Mbappé über Erwartungen, Kritik und seine Rolle
Kylian Mbappé ist stark in die Saison gestartet. Nach fünf Pflichtspielen steht der Franzose bereits bei fünf Toren: vier in LaLiga und eines in der Champions League. Trotzdem wird regelmäßig darüber diskutiert, wie viel er gegen den Ball arbeitet, wie viele Kilometer er zurücklegt und welchen Einfluss er auf das Kollektiv hat.
Für Mbappé ist diese Entwicklung ein Stück weit die Folge seiner eigenen Konstanz auf höchstem Niveau.
Über den Blick auf das, was er nicht macht: „Ich glaube nicht, dass das normal ist, aber so ist das Leben von jemandem, der seit Jahren auf höchstem Niveau spielt. Ich bin nichts Neues mehr. Seit Jahren weiß jeder, was ich kann. Und ich glaube, dann kommt etwas sehr Menschliches ins Spiel: Man schaut immer auf das, was jemand nicht macht. Wenn du etwas zehn Jahre lang machst, schaut irgendwann niemand mehr darauf, weil jeder weiß, dass du es kannst. Also sucht man nach dem, was du nicht machst. Ab diesem Punkt nehme ich das nicht mehr persönlich.“
„Wenn ich nicht treffe, fragt man mich, warum ich nicht treffe“
Besonders wenig Verständnis hat Mbappé für die These, seine vielen Tore könnten einer Mannschaft sogar schaden. Für ihn widerspricht diese Diskussion dem eigentlichen Ziel des Fußballs.
Über die Kritik an seiner Torproduktion: „Diese Diskussion ergibt für mich noch weniger Sinn. Denn wenn ich nicht treffe, wird man mich fragen, warum ich nicht treffe.“
Der Franzose verweist darauf, dass Fußball am Ende immer über Tore entschieden wird.
Über das Ziel des Spiels: „Ich habe gelernt, dass es bei jedem Spiel Millionen Trainer gibt. Und nicht alle Trainer zuhause sind zufrieden. Jeder hat seine Sichtweise. Aber ich glaube, das Ziel im Fußball ist, Tore zu schießen – und eines mehr als der Gegner.“
Dann formuliert Mbappé seine Haltung besonders deutlich.
Über die Bedeutung eines Torjägers: „Ein Spieler, der Tore schießt, wird nie ein Problem für eine Mannschaft sein. Ich habe noch nie gesehen, dass ein Team Titel gewinnt, wenn es keine Tore erzielt.“
Konstruktive Kritik ja – „dumme“ Kritik nein
Mbappé unterscheidet klar zwischen verschiedenen Arten von Kritik.
Über seinen Umgang damit: „Ich glaube, ich habe ein gesundes Verhältnis zu Kritik. Es gibt konstruktive Kritik und es gibt Kritik, die ein bisschen dümmer ist.“
Entscheidend sei für ihn, sich davon nicht in seinen Entscheidungen beeinflussen zu lassen.
Über seine Entscheidungen: „Kritik macht mir keine Angst, wenn ich eine Entscheidung treffen muss. Ich denke nicht darüber nach, ob ich dafür kritisiert werde. Wenn ich weiß, dass es für mich die richtige Entscheidung ist – oder vielleicht nicht die richtige, aber eine notwendige –, dann gehe ich geradeaus.“
Mbappé sieht sich nicht als Problem, sondern als Lösung
Die Aussagen zeigen, wie Mbappé seine eigene Rolle definiert. Er sieht sich nicht als Spieler, der wegen seiner individuellen Zahlen vom Kollektiv getrennt betrachtet werden sollte. Im Gegenteil: Für ihn gehören Tore und Mannschaftserfolg zwingend zusammen.
Die Debatte um Laufleistung, Defensivarbeit und Einfluss auf das Kollektiv wird damit aus seiner Sicht oft zu einseitig geführt. Mbappé akzeptiert, dass er sich in bestimmten Bereichen verbessern kann. Aber er lehnt die Vorstellung ab, dass seine größte Stärke – Tore zu schießen – plötzlich als Problem interpretiert wird.
RMXpress Fazit
Mbappés Botschaft ist klar. Er akzeptiert Kritik, solange sie sachlich und konstruktiv ist. Gleichzeitig will er sich nicht dafür rechtfertigen müssen, dass er genau das tut, was von einem Weltklasse-Stürmer erwartet wird: Tore erzielen.
Nach fünf Treffern in fünf Pflichtspielen ist seine persönliche Ausbeute erneut stark. Für Mbappé bleibt deshalb vor allem entscheidend, ob seine Tore Real Madrid helfen, Spiele und Titel zu gewinnen. Und genau daran will er sich messen lassen.
Kylian Mbappé
Angriff
12Spiele
12Tore
3Assists
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Super Artikel!