Hincapié beschäftigt sich Real Madrid weiterhin mit weiteren Kandidaten für die Innenverteidigung.

Ein Name, der bereits seit Monaten gehandelt wird, ist Ruben Dias von Manchester City. Mourinho schätzt den portugiesischen Nationalspieler sehr, allerdings gilt auch hier die Ablösesumme als großes Hindernis.

Darüber hinaus stehen Alessandro Bastoni von Inter Mailand sowie Nico Schlotterbeck auf der Liste der Verantwortlichen. Die Chancen auf einen Transfer des deutschen Nationalspielers sollen jedoch nach seiner schweren Verletzung während der Weltmeisterschaft deutlich gesunken sein.


Defensive bleibt Priorität

Die Planungen zeigen deutlich, welchen Stellenwert die Defensive im neuen Projekt unter José Mourinho besitzt. Nach den Verpflichtungen von Konaté, Dumfries und Cucurella soll die Abwehr weiter verstärkt werden. Ob daraus tatsächlich ein weiterer Innenverteidiger resultiert, hängt jedoch maßgeblich davon ab, ob Real Madrid zunächst Spieler verkauft. Piero Hincapié ist dabei einer der Namen, die derzeit intensiv beobachtet werden. Ob aus dem Interesse mehr wird, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden.

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