Rüdiger beendet DFB-Karriere und konzentriert sich voll auf Real Madrid

Antonio Rüdiger hat nach 86 Länderspielen seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft erklärt. Der 33-Jährige will den Weg für eine neue Generation freimachen und sich künftig vollständig auf Real Madrid konzentrieren.

Rüdiger beendet Kapitel Nationalmannschaft

Antonio Rüdiger hat seine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft offiziell beendet. Der Innenverteidiger von Real Madrid erklärte auf Instagram, dass er nach längerer Überlegung zu dem Entschluss gekommen sei, seine Zeit beim DFB zu beenden und Platz für jüngere Spieler zu schaffen. Rüdiger hatte bereits nach der vergangenen Weltmeisterschaft begonnen, über diesen Schritt nachzudenken. Eine vorschnelle Entscheidung wollte er allerdings vermeiden. Nun steht fest: Nach mehr als einem Jahrzehnt im Nationaltrikot ist dieses Kapitel abgeschlossen.

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86 Länderspiele und Confed-Cup-Sieg 2017

Rüdiger debütierte 2014 für Deutschland und absolvierte insgesamt 86 Länderspiele. Zu seinen größten Erfolgen mit der Nationalmannschaft gehört der Gewinn des Confederations Cup 2017. Auch wenn bei den großen Turnieren der vergangenen Jahre der ganz große Titel ausblieb, gehörte der Innenverteidiger über lange Zeit zu den prägenden Persönlichkeiten im deutschen Team.

In seinem Abschiedsstatement machte er deutlich, welchen Stellenwert diese Jahre für ihn besitzen.

„Nach einiger Zeit des Nachdenkens ist für mich der Zeitpunkt gekommen, meine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden und den Weg für die junge Generation frei zu machen.“


„86 Länderspiele hätte ich mir nie vorstellen können“

Rüdiger blickte in seiner Botschaft auch auf den Beginn seiner Nationalmannschaftskarriere zurück.

„Als ich 2014 das erste Mal das DFB-Trikot getragen habe, hätte ich es mir in meinen Träumen nicht ausmalen können, dass daraus am Ende 86 Länderspiele werden.“

Die vergangenen Jahre seien trotz schmerzhafter Rückschläge ein außergewöhnlicher Abschnitt seiner Karriere gewesen.

„Auch wenn der große Titel bei den letzten Turnieren ausblieb und wir manche schmerzhafte Niederlage hinnehmen mussten, war diese Zeit für mich ein extrem besonderes Kapitel, das mich für immer prägen wird.“


Dank an Löw, Flick, Nagelsmann und Hrubesch

Besonders ausführlich bedankte sich Rüdiger bei seinen Wegbegleitern.

„Ein riesiges Dankeschön geht an meine Teamkollegen: für jeden gemeinsamen Zweikampf und den Zusammenhalt in Kabine und Quartier – und vor allem für die Freundschaften, die weit über den Fußball hinaus bestehen bleiben werden.“

Auch dem Trainer- und Betreuerteam galt sein Dank.

„Danke für das jahrelange Vertrauen und die Arbeit hinter den Kulissen.“

Namentlich hob er mehrere ehemalige Bundestrainer hervor.

„Ein besonderer Dank geht an Jogi Löw, Hansi Flick und Julian Nagelsmann, die mich auf meiner Reise beim DFB begleitet und geprägt haben. Aber auch an meinen Förderer in der U-Nationalmannschaft Horst Hrubesch.“


Heim-EM 2024 bleibt in Erinnerung

Auch die deutschen Fans erwähnte Rüdiger ausdrücklich.

„Und natürlich euch Fans: Danke für eure Unterstützung – ganz besonders für die einmalige Atmosphäre bei unserer Heim-EM 2024.“

Gerade dieses Turnier dürfte für den Verteidiger zu den emotionalsten Momenten seiner DFB-Zeit gehören.


Platz für eine neue Generation

Ein wichtiger Grund für seinen Rücktritt ist auch der Wunsch nach einem Generationenwechsel. Rüdiger ist überzeugt davon, dass die deutsche Nationalmannschaft nun einen neuen Zyklus beginnen sollte. Mit seinem Abschied will er Platz für jüngere Spieler schaffen und damit dazu beitragen, dass sich unter Jürgen Klopp eine neue Hierarchie entwickeln kann. Für Rüdiger selbst ist der Zeitpunkt mit 33 Jahren ebenfalls nachvollziehbar: Die Belastung aus Klub- und Länderspielen fällt künftig weg.


Volle Konzentration auf Real Madrid

Seinen Fokus richtet Rüdiger nun vollständig auf Real Madrid.

„Für mich beginnt jetzt ein neues Kapitel, in dem ich mich voll und ganz auf meinen Verein konzentrieren werde.“

Der Innenverteidiger möchte seine körperlichen Ressourcen gezielter einsetzen und seine Karriere auf höchstem Niveau möglichst lange fortsetzen. Gerade angesichts des engen Spielplans mit LaLiga, Champions League und weiteren Wettbewerben kann der Verzicht auf Länderspielreisen zusätzliche Regenerationszeit bedeuten.


Rüdiger fühlt sich unter Mourinho wohl

Auch die neue sportliche Situation in Madrid soll bei seiner Entscheidung eine Rolle spielen. Rüdiger fühlt sich unter José Mourinho sehr wohl und schätzt die klare, wettbewerbsorientierte Arbeitsweise des Portugiesen. Der Deutsche sieht sich weiterhin als wichtigen Bestandteil des Kaders und ist vom neuen Projekt überzeugt.

Die Konkurrenz in der Innenverteidigung ist mit Ibrahima Konaté und Dean Huijsen groß, doch Mourinho hat bereits gezeigt, dass er innerhalb seines Kaders rotieren und verschiedene Profile einsetzen möchte. Für Rüdiger beginnt damit ein neues Kapitel: keine Länderspiele mehr, dafür volle Konzentration auf die Titeljagd mit Real Madrid.


RMXpress Fazit

Antonio Rüdiger beendet seine DFB-Karriere zu einem Zeitpunkt, an dem er sportlich noch immer auf höchstem Niveau spielt. Nach 86 Länderspielen, mehr als einem Jahrzehnt im Nationalteam und dem Gewinn des Confed Cups 2017 entscheidet sich der 33-Jährige bewusst dafür, Platz für eine neue Generation zu schaffen.

Für Real Madrid ist diese Entscheidung durchaus relevant. Weniger Reisen und weniger zusätzliche Spiele können Rüdiger helfen, seine Belastung besser zu steuern und körperlich länger auf höchstem Niveau zu bleiben. Seine Botschaft ist klar: Das Kapitel Nationalmannschaft ist beendet – jetzt zählt vollständig Real Madrid.

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