Mendy fehlt im Champions-League-Kader – Mourinho setzt auf andere Optionen

Real Madrid hat seinen Kader für die Ligaphase der Champions League 2026/27 gemeldet. Ferland Mendy ist der prominenteste Name, der nicht auf der Liste steht. Éder Militão und Rodrygo wurden trotz ihrer Verletzungen registriert, während auch Neuzugang Sergio Martínez mit der Nummer 38 berücksichtigt wird.

Mendy nicht für die Champions League gemeldet

Ferland Mendy gehört nicht zum Aufgebot von Real Madrid für die kommende Ligaphase der Champions League. Der französische Linksverteidiger taucht nicht in der von den Königlichen an die UEFA übermittelten Spielerliste auf und steht José Mourinho damit für die zunächst acht Partien der Ligaphase nicht zur Verfügung.

Real Madrid startet am kommenden Dienstag im Santiago Bernabéu gegen Inter Mailand in den Wettbewerb. Mendy hatte sich bereits zum Ende der vergangenen Saison schwer verletzt und musste wegen eines Risses an der Sehne des rechten Rectus femoris operiert werden. Zwar arbeitet der Franzose inzwischen wieder regelmäßig auf dem Rasen in Valdebebas, eine Rückkehr ins Mannschaftstraining steht aber weiterhin aus.

#23 🇫🇷 Ferland Mendy Ferland Mendy Abwehr 0Spiele 0Tore 0Assists Zum Spielerprofil

Real Madrid geht bei Mendy kein Risiko ein

Beim 31-Jährigen Franzosen herrscht aufgrund seiner Verletzungshistorie besondere Vorsicht. Zwischenzeitlich war eine mögliche Rückkehr im September oder Oktober in Aussicht gestellt worden. Real Madrid will allerdings vermeiden, den Verteidiger nach seiner langen Pause zu früh wieder zu belasten.

Hinzu kommt die veränderte Situation auf der linken Abwehrseite. Mit Marc Cucurella kam im Sommer ein weiterer hochkarätiger Linksverteidiger nach Madrid. Dazu steht weiterhin Álvaro Carreras zur Verfügung. Trotz des Abgangs von Fran García besitzt Mourinho damit zwei vollständig einsatzfähige Optionen auf dieser Position. Dass Mendy für die Champions League zunächst außen vor bleibt, verschafft ihm entsprechend zusätzliche Zeit für seinen körperlichen Aufbau.


Militão und Rodrygo trotz Verletzungen dabei

Anders entschied Real Madrid bei Éder Militão und Rodrygo. Beide befinden sich ebenfalls noch im individuellen Aufbautraining, wurden aber für die Champions League gemeldet. Damit hält sich der Klub die Möglichkeit offen, sie nach ihrer Rückkehr unmittelbar auch international einzusetzen.

Auch Aurélien Tchouaméni gehört zum Aufgebot. Der Franzose hat in dieser Saison bislang weder in den Vorbereitungsspielen noch in LaLiga gespielt und arbeitet weiterhin individuell. Thiago Pitarch wurde ebenfalls registriert, obwohl auch er derzeit verletzt fehlt.


Sergio Martínez bekommt die Nummer 38

Besonders bemerkenswert ist erneut die Situation von Sergio Martínez. Der 19-Jährige wechselte erst am 31. August von Racing Santander zu Real Madrid und war ursprünglich als Verstärkung für Castilla vorgesehen. Innerhalb weniger Tage hat sich seine Rolle jedoch erheblich verändert. Nach ersten Trainingseinheiten unter Mourinho gehört er gegen Betis bereits zum Profikader und wurde nun auch für die Champions League berücksichtigt. Martínez erhält die Rückennummer 38.

Damit setzt sich seine außergewöhnliche erste Woche bei Real Madrid fort: Verpflichtung, Registrierung, Training mit den Profis, Champions-League-Meldung und anschließend die erste Reise mit der Mannschaft zu einem LaLiga-Spiel.

Ausgerechnet beim Champions-League-Auftakt könnte die zusätzliche Option im Mittelfeld schnell relevant werden.

Mourinho muss gegen Inter auf gleich drei gesperrte Mittelfeldspieler verzichten:

  • Arda Güler
  • Eduardo Camavinga
  • Bernardo Silva

Hinzu kommen die Fragezeichen hinter Tchouaméni und Thiago. Martínez könnte deshalb zumindest in den erweiterten Überlegungen für den Kader gegen die Italiener eine Rolle spielen. Ein Champions-League-Debüt nur wenige Tage nach seinem Wechsel zu Real Madrid wäre ein außergewöhnlicher Start. Mourinho hatte bereits vor dem Betis-Spiel deutlich gemacht, dass er Potenzial im ehemaligen Racing-Spieler sieht, ihn gleichzeitig aber behutsam entwickeln möchte.


Zahlreiche Talente für Europa registriert

Real Madrid berücksichtigt neben den etablierten Profis zahlreiche Spieler aus dem Nachwuchsbereich. Zu den gemeldeten jungen Spielern gehören unter anderem Sergio Mestre und Javi Navarro im Tor sowie Fortea, Joan Martínez und Mario Rivas in der Defensive.

Im Mittelfeld finden sich Thiago, Cestero, Diego Villalba, Gabriel Valero und Sergio Martínez.

Yáñez ergänzt die Offensive.

Die Nachwuchsspieler geben Mourinho zusätzliche Möglichkeiten, wenn Verletzungen, Sperren oder Belastungssteuerung im Laufe der Saison Veränderungen notwendig machen.


Real Madrids Champions-League-Kader 2026/27

Torhüter

1 Thibaut Courtois
13 Andrij Lunin
26 Sergio Mestre
31 Javi Navarro

Verteidiger

2 Raúl Asencio
3 Éder Militão
4 Dean Huijsen
12 Trent Alexander-Arnold
16 Ibrahima Konaté
17 Marc Cucurella
18 Álvaro Carreras
22 Antonio Rüdiger
24 Denzel Dumfries
28 Fortea
30 Joan Martínez
33 Mario Rivas

Mittelfeldspieler

5 Jude Bellingham
6 Eduardo Camavinga
8 Federico Valverde
14 Aurélien Tchouaméni
15 Arda Güler
20 Bernardo Silva
25 Yan Diomande
27 Thiago Pitarch
29 Cestero
32 Diego Villalba
37 Gabriel Valero
38 Sergio Martínez

Angreifer

7 Vinícius Júnior
9 Endrick
10 Kylian Mbappé
11 Rodrygo
19 Carlos Espí
21 Brahim Díaz
35 Yáñez


Mendy ist der große Abwesende

Sportlich bleibt Mendy damit der auffälligste Name außerhalb des europäischen Kaders. Seine Situation hat sich innerhalb weniger Monate grundlegend verändert. Noch in der vergangenen Saison gehörte der Franzose zu den erfahrensten Linksverteidigern im Kader. Durch seine schwere Verletzung und die Verpflichtung Cucurellas ist der Konkurrenzkampf inzwischen allerdings deutlich härter geworden. Mendys unmittelbares Ziel dürfte deshalb zunächst unabhängig von der Champions League sein: vollständig gesund werden, ins Mannschaftstraining zurückkehren und sich anschließend erneut für Einsätze empfehlen.


RMXpress Fazit

Real Madrids Champions-League-Liste zeigt vor allem zwei unterschiedliche Entscheidungen. Bei Militão, Rodrygo, Tchouaméni und Thiago hält sich Mourinho trotz aktueller körperlicher Probleme sämtliche Optionen offen. Bei Mendy dagegen entscheidet sich der Klub für Geduld. Mit Cucurella und Carreras ist die linke Abwehrseite ausreichend besetzt, sodass Real Madrid keinen Grund hat, die Rückkehr des Franzosen zu beschleunigen.

Auf der anderen Seite steht Sergio Martínez. Kaum angekommen, bekommt der 19-Jährige bereits einen Platz im europäischen Aufgebot und könnte aufgrund der Sperren gegen Inter schneller gebraucht werden als ursprünglich erwartet. Damit werden innerhalb einer einzigen Kaderliste zwei völlig unterschiedliche Situationen sichtbar: Während sich Mendy erst wieder herankämpfen muss, öffnet sich für Martínez gerade im Rekordtempo die Tür zur ersten Mannschaft.

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