Real Madrids acht Gegner in der Ligaphase
Die Champions League geht 2026/27 in ihre 72. Saison, die 35. unter diesem Namen und die dritte im neuen Ligaphasen-Format.
Real Madrid startet als Rekordsieger mit 15 Champions-League- beziehungsweise Europapokal-Titeln in die neue Saison und kennt nun seine acht Gegner der Ligaphase.
Die Königlichen treffen auf:
Heimspiele
- Inter
- PSV Eindhoven
- RB Leipzig
- LASK
Auswärtsspiele
- Arsenal
- AS Rom
- Shakhtar Donezk
- AEK Athen
Damit warten vier Heim- und vier Auswärtsspiele auf die Mannschaft von José Mourinho.
Arsenal und Inter als größte Namen
Besonders anspruchsvoll dürfte das Auswärtsspiel beim FC Arsenal werden. Die Londoner verpassten den Champions-League-Titel in der vergangenen Saison nur knapp und gehen nach dem Gewinn der Premier League erneut mit hohen Ambitionen in die neue Spielzeit. Der Kader verfügt über enorme Tiefe, auch wenn bei einzelnen Offensivpositionen weiterhin diskutiert wird, ob dort absolute Weltklasse vorhanden ist.
Mit Inter wartet zudem ein weiterer europäischer Schwergewichtler im Bernabéu. Der italienische Double-Sieger musste im Sommer zwar Denzel Dumfries an Real Madrid abgeben, verstärkte seinen Kader aber unter anderem mit John Stones, Djed Spence und Curtis Jones. Besonders wichtig: Lautaro Martínez ist trotz erneuter Wechselgerüchte geblieben.
Inter gehörte in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den gefährlichsten italienischen Mannschaften in Europa und dürfte auch diesmal zu den schwierigeren Gegnern zählen.
Denzel Dumfries
Abwehr
9Spiele
0Tore
0Assists
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Wiedersehen mit Diomandes Ex-Klub Leipzig
Ein besonderes Duell gibt es gegen RB Leipzig. Yan Diomande wechselte erst in diesem Sommer von Leipzig zu Real Madrid und trifft nun bereits in seiner ersten Saison bei den Königlichen auf seinen ehemaligen Klub. Bei Leipzig hat sich im Sommer einiges verändert. Ole Werner wurde trotz Platz drei in der Bundesliga durch Martin Demichelis ersetzt.
Der Verlust Diomandes wiegt sportlich schwer, zumal Leipzig bislang nicht im gleichen Umfang in einen Ersatz investiert hat. Für den Ivorer könnte das Heimspiel im Bernabéu damit zu einem besonders emotionalen Abend werden.
Yan Diomande
Angriff
11Spiele
2Tore
3Assists
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Roma als unangenehmer Auswärtsgegner
Auch die Reise zur AS Rom dürfte alles andere als einfach werden. Die Italiener gehören zu den Mannschaften, deren Potenzial schwer einzuschätzen ist. Einerseits ist ein frühes Ausscheiden denkbar, andererseits besitzt die Roma genügend Qualität für einen tiefen Lauf in die K.-o.-Phase.
Donyell Malen hat seit seinem Wechsel von Aston Villa nach Rom noch einmal einen deutlichen Entwicklungsschritt gemacht und sich zu einem der gefährlichsten Offensivspieler der Mannschaft entwickelt. Unter Gian Piero Gasperini dürfte Rom zudem taktisch unangenehm und offensiv mutig auftreten.
PSV zwischen Spektakel und fehlender Konstanz
PSV Eindhoven kommt als niederländischer Meister ins Bernabéu. In der vergangenen Champions-League-Saison zeigte PSV zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Einerseits gelangen spektakuläre Siege wie das 6:2 gegen Napoli und das 4:1 gegen Liverpool, andererseits blieb die Mannschaft in den übrigen Spielen zu inkonstant und verpasste die nächste Runde.
Die Offensive hat zudem an Qualität verloren. Ismael Saibari wechselte im Sommer zum FC Bayern München. Trotzdem bleibt PSV ein Gegner, den Real Madrid keinesfalls unterschätzen darf.
Shakhtar trägt Heimspiele in London aus
Eine besondere Konstellation wartet beim Auswärtsspiel gegen Shakhtar Donezk. Aufgrund der weiterhin schwierigen Situation in der Ukraine trägt Shakhtar seine Champions-League-Heimspiele im Stamford Bridge in London aus.
Real Madrid reist damit nicht in die Ukraine, sondern nach England. Shakhtar bleibt seinem bekannten Modell treu und setzt weiterhin stark auf brasilianische Talente. Der Klub gilt seit Jahren als wichtige Zwischenstation für junge Spieler aus Brasilien auf dem Weg in den europäischen Spitzenfußball.
LASK als österreichischer Überraschungsmeister
Mit dem LASK kommt auch ein eher ungewöhnlicher Gegner ins Bernabéu. Die Linzer gewannen in der Saison 2025/26 erstmals den österreichischen Meistertitel und qualifizierten sich damit für die Champions League.
Besonders spektakulär war ihr Weg durch die Qualifikation: Gegen Celtic drehte LASK einen 0:4-Rückstand und gewann noch mit 5:4 – eines der außergewöhnlichsten Comebacks der jüngeren Champions-League-Geschichte.
Trainer Dietmar Kühbauer setzt auf ein offensives 3-5-2. Besonders Moses Usor und Samuel Adeniran prägen die Angriffsreihe, während Andrés Andrade den Spielaufbau aus der Defensive organisiert.
AEK Athen mit Luka Jović
Das vierte Auswärtsspiel führt Real Madrid nach Griechenland. AEK Athen überzeugte zuletzt mit mehreren deutlichen Ergebnissen und gewann drei der vergangenen fünf Partien mit 4:0.
Mit Luka Jović wartet zudem ein alter Bekannter auf die Königlichen. Der ehemalige Stürmer der Königlichen führt inzwischen den Angriff der Griechen an. Im Mittelfeld steht mit Lovro Majer ebenfalls ein bekannter Name aus der Bundesliga.
Für Real Madrid dürfte das Spiel in Athen vor allem wegen der intensiven Atmosphäre eine besondere Herausforderung darstellen.
Butragueño warnt vor der neuen Ligaphase
Auch Emilio Butragueño, Direktor für institutionelle Beziehungen bei Real Madrid, ordnete die Auslosung bei Realmadrid TV ein. Für ihn ist klar, dass die neue Ligaphase deutlich anspruchsvoller ist als das frühere Gruppenformat.
Über die Champions-League-Auslosung: „Wir sprechen über die Champions League. Uns ist bewusst, mit welcher Leidenschaft diese Spiele gelebt werden und genau das macht sie immer extrem schwierig. Wir gehen wie immer mit großer Vorfreude in den Wettbewerb und vertrauen selbstverständlich auf unsere Spieler. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass jedes Spiel eine Herausforderung ist und die Mannschaft auf sehr hohem Niveau spielen muss, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen.“
Über das neue Format: „Das Format ist besonders anspruchsvoll, weil man im Gegensatz zu früher jetzt praktisch gegen alle konkurriert. Dadurch wird beinahe jedes Spiel zu einem Finale. Das Ziel ist, unter die ersten acht zu kommen, idealerweise sogar unter die ersten vier, weil uns das bis zum Ende einen Heimvorteil verschaffen würde.“
Butragueño machte zudem deutlich, dass Real Madrid die zusätzlichen Play-offs möglichst vermeiden möchte.
Über die Bedeutung eines guten Starts: „Das muss unser Horizont sein. Gleichzeitig wollen wir, wenn möglich, diese zusätzliche K.-o.-Runde vermeiden, weil sie den Kalender mit zwei Spielen von enormer Intensität zusätzlich belastet und natürlich auch das Risiko birgt, aus dem Wettbewerb auszuscheiden. Deshalb ist es fundamental, schon in den ersten Spielen Punkte zu sammeln, damit die Mannschaft Vertrauen entwickelt und wir am Ende unter den Besten landen können.“
Butragueño sieht Real Madrid gut gerüstet
Der Funktionär blickte auch auf den Sommer und den gelungenen Saisonstart.
Über den verstärkten Kader und Mourinho: „Der Klub hat in diesem Sommer große Anstrengungen unternommen, um den Kader zu verstärken. Es sind Spieler auf höchstem Niveau gekommen und Mourinho ist zurückgekehrt – ein Trainer mit enormer Erfahrung, der weiß, wie man das Beste aus jedem Spieler herausholt. Deshalb gehen wir mit großer Vorfreude in diese Saison und hoffen, dass es ein großartiges Jahr für Real Madrid wird.“
Über den Saisonstart: „Wir haben gut angefangen, aber die Saison hat gerade erst begonnen. Einige Spieler waren bei der Weltmeisterschaft und sind nach und nach zur Mannschaft gestoßen. Wir befinden uns noch am Anfang, aber was wir gestern im Bernabéu gesehen haben, war außergewöhnlich und gibt dem gesamten Madridismo einen emotionalen Schub.“
Über die kommenden Wochen: „Wir müssen diese Linie in den nächsten Spielen fortsetzen. Am Sonntag haben wir bereits die nächste Partie und kurz darauf beginnt die Champions League. Die Anforderungen sind konstant und der Kader hat das Niveau, um die Erwartungen der Fans zu erfüllen.“
Die Termine der Ligaphase
Die acht Spieltage der Champions-League-Ligaphase werden zwischen September 2026 und Januar 2027 ausgetragen.
1. Spieltag: 8.–10. September 2026
2. Spieltag: 13./14. Oktober 2026
3. Spieltag: 20./21. Oktober 2026
4. Spieltag: 3./4. November 2026
5. Spieltag: 24./25. November 2026
6. Spieltag: 8./9. Dezember 2026
7. Spieltag: 19./20. Januar 2027
8. Spieltag: 27. Januar 2027
Die genaue Zuordnung der acht Gegner zu den einzelnen Spieltagen und Anstoßzeiten wird separat bekanntgegeben.
Der Weg bis zum Finale in Madrid
Nach Abschluss der Ligaphase folgen zunächst die Play-offs für die Mannschaften, die sich nicht direkt für das Achtelfinale qualifizieren.
Play-offs: 16./17. und 23./24. Februar 2027
Achtelfinale: 9./10. und 16./17. März 2027
Viertelfinale: 6./7. und 13./14. April 2027
Halbfinale: 27./28. April und 4./5. Mai 2027
Finale: 5. Juni 2027
Das große Ziel liegt diesmal besonders nah.
Champions-League-Finale 2027 im Metropolitano
Das Finale findet am Samstag, 5. Juni 2027, im Metropolitano in Madrid statt. Für die spanische Hauptstadt ist es bereits das sechste Champions-League- beziehungsweise Europapokal-Finale. Nur London war häufiger Gastgeber. Im Metropolitano selbst wurde bereits 2019 ein Champions-League-Finale ausgetragen. Damals besiegte Liverpool Tottenham Hotspur mit 2:0 und gewann seinen sechsten Europapokal.
Für Real Madrid hätte ein Finaleinzug 2027 damit eine besondere Bedeutung: Der Weg zum 16. Titel könnte ausgerechnet in der eigenen Stadt enden.
RMXpress Fazit
Real Madrid bekommt eine anspruchsvolle, aber insgesamt gut lösbare Ligaphase. Arsenal und Inter sind auf dem Papier die beiden größten Prüfungen. Auch die Auswärtsspiele in Rom und Athen versprechen unangenehme Aufgaben. Dahinter warten mit PSV, Leipzig, Shakhtar und LASK Gegner, gegen die der Anspruch des 15-maligen Rekordsiegers klar sein muss: Punkte sammeln und möglichst früh den direkten Einzug in die K.-o.-Phase absichern.
Besonders reizvoll sind mehrere Geschichten rund um die Auslosung: Diomande trifft auf Leipzig, Denzel Dumfries auf Inter, Luka Jović auf seinen ehemaligen Klub – und das Finale findet ausgerechnet in Madrid statt.
Aus Sicht der deutschen und österreichischen Madridistas ist allerdings etwas schade, dass sowohl RB Leipzig als auch der LASK im Bernabéu antreten: Ein Auswärtsspiel in Leipzig oder Linz wäre für viele Fans eine deutlich einfachere Gelegenheit gewesen, Real Madrid einmal live zu sehen.
Auch Butragueños Aussagen zeigen, dass Real Madrid die Ligaphase nicht nur überstehen, sondern möglichst in den Top acht abschließen und die zusätzlichen Play-offs vermeiden will.
Der Weg ist lang. Aber das Ziel liegt 2027 nur wenige Kilometer vom Bernabéu entfernt.
