Wiedersehen mit Leipzig und erste Monate bei Real Madrid
Ibrahima Konaté blickt dem Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und RB Leipzig mit besonderer Vorfreude entgegen. Der französische Innenverteidiger trifft dabei auf mehrere ehemalige Mannschaftskollegen, will mit den Königlichen aber vor allem den nächsten Sieg einfahren.
Über das Wiedersehen mit seinen früheren Mitspielern: „Das morgige Spiel ist für mich etwas ganz Besonderes. Ich freue mich sehr darauf, meine ehemaligen Mitspieler wiederzusehen. Wir wollen unbedingt gewinnen und weiter zu den besten acht Mannschaften der Tabelle gehören. Wir wissen, dass das sehr schwierig ist, aber morgen bietet sich uns eine gute Gelegenheit.“
Konaté fühlt sich nach seinen ersten Monaten in Madrid bereits vollständig im Verein angekommen. Besonders die Unterstützung der Mitarbeiter und Mitspieler habe ihm die Eingewöhnung erleichtert.
Über seine ersten Monate bei Real Madrid: „Es ist unglaublich, hier zu sein. Alle helfen mir enorm. Jeder, der hier arbeitet, unterstützt mich und sorgt dafür, dass ich mich sehr wohlfühle. Das Wichtigste ist für mich, Titel zu gewinnen. Ich hoffe, dass uns das bereits in dieser Saison gelingt.“
Die Bedeutung und weltweite Aufmerksamkeit rund um Real Madrid übertreffen sogar seine vorherigen Vorstellungen. Von der öffentlichen Diskussion bekommt Konaté allerdings nicht immer alles mit.
Über seine Erwartungen an Real Madrid: „Es ist noch größer, als ich erwartet hatte. Alles wird sehr viel stärker wahrgenommen, und überall auf der Welt wird über uns gesprochen. Ich bin sehr glücklich, denn ich habe immer davon geträumt, für diesen Verein zu spielen. Ehrlich gesagt beschäftige ich mich aber nicht besonders intensiv mit den sozialen Netzwerken. Deshalb sehe ich manchmal gar nicht, was die Menschen dort über uns schreiben.“
Vor dem Clásico gegen den FC Barcelona möchte Konaté den Fokus vollständig auf Leipzig richten. Das Ergebnis in der Champions League könne auch die Ausgangslage für das anschließende Spitzenspiel beeinflussen.
Über den Clásico und die Bedeutung des Leipzig-Spiels: „Es ist sehr wichtig, dass wir uns auf die nächste Partie konzentrieren. Wenn wir morgen gewinnen, werden wir auch im Clásico besser spielen. Wenn uns das nicht gelingt, gehen wir nicht mit einem guten Gefühl in dieses Spiel. Zunächst müssen wir uns deshalb auf morgen konzentrieren. Erst nach der Partie denken wir an den Clásico.“
Ibrahima Konaté
Abwehr
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Das Ceuta-Shirt und Konatés Reaktion
Konaté äußerte sich auch zu der Diskussion um das Ceuta-Shirt vor der Begegnung gegen Elche. Der Innenverteidiger erklärte, dass er die darauf abgebildete Botschaft in dem betreffenden Moment nicht verstanden habe und deshalb nicht wusste, wie er reagieren sollte.
Über die Situation mit dem Ceuta-Trikot: „Ehrlich gesagt habe ich nicht verstanden, was auf dem Trikot stand. Erst nach diesem Spiel habe ich davon erfahren, und ich kann beide Seiten nachvollziehen. Ich komme aus Frankreich und glaube, dass sich viele Menschen in einer ähnlichen Situation befinden. In diesem konkreten Moment wusste ich nicht, worauf sich die Botschaft bezog und was ich tun sollte. Ich muss mich auf den Fußball konzentrieren, denn ich bin hierhergekommen, um Fußball zu spielen. Ich glaube nicht, dass die Sache so bedeutend war, wie anschließend darüber gesprochen wurde.“
Der Franzose machte damit deutlich, dass seiner Reaktion keine bewusste Positionierung zugrunde lag. Er möchte sich nach eigener Aussage weiterhin auf seine sportlichen Aufgaben bei Real Madrid beschränken.
Konaté über Negreira und die Schiedsrichter
Auf der Pressekonferenz wurde Konaté außerdem zum Fall Negreira und zu den jüngsten Schiedsrichterdiskussionen befragt. Der Verteidiger räumte ein, sich mit dem Thema beschäftigt zu haben, wollte den sportlichen Fokus aber nicht verlieren.
Über den Fall Negreira und die bisherigen Schiedsrichterentscheidungen: „Es stimmt, dass wir nicht besonders viel Glück hatten. Ich habe auch etwas über den Fall Negreira gelesen. Ich bin aber hier, um Fußball zu spielen, und bei diesem Verein müssen wir genau daran denken: an den Fußball. Ich muss mich auf die tägliche Arbeit und auf das Geschehen auf dem Platz konzentrieren, konkurrenzfähig sein und dort die Ergebnisse erzielen. Trotzdem stimmt es, dass wir bei einigen Entscheidungen der Schiedsrichter kein Glück hatten.“
Auch die vor dem 2:0 gegen Sevilla diskutierte Szene zwischen Konaté und Robbie Ure wurde angesprochen. Sevilla hatte ein Foul des Madrilenen reklamiert, bevor Real Madrid seinen Angriff erfolgreich abschloss.
Über die vermeintliche Regelwidrigkeit gegen Ure: „Wenn es für dich kein Foul ist, dann ist die Sache doch erledigt. Für mich ist es kein Foul. Das ist eindeutig.“
Mourinho, Diomande und die französische Gruppe
Konaté fand auch lobende Worte für Yan Diomande. Der junge Ivorer hatte beim 4:1 gegen Sevilla auf der linken Seite überzeugt und seine Leistung mit einem Treffer gekrönt.
Über Yan Diomande: „Er ist nicht nur ein guter Spieler, sondern auch ein großartiger Mensch. Er hat bei Real Madrid eine große Zukunft vor sich.“
Sich selbst bezeichnet Konaté als optimistischen Verteidiger. Diese Haltung soll ihm dabei helfen, auch in schwierigen Situationen aktiv und selbstbewusst zu bleiben.
Über seine Spielweise als Innenverteidiger: „Ich bin ganz klar ein optimistischer Verteidiger.“
Mit José Mourinho will Real Madrid in sämtlichen Wettbewerben um die Titel kämpfen. Konaté unterstrich dabei die Autorität des portugiesischen Trainers innerhalb der Mannschaft.
Über Mourinhos Botschaft und den Anspruch in der Champions League: „Wir müssen in jedem Wettbewerb um alle Titel kämpfen. Wenn Mourinho spricht, hören selbstverständlich alle zu. Er ist ein großartiger Trainer, und jeder weiß, dass wir gemeinsam mit ihm gewinnen wollen.“
Bei seiner Eingewöhnung halfen Konaté insbesondere seine französischen Mitspieler. Aurélien Tchouaméni und Kylian Mbappé hatten ihm bereits vor seinem Wechsel viel über den Verein erzählt. Zugleich hofft er auf die baldige Rückkehr von Ferland Mendy.
Über die französischen Spieler in der Mannschaft: „Ich hatte das Glück, mit ihnen eine Kabine teilen zu können. Tchouaméni und Mbappé haben mir sehr viel über den Verein erzählt. Das ist positiv, auch wenn es manchmal negativ sein kann, weil wir untereinander ein wenig verrückt sind. Ich bin froh, mit ihnen zusammen zu sein. Sie sind großartige Menschen. Ich hoffe außerdem, dass Mendy bald zurückkehrt, denn wir brauchen ihn.“
RMXpress Fazit
Konaté präsentierte sich vor dem Wiedersehen mit Leipzig fokussiert und zurückhaltend. Die Debatten um das Ceuta-Trikot und den Fall Negreira wollte er nicht größer machen, als sie aus seiner Sicht sein sollten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Real Madrid bei mehreren Schiedsrichterentscheidungen bislang kein Glück gehabt habe.
Sportlich richtet sich sein Blick auf den nächsten Champions-League-Sieg. Seine Aussagen über Mourinho, Diomande und die französische Gruppe zeigen zudem, dass der Innenverteidiger nach seinen ersten Monaten fest in der Mannschaft angekommen ist.
UEFA Champions League
3. Spieltag
Real Madrid
4:1
RB Leipzig
