Florentino Pérez kündigt Mourinho an: Konaté soll erster großer Transfer werden

Kurz vor der Präsidentschaftswahl setzt Florentino Pérez auf die Offensive: José Mourinho wurde offiziell als Trainerkandidat vorgestellt, Ibrahima Konaté soll folgen. Der amtierende Präsident verspricht einen umfassenden Umbruch bei Real Madrid.

Florentino Pérez setzt kurz vor der Wahl ein Ausrufezeichen

Der Präsidentschaftswahlkampf bei Real Madrid geht in die heiße Phase – und Florentino Pérez hat nun erstmals konkrete sportliche Namen auf den Tisch gelegt.

Während Herausforderer Enrique Riquelme zuletzt mit Erling Haaland, Rodri, Raúl González und Fernando Hierro für Schlagzeilen sorgte, konterte der amtierende Präsident mit einer eigenen Transfer- und Traineroffensive.

In einem Gespräch mit AS machte Pérez deutlich, dass der enttäuschende Saisonverlauf umfangreiche Veränderungen notwendig gemacht habe.

Dabei nannte er erstmals zwei Namen, die das Fundament seines neuen Projekts bilden sollen.

„Mourinho und Konaté sind meine ersten Verpflichtungen.“

Damit wird klar: Florentino möchte den Wahlkampf nicht länger ausschließlich über seine Vergangenheit gewinnen, sondern auch über konkrete Zukunftspläne.


Mourinho offiziell vorgestellt

Besonders spektakulär war der Zeitpunkt. Während Enrique Riquelme am Mittwochabend bei El Hormiguero über seine Kandidatur sprach und den Namen Erling Haaland präsentierte, veröffentlichte Florentino Pérez zeitgleich die erste offizielle Kampagne rund um José Mourinho.

Auf den sozialen Kanälen seiner Kandidatur erschien ein Video mit dem Portugiesen und der Botschaft: „Hablan y hablan y hablan. MOUcha historia por hacer.“ (dt. „Sie reden und reden und reden. Es gibt noch viel zu tun.“)

Der Zeitpunkt war kein Zufall. Bereits seit Wochen gilt Mourinho als Wunschlösung von Pérez. Nun wurde die Rückkehr des Portugiesen erstmals öffentlich bestätigt.

Nach Informationen aus dem Umfeld der Verhandlungen besteht bereits seit geraumer Zeit eine vollständige Einigung zwischen beiden Parteien. Mourinho soll einen Vertrag über zwei Jahre erhalten, der sich automatisch um eine weitere Saison verlängert, sofern er eine Meisterschaft gewinnt. Die letzten Gespräche mit Benfica wurden über Star-Berater Jorge Mendes geführt. Ursprünglich besaß Mourinho eine Ausstiegsklausel über sieben Millionen Euro. Nachdem diese ausgelaufen war, verlangte Benfica zeitweise bis zu 15 Millionen Euro Entschädigung. Inzwischen sollen sich jedoch alle Beteiligten auf eine deutlich unkompliziertere Lösung zubewegt haben.

Für Mourinho ist die Mission klar: die Champions League gewinnen.

In seiner ersten Amtszeit zwischen 2010 und 2013 holte er eine Meisterschaft, eine Copa del Rey und eine Supercopa, verpasste jedoch mehrfach knapp den Einzug ins Endspiel der Königsklasse. Florentino erinnert bis heute regelmäßig daran, dass Mourinho die Grundlagen für die späteren Champions-League-Triumphe geschaffen habe.


Konaté soll die Abwehr anführen

Auch auf dem Transfermarkt nennt Pérez erstmals einen konkreten Namen. Der Präsident bestätigte, dass Ibrahima Konaté zu den absoluten Wunschspielern für den Sommer gehört. Der französische Nationalspieler verlässt Liverpool nach Vertragsende ablösefrei und gilt intern als ideale Verstärkung für die Innenverteidigung. Pérez soll überzeugt sein, dass Konaté einer der besten Verteidiger der Welt ist und künftig eine Schlüsselrolle im Bernabéu übernehmen kann.

Besonders interessant: Konaté soll laut Pérez nicht der einzige Defensiv-Neuzugang bleiben.

Nach einer Saison voller Verletzungen und Problemen in der Defensive plant Real Madrid weitere Verstärkungen.


Mbappé, Vinícius und Bellingham bleiben

Neben den möglichen Neuzugängen stellte Pérez auch klar, wer weiterhin das Gesicht des Projekts sein soll. Kylian Mbappé, Vinícius Junior und Jude Bellingham gelten für ihn als unverkäuflich. Der Präsident bezeichnete die drei Stars als Spieler, die jede Mannschaft der Welt gerne verpflichten würde. Auch bei Vinícius versuchte Pérez sämtliche Spekulationen zu beruhigen.

Der Brasilianer besitzt aktuell einen Vertrag bis 2027. Trotz anhaltender Diskussionen über eine Verlängerung sieht Florentino keinen Grund zur Sorge. Die Botschaft lautet klar: Real Madrid möchte die aktuelle Offensivachse behalten und gezielt um sie herum verstärken.


Nico Paz vor wichtiger Entscheidung

Ein weiteres Thema war Nico Paz. Der ehemalige Castilla-Spieler hat bei Como eine starke Saison gespielt und steht weiterhin unter genauer Beobachtung der Verantwortlichen. Pérez bestätigte, dass Real Madrid die Möglichkeit besitzt, ihn zurückzuholen.

Ob dies tatsächlich geschieht, soll gemeinsam mit Mourinho und dem künftigen Trainerstab entschieden werden. Gerade im zentralen Mittelfeld könnte Nico Paz eine interessante Alternative darstellen.


Wahlkampf wird sportlich

Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass sich der Wahlkampf zwischen Florentino Pérez und Enrique Riquelme zunehmend auf den sportlichen Bereich verlagert. Während Riquelme mit Haaland, Rodri und einem noch unbekannten Trainerkandidaten wirbt, antwortet Pérez mit Mourinho, Konaté und weiteren geplanten Verstärkungen.

Der Unterschied liegt dabei vor allem in der Ausgangslage. Riquelme verkauft Visionen und Versprechen. Pérez präsentiert Entscheidungen, die nach einem Wahlsieg unmittelbar umgesetzt werden sollen.


RMXpress Fazit

Mit der offiziellen Präsentation von José Mourinho hat Florentino Pérez seinen bislang stärksten Wahlkampf-Moment gesetzt. Gleichzeitig macht die öffentliche Nennung von Ibrahima Konaté deutlich, dass die Planungen für den Sommer längst laufen. Die Botschaft an die Socios ist eindeutig: Real Madrid soll nach einer enttäuschenden Saison sofort wieder um alle Titel spielen. Ob Mourinho und Konaté tatsächlich die ersten Bausteine dieser neuen Ära werden, entscheidet sich nun zunächst an der Wahlurne.

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